Molekularmedizinischer Analyseprozess, gentechnologische Methoden und Verfahren Gruppe 1 (ILV)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

FH-Prof. Mag.a Dr.in

 Astrid Paulitsch-Fuchs

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 Sabine Waßmann , BSc

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 Manuel Wiester , BSc

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LV-NummerB3.06651.40.390
LV-KürzelMolAP
Studienplan2016
Studiengangssemester 4. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS4,0
ECTS Credits4,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden entwickeln molekularbiologische, gentechnologische, und biochemische Methodenkompetenz, die für die biomedizinische Analytik bzw. für F&E-Projekte erforderlich sind, d.h. sie können die jeweiligen Analyseverfahren und Methoden verstehen, eigenverantwortlich planen, durchführen und auswerten sowie die Ergebnisse der Analytik beurteilen. Dazu gehört auch ein ausführlicher Überblick über die wichtigsten Verfahren in der Molekularen Diagnostik von z.B. Erb-, Infektionskrankheiten, Tumorerkrankungen oder zur Beschreibung von DNA-Polymorphismen in der Rechtsmedizin. Die Studierenden sind in der Lage zu prüfen, ob das Untersuchungsmaterial für die angeforderte molekularbiologische Analyse geeignet ist, fehlende relevante Informationen einzuholen oder die Übermittlung eines neuen Untersuchungsmaterials anzufordern. Die Studierenden können fachspezifische Maßnahmen im Rahmen des analytischen Prozesses durchführen. Sie sind in der Lage, im Rahmen der Qualitätssicherung methodenspezifische technische und biologische Störfaktoren zu erkennen, die Analysenergebnisse zu validieren und mit den jeweiligen Informationstechnologien zu dokumentieren, zu übermitteln und zu archivieren. Sie können weiterführende laboranalytische Methoden folgerichtig auswählen und die Bedeutung der Analysenergebnisse für die klinische Diagnostik, therapeutisches Monitoring, Forensik bzw. für präventive Zwecke einschätzen. Sie können den analytischen Prozess mit der Funktionsweise aktueller und neuer Gerätetechnologien in Zusammenhang bringen und umsetzen. Die Studierenden sind in der Lage, die Verwahrung von Untersuchungsmaterialien und Reagenzien sachgemäß durchzuführen.
Darüber hinaus können die Studierenden Informationstechnologien (z.B. Internet) zur fachspezifischen Datenrecherche nutzen, neue Untersuchungsverfahren anhand von Arbeitsanleitungen bzw. Literaturen adaptieren und umsetzen bzw. durchführen sowie neue Aufgabenstellungen unter Zuhilfenahme von Literaturen selbständig lösen. Sie wissen um die Notwendigkeit aktueller Entwicklungen zu verfolgen und in ihre Arbeit zu integrieren Bescheid, kennen forschungsrelevante Aspekte und können das erworbene Wissen auch in der Forschung, der Wissenschaft, Industrie oder in der Veterinärmedizin anwenden.

Module 1.-3. Semester

Präanalytik in der Molekularbiologie/Molekularmedizin;
Planung, Durchführung und Auswertung molekularbiologischer bzw. gentechnologischer Analysemethoden einschl. Troubleshooting (Isolierung und Quantifizierung von Nukleinsäuren, in-vitro-Amplifikationsverfahren, Restriktionsenzymverdau, RFLP, Genetischer Fingerprint, Detektion von Nukleinsäuren, Hybridisierungstechnik und Sondenmarkierung, Blotting, Klonierung, Sequenzierung, Microarray Technik, Proteomics, zytogenet. Untersuchungen und FISH) einschl. Beurteilung der Ergebnisse
Spezielle Anwendungen in der Molekularen Diagnostik einschl. Validierung und Interpretation der Ergebnisse
Spezielle gentechnologische Anwendungen/ molekularbiologische Methoden in Forschung & Entwicklung (Klonierungsmethoden, next generation sequencing, Genexpressionsassays, SNP, transgene Mausmodelle u.a.)
Bioinformatorische Aspekte in der Molekularbiologie, Umgang mit Gendatenbanken (NCBI, Ensembl)
Aspekte der Qualitätssicherung, der biologischen Sicherheit und Hygiene, Gentechnikrecht und fachspezifische Richtlinien, Dokumentation
Grundzüge der molekularen Medizin: ausgewählte Erbkrankheiten, chromosomale Anomalien (genetische Abberationen) und Tumorerkrankungen sowie relevanter weiterer exemplarischer Krankheitsbilder, Grundlagen der Gentherapie, Targeted Therapy
Bedeutung molekularbiologischer und zytogenetischer Methoden zur genauen und schnellen Diagnose molekularmedizinisch relevanter Krankheiten einschl. Monitoring, zur Forensik, zur Prädispositions- und Paternitätsanalytik, zur Pharmakogenomik sowie in Forschung und Entwicklung

Mulhardt C. (2008), Der Experimentator: Molekularbiologie, Spektrum;
Schartl M. et al. (2009), Biochemie und Molekularbiologie des Menschen, Thieme;
Schäfer U. et al. (2011), Molekularbiologie der Zelle, VCH Verlag;
Jacobi B. (2010), Molekulare Zellbiologie - Basics, Elsevier;
Reinard T. (2010), Molekularbiologische Methoden, UTB;
Jansohn M. & Rothhämel S. (2011), Gentechnische Methoden: Eine Sammlung von Arbeitsanleitungen für das molekularbiologische Labor, Spektrum;

Bücher, Fachzeitschriften und Internetseiten entsprechend
dem aktuellen Wissensstand in den Fachgebieten

Vorlesung, Laborübungen, Reflexion, Diskussion

Modulprüfung