Medizinisch-chemischer Analyseprozess 3 - Schwerpunkt spektrometrische und immunologische Verfahren, Therapeutic Drug Monitoring Gruppe 2 (ILV)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

Dr.in med. univ.

 Carina Brenner , BSc

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Prof. DDr.

 Norbert Gässler
 Peter Jakosch , BSc

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 Joachim Pum
 Sabine Waßmann , BSc

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 Manuel Wiester , BSc

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LV-NummerB3.06651.30.310
LV-KürzelMedAP3
Studienplan2016
Studiengangssemester 3. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS3,0
ECTS Credits3,0
Unterrichtssprache Deutsch

Basierend auf dem Verständnis über die physiologischen und pathophysiologischen/pathobiochemischen Regelmechanismen des menschlichen Organismus sind die Studierenden in der Lage, basierend auf der ärztlichen Anordnung den biomedizinischen Analyseprozess (bestehend aus der präanalytischen, analytischen und postanalytischen Phase) in der Medizinischen Chemie als Teil des medizinischen Gesamtprozesses eigenverantwortlich und selbständig durchzuführen. D.h.:
die Studierenden können der jeweiligen bioanalytischen und medizinischen Fragestellung die relevanten Messgrößen zuordnen und die Anforderung in Bezug auf die angeforderten Analysen nachvollziehen und beurteilen, ob das zur Verfügung stehende Untersuchungsmaterial für die angeforderten biomedizinischen Analysen geeignet ist;
sie kennen die präanalytischen Einfluss- und methodenabhängigen Störgrößen zu den jeweiligen Messgrößen und deren Auswirkungen auf die jeweilige Laboruntersuchung;
sie können die medizinisch-chemischen Analysemethoden insbesondere spektrometrische Verfahren gemäß der Fragestellung auswählen, kritisch beurteilen und evaluieren;
sie kennen die grundlegenden Reaktionsabläufe im Analyseprozess und erkennen diese in den automatisierten Abläufen wieder;
sie können basierend auf ihrem Wissen über Messvorgang, Auswertung, methodenspezifische Messwerte, Messergebnisse und Berechnungsverfahren geeignete Auswerteverfahren bzw. Methoden der Messwerterfassung selbständig anwenden sowie mit der Funktionsweise aktueller und neuer Gerätetechnologien in Zusammenhang bringen;
die Studierenden sind in der Lage, geeignete laboranalytische Schritte und Maßnahmen anzuwenden und können ausgewählte medizinisch-chemische Analysen (Schwerpunkt spektrometrische Verfahren) an unterschiedlichem Probenmaterial mit den entsprechenden Mess-, Nachweis- und Beurteilungsverfahren sowie mit Hilfe von Arbeitsanleitungen selbständig durchführen;
sind in der Lage, Arbeitsabläufe aufeinander abzustimmen und zeitlich effizient zu planen;
sie können die fachspezifischen Maßnahmen zur Qualitätssicherung selbständig durchführen und beurteilen;
sie können einfache Fehler in der Durchführung einer Methode erkennen, richtig zuordnen und diese soweit wie möglich beheben;
sie können die Untersuchungsergebnisse mit vorhandenen Informationstechnologien dokumentieren;
sie können die Verwahrung von Untersuchungsmaterialien und Reagenzien sachgemäß durchführen;
sie können laborspezifische Hygienemaßnahmen sach- und bedarfsgerecht anwenden;
die Studierenden sind in der Lage, die Untersuchungsergebnisse technisch und biomedizinisch zu validieren, die Bedeutung für die klinische Diagnostik zu beurteilen und die verschiedenen Untersuchungsresultate patientenbezogen zu verknüpfen, deren Plausibilität zu überprüfen und sie in ein Gesamtbild zu integrieren;
sind aufgrund der vorliegenden Laborergebnisse in der Lage, mögliche weiterführende laboranalytische Untersuchungen folgerichtig auszuwählen.
Die Studierenden wissen Bescheid über Gesetzmäßigkeiten der allgemeinen Pharmakodynamik und Pharmakokinetik, kennen die prinzipielle Wirkungsweise und therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von ausgewählten Arzneimittelgruppen einschl. Drogen, die im Rahmen des Therapeutischen Drug-Monitorings (TDM) laboranalytisch überwacht bzw. im Rahmen des Drogen-Screenings bzw. der Intoxikationsanalytik bestimmt werden einschließlich der dafür erforderlichen Untersuchungsmethoden, der Prä- und Postanalytik.
Darüber hinaus sind die Studierenden in der Lage, kapilläres und venöses Untersuchungsmaterial nach ärztlicher Anordnung selbständig zu gewinnen und für die angeforderte biomedizinische Analytik weiterzuverarbeiten.

Module des 1./2. Semesters

Spektrometrische Analyseverfahren: Atomabsorptionsspektrometrie, Massenspektrometrie und Lumineszenzmessung einschl. der Prä- und Postanalytik exemplarisch anhand ausgewählter Messgrößen in der medizinisch-chemischen Analytik
Therapeutic Drug Monitoring: Methoden zur Bestimmung der Plasma-, Serumkonzentration von Medikamenten einschl. der Prä- und Postanalytik sowie Grundlagen der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik
Methoden und Verfahren der Intoxikationsanalytik einschl. Prä- und Postanalytik exemplarisch anhand ausgewählter Messgrößen (z.B. Alkohole, Salicylate) einschl. Drogenscreening
Spezielle medizinisch-chemische Laboranalytik weiterer Körperflüssigkeiten (u.a. Liquor cerebrospinalis, Fäces, Ejakulat oder Punktate) einschl. der Prä- und Postanalytik exemplarisch anhand ausgewählter Messgrößen
Verfahren zur Methoden- und Gerätevalidation und -evaluation
laborpraktische Übungen zu den physikochemischen, enzymologischen, immun-, elektrochemischen und spektrometrischen Analyseverfahren einschl. Dokumentation, technische und biomedizinische Validation der Ergebnisse (einschl. Arbeitsplatzvor- und Nachbereitung)

Hallbach J. (2006) , Klinische Chemie für den Einstieg, Thieme;
Thomas L. (2012), Labor und Diagnose, TH-Books;
Hallwachs-Baumann G. (2006), Labormedizin, Springer;
Renz H. (2003), Integrative Klinische Laboratoriumsmedizin, deGruyter;
Neumeister B. (2008), Klinikleitfaden Labordiagnostik, Urban &Fischer;
Dörner K. (2009), Klinische Chemie und Hämatologie, Thieme;
Graf N.A. (2010), Klinische Chemie - Basics, Elsevier;

Bücher, Fachzeitschriften und Internetseiten entsprechend
dem aktuellen Wissensstand in den Fachgebieten

Vorlesung, Laborübungen, Demonstrationen, Diskussion

Modulprüfung