Studiengang Medizintechnik an Forschung humanoider Roboter beteiligt

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Masterstudent Christian Weustink forschte mit am Projekt InMoov - Roboter im Selbstbau.
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Informationstechnologien
Medizintechnik

Verstärkung im Bereich zur Erforschung eines funktionstüchtigen Roboterarms erhielt der Studiengang Medizintechnik durch Christian Weustink. Der Masterstudent von der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur (HTWK) Leipzig studiert im dritten Semester „Elektro- und Informationstechnik“ und spezialisierte sich auf ‚Kommunikationstechnik und Biosignalverarbeitung‘.

Für sein Pflichtpraktikum, das im dritten Semester für mindestens drei Monate zu absolvieren ist, bewarb er sich an der FH Kärnten am Studiengang Medizintechnik um einen Praktikumsplatz. Während des Praktikums, vertiefte Christian Weustink seine im Studium erworbenen technischen und wissenschaftlichen Kenntnisse und begeisterte sich für die Mitarbeit am Projekt „InMoov“.

InMoov – ein humanoider Roboter zum selbst drucken

InMoov ist ein von dem französischen Designer Gael Langevin ins Leben gerufenes Open Source Project und beschäftigt sich mit der Entwicklung eines 3D-druckbaren humanoiden Roboters. In dem fünfmonatigen Praktikum von Christian Weustink sollte ein Arm des InMoov-Roboters komplett mit Aktorik und Sensorik in Betrieb genommen und mithilfe eines EMG- Messgerätes die Muskelaktivitäten des Armes und der Hand eines Probanden auf den Roboterarm übertragen werden.

Zum Ende des Praktikums entstanden vier funktionsfähige Arme, die über ein Microcontrollerboard angesteuert werden. Durch aufgezeichnete EMG-Messungen führt der Roboterarm synchron zur Messung die Befehle zum Öffnen und Schließen der Hand und einzelner Finger aus.

Durch einen intelligenten Erkennungsalgorithmus (vergleichbar mit dem Pan-Tomkins-Algorithmus bei der R-Zackenerkennung eines EKGs) sollen in Zukunft Bewegungen zuverlässig aus dem gemessenen EMG erkannt und auf den Roboterarm übertragen werden. Die Hand findet Einsatz in der Lehrveranstaltung „Medizinische Elektronik“. In der Laborübung „Biofeedback - EMG“  wird von den Studierenden eine EMG-Messschaltung selbst aufgebaut und dimensioniert. Mittels dieser Schaltung und der eigenen Muskelaktivität der Hand kann der Roboterarm angesteuert werden.