Sozialplanung und -management (VO)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

FH-Prof. Dr.

 Helmut Richard Arnold

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LV-NummerM-PM2.10
LV-KürzelSozMan
Studienplan2011
Studiengangssemester 2. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits2,0
Unterrichtssprache Deutsch

Den Studierenden werden ausgewählte Anwendungsfelder des Verwaltungsmanagements näher gebracht. Schwerpunkte bilden die Themen Sozialplanung und -management, Non-Profit-Organisationen, Facility Management, Beschaffungsmanagement und Bauplanung.

Die Studierenden begreifen, dass Strukturen sozialer Daseinsvorsorge historischen Pfaden folgend angelegt wurden und demzufolge auch umgestaltbar sind. Sie lernen Interessenslagen unterschiedlicher Akteure einzuschätzen und in kritisch angemessener Art zu respektieren. Sie können Planungsprozesse und Netzwerkarbeit vom Grundsatz her gestalten. Die Master-Studierenden können das große Aufgabenfeld sozialer Dienste im weiteren Kontext der NGO-NPO- sowie NSM-NPM-Debatten verorten. Mit der Tatsache vor Augen, dass dem sozialen Sektor auch im „reichen Österreich“ der raue Wind der Ökonomisierung entgegen bläst, können sie die historisch gewachsene Funktionsteilung zwischen der Gewährleistungsverantwortung auf Seiten der öffentlichen Verwaltung und der Durchführungsverantwortung auf Seiten der privaten Leistungserbringer würdigen; zugleich erlaubt dieser Zugang, die Implikationen im Spannungsdreieck zwischen Sparzwängen – Dienstleistungsqualität – Achtung der Gestaltungsautonomie von NGOs zu beurteilen.

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Vermittlung der Grundlagen und Rahmenbedingungen kommunaler sowie regionaler Sozialplanung und Sozialpolitik.

Die LV untersucht regionale Infrastrukturen exemplarisch in ausgewählten Praxisfeldern der Sozialpolitik: Ist der vorfindbare Bestand bedarfsgerecht, wo sind Änderungen erforderlich? Unter welchen Bedingungen kann die soziale Infrastruktur einen Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten? Als handlungsorientierte Grundlagen werden die klassischen Ansätze der Sozialplanung vorgestellt, ausgewählte Methoden der Betroffenenbeteiligung auf thema- und feldbezogene Anwendbarkeit geprüft, dazu in exemplarischen Aufgabenfeldern interkommunale Vergleiche durchgesehen und best practice Modelle und auf ihre Stärken und Reichweite geprüft.

Bücher:

Schellberg, K. (2007): Betriebswirtschaftslehre für Sozialunternehmen. Ziel Verlag.

Dimmel, N. (2005): Perspektiven der Sozialwirtschaft 2005-2015. Vergaberecht - Leistungsverträge - Sozialplanung. Lit-Verlag.

Schneider, J. u.a. (2007): Strategische Führung von Nonprofit-Organisationen. Utb.

Badelt, C. u.a. (2007): Handbuch der Nonprofit Organisation. Strukturen und Management. Schäffer-Poeschel.

Krimmling, J. (2008): Facility Management. Strukturen und methodische Instrumente. Fraunhofer Irb Verlag.

Gondring, H.-P./Wagner, T. (2007) Facility Management: Handbuch für Studium und Praxis. Vahlen

Büsch, M. (2007): Praxishandbuch Strategischer Einkauf: Methoden, Verfahren, Arbeitsblätter für professionelles Beschaffungsmanagement. Gabler.

Hirschsteiner, G. (2002): Einkaufs- und Beschaffungsmanagement. Strategien, Verfahren und moderne Konzepte. Ludwigshafen/Rhein: Kiehl.

Ahrens, H. u.a. (2008): Handbuch Projektsteuerung - Baumanagement: Ein praxisorientierter Leitfaden mit zahlreichen Hilfsmitteln und Arbeitsunterlagen auf CD-ROM. Fraunhofer Irb Verlag.

Kochendörfer, B. u.a. (2006): Bau-Projekt-Management. Grundlagen und Vorgehensweisen. Teubner B.G. GmbH.

Fachzeitschriften:

Nonprofit and Voluntary Sector Quaterly

The Nonprofit Counsel

Nonprofit Management and Leadership

The Nonprofit Review

FM Das Logistik Magazin

Arnold, H.: Subsidiarität und Sozialwirtschaft. Organisationen Sozialer Arbeit zwischen Gemeinnützigkeit und Markt. In: Spitzer, H./Höllmüller, H./Hönig, B. (Hrsg.): Soziallandschaften. Wiesbaden 2011, S. 91-110 v. Bandemer, S./Hilbert, J.: Vom expandierenden zum aktivierenden Staat. In: v. Bandemer, S. u.a. (Hrsg.): Handbuch zur Verwaltungsreform. Opladen 2000 Böhmer, A.: Konzepte der Sozialplanung. Grundwissen für die Soziale Arbeit. Wiesbaden 2015 (a) Böhmer, A.: Verfahren und Handlungsfelder der Sozialplanung. Wiesbaden 2015 (b) Dahme, H.-J./Schütter, S./Wohlfahrt, N.: Lehrbuch Kommunale Sozialverwaltung und Soziale Dienste. Weinheim und München 2008 Dimmel, N./Schmid, T.: Soziale Dienste in Österreich. Innsbruck 2013 Evers, A./Heinze, R.G./Olk, T. (Hrsg.): Handbuch Soziale Dienste. Wiesbaden 2011 Höpfl, T.: Die öffentliche Vergabe von sozialen Dienstleistungen – Wie sozial dürfen soziale Dienste sein? In: Dimmel, N./Heitzmann, K./Schenk, M. (Hrsg.): Handbuch Armut in Österreich. Innsbruck, Wien und Bozen 2009, S. 626-645 Illich, I. u.a.: Entmündigung durch Experten. Zur Kritik der Dienstleistungsberufe. Reinbek 1979 Luhmann, N.: Formen des Helfens im Wandel gesellschaftlicher Bedingungen. In: Otto, H.-U./Schneider, S. (Hrsg.): Gesellschaftliche Perspektiven der Sozialarbeit, Bd. 1. Neuwied/Berlin 1973, S. 21-43 Maelicke, B. (Hrsg.). Lexikon der Sozialwirtschaft. Baden-Baden 2008 Maykus, S./Schone, R.: Handbuch Jugendhilfeplanung. Wiesbaden ³2010 Maucher, M.: EU und soziale Dienstleistungen von allgemeinem Interesse. In: Evers, A./Heinze, R.G./Olk, T. (Hrsg.): Handbuch Soziale Dienste. Wiesbaden 2011, S. 515-535 Norekian, A.: Gutscheinsysteme als alternatives institutionelles Arrangement zur Finanzierung und Steuerung öffentlicher Aufgabenwahrnehmung. In: Budäus, D./Reichard, C./Schauer, R. (Hrsg.): Public und Nonprofit Management. Aktuelle Forschungsergebnisse aus Deutschland und Österreich. Potsdam/Linz 2005, S. 153-171 Offe, C.: Das Wachstum der Dienstleistungsarbeit - Vier soziologische Erklärungsansätze. In: Ders.: „Arbeitsgesellschaft“: Strukturprobleme und Zukunftsperspektiven. Frankfurt/New York 1984 – wiederveröffentlicht in: Olk, T./Otto, H.-U. (Hrsg.): Soziale Dienste im Wandel 1. Helfen im Sozialstaat. Neuwied 1987, S. 171-198 Zimmer, A./Nährlich, S./Paulsen, F.: Zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Sozialwirtschaft. In: Arnold/Maelicke 2009, S. 117-133

Vortrag durch LVL, Präsentation von Einheiten zentraler Wissensgrundlagen durch Studierende, Praxis-Übungen

LV-abschließende Prüfung

Präsentation mündlich (50%) / schriftliche Doku (15%,) mündliche Beteiligung in LV (20%), Protokolle (15%)