Individuum-, familien-, gruppen-, sozialraumbezogene Handlungskonzepte (SE)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

Mag.a Dr.in

 Sabine Oberzaucher-Riepl
LV-NummerB3.07290.01.160
LV-KürzelHandlKon
Studienplan2013
Studiengangssemester 4. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits4,0
Unterrichtssprache Deutsch

Fachliche und methodische Qualifikationsziele:
Die Studentin bzw. der Student versteht die zentrale Bedeutung von Kommunikation und von vertrauensvollen Arbeitsbündnissen für die DDS und andere Berufe des Gesundheits- und Sozialwesens. Sie bzw. er verfügt über Kenntnisse unterschiedlicher konzeptueller Ansätze, methodischer Zugänge und praktischer Interventionsmöglichkeiten bis hin zur Bewältigung von Krisen- und Non-Compliance-Situationen.

Die Studentin bzw. der Student hat ein Bewusstsein für sowie einen professionellen Umgang mit Diskriminierung und Ungleichbehandlung entwickelt. Sie bzw. er besitzt ein Verständnis für gesellschaftliche Bedingungen von Exklusion und Inklusion sowie für alternative Modelle zur Realisierung disability- und diversity-sensibler Unternehmenskulturen, Gemeinwesen und Gesellschaften.

Überfachliche Qualifikationsziele:
Die Studentin bzw. der Student ist mit der Bedeutung von Kommunikation und Mediation in überfachlichen und transdisziplinären Zusammenhängen vertraut. Sie bzw. er ist in der Lage, Arbeitsprozesse in heterogenen Teams zu gestalten und zwischen verschiedenen Berufsgruppen konstruktiv zu moderieren.

Das Gruppenmanagement ist den Absolventinnen und Absolventen vertraut. Sie kennen die Bedeutung der Gruppenarbeit jeglicher sozialer Arbeit überhaupt, weil in ihnen Zuordnungs- nd Ausgrenzungspraktiken wirksam werden.

Die Lehrveranstaltung liefert einen Überblick über Konzepte und theoretische Grundlagen der Arbeit mit Einzelnen, Familien, Gruppen und im Sozialraum. Die Ansätze orientieren sich am Perspektivenwechsel vom Ausschluss von Andersheit zur Würdigung von Unterschieden.

Die Gruppe und Gruppenarbeit als primäres Arbeitsfeld jeglicher sozialer Arbeit, Gruppenmanagement, Gruppenzugehörigkeit und Differenzierungs- und Ausgrenzungspraktiken werden in dieser Lehrveranstaltung behandelt.

Die Ansätze werden über Gruppen- und Einzelübungen erprobt, reflektiert und diskutiert.

Aselmeier, L. (2008): Community Care und Menschen mit geistiger Behinderung. Gemeinwesenorientierte Unterstützung in England, Schweden und Deutschland. Wiesbaden.

Baecker, D. (2005): Kommunikation. Leipzig.

Concannon, L. (2005): Planning for Life. Involving adults with learning disabilities in service planning. Guernsey.

Glasl, F. (2004): Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater. Bern/Wien.

Klappenbach, D. (2006): Mediative Kommunikation: mit Rogers,
Rosenberg & Co. Konfliktfähig für den Alltag werden.

Lindmeier, Ch. (2004): Biografiearbeit mit geistig behinderten Menschen. Ein Praxisbuch für Einzel- und Gruppenarbeit. Weinheim.

Oboth, M. (2006): Mediation in Gruppen und Teams: Praxis- und Methodenhandbuch; Konfliktklärung in Gruppen, inspiriert durch die gewaltfreie Kommunikation. Paderborn.

Schablon, K.-U. (2009): Community Care. Professionell unterstützte Gemeinweseneinbindung erwachsener geistig behinderter Menschen. Analyse, Definition und theoretische Verortung struktureller und handlungsbezogener Determinanten. Marburg.

Schwarz, G. (1990): Konfliktmanagement. Konflikte erkennen, analysieren, lösen. Wiesbaden.

Share, P. (2005): Applied Social Care: An Introduction for Irish Students. Dublin.

Theunissen, G. (2008): Empowerment und Inklusion behinderter Menschen: Eine Einführung in Heilpädagogik und Soziale Arbeit. Freiburg.

Thomann, Ch.; Schulz von Thun, F. (1988): Klärungshilfe. Handbuch für Therapeuten, Gesprächshelfer und Moderatoren in schwierigen Gesprächen. Reinbek bei Hamburg.

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LV-immanenter Prüfungscharakter