Inter- und transkulturelle Disability & Diversity Studies (SE)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

Mag. (FH)

 Marika Gruber

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LV-NummerB3.00000.01.220
LV-KürzelInterDDS
Studienplan2013
Studiengangssemester 6. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS3,0
ECTS Credits4,0
Unterrichtssprache Deutsch

Fachliche und methodische Qualifikationsziele:
Der/die Absolvent/-in kennt die Schwerpunkte und Zielsetzungen der Disability und Diversity Studies (DDS) und verwandter wissenschaftlicher Ansätze unter dem Aspekt ihrer wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklung, disziplinären Ausdifferenzierung und Intersektionalität. Sie bzw. er verfügt über die Grundkenntnisse über zentrale Begriffe, theoretische Grundlagen und Diskurse der jeweiligen Studies. Historische Hintergründe, aktuelle Themenfel-der und Fragestellungen sind bekannt. Der/die Absolvent/-in hat sich ein Basiswissen zu häufig angewandten methodischen Verfahren der jeweiligen Studies erarbeitet. Gemeinsamkeiten, aber auch Leerstellen und Unterschiede zwischen den Studies können benannt werden.

Überfachliche Qualifikationsziele:
Der/die Absolvent/-in hat die Kompetenz, die erworbenen fachlichen und methodischen Grundkenntnisse auf die kritisch-analytische Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen, politischen und kulturellen Themenfeldern mit Bezug auf Diversität, Behinderung und Geschlecht anzuwenden. Sie bzw. er kann die Vielfalt der Geschlechter und die Pluralität von Diversität (an)erkennen sowie Differenzverhältnisse und Achsen der Ungleichheit, die zu Diskriminierung und Chancenungleichheit führen, wahrnehmen, kritisch reflektieren und Herausforderungen für die verschiedenen Felder der beruflichen Praxis der DDS formulieren. Die Fähigkeit zu inter- und transdisziplinärem Denken und Selbstreflexivität ist geschärft.

In der Lehrveranstaltung geht es um die Auseinandersetzung mit der komplexen Verwobenheit (Intersektionalität) von Migration, Gender, Queer und Disability/Diversity. Wissenschaftsgeschichtliche Entwicklungen, aktuelle Diskurse und Methoden werden vorgestellt und diskutiert. Ein allgemeines Verständnis von Kultur/ Ethnie (Formen menschlichen Zusammenlebens, soziale Strukturen und Asymmetrien der Macht, Traditionen, Sozialisation, Interkulturalität, etc.) wird diskutiert und auf die zukünftigen Tätigkeitsfelder der Absolventinnen und Absolventen übertragen. Fragen der Inter- und Transkulturalität werden in diesen Zusammenhängen thematisiert.

Becker, R. & Kortendiek, B. (Hrsg.) (2008): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. 2. Aufl. Wiesbaden.

Bösl, E.; Klein, A.; Waldschmidt, A. (Hrsg.) (2010): Disability History. Konstruktionen von Behinderung in der Geschichte. Eine Einführung. Bielefeld.

Czollek, L.; Perko, G.; Weinbach, H. (2009): Lehrbuch Gender und Queer. Grundlagen, Methoden und Praxisfelder. Studienmodule Soziale Arbeit. Weinheim/München.

Dederich, M. (2007): Körper, Kultur und Behinderung: Eine Einführung in die Disability Studies. Bielefeld.

Ehlert, G.; Funk, H.; Stecklina, G. (Hrsg.) (2011): Wörterbuch Soziale Arbeit und Geschlecht. Weinheim/München.

Franzki, H.; Aikins, J. K. (2010): Postkoloniale Studien und kritische Sozialwissenschaft. PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, 40 (158), 9-28, Online unter URL http://www.prokla.de/wp/wp-content/uploads/2010/franzki-kwesi-aikins.pdf [23.11.2012].

Hecht-ElMinshawi, B.; Berninghausen, J. (2009): Interkulturelle Kompetenz. Managing Cultural Diversity - Das Trainingshandbuch. Weinheim/Basel.

Jacob, J.; Köbsell, S.; Wollrad, E. (Hrsg.) (2010): Gendering Disability. Intersektionale Aspekte von Behinderung und Geschlecht. Studien Interdisziplinäre Geschlechterforschung, Band 7. Bielefeld.

Krell, G.; Riedmüller, B.; Sieben, B.; Vinz, D. (Hrsg.) (2007): Diversity Studies. Grundlagen und disziplinäre Ansätze. Frankfurt am Main/New York.

Moebius, St. (Hrsg.) (2012): Kultur. Von den Cultural Studies bis zu den Visual Studies. Eine Einführung. Bielefeld.

Keine Daten verfügbar

LV-mmanenter Prüfungscharacter