Evidence-basiertes berufliches Handeln einschl. Praxisreflexion Gruppe 1 (ILV)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

Dr.in

 Sylvia Kaap-Fröhlich

FH-Prof. Dr.

 Marco Kachler , BSc LL.M.

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FH-Prof. Mag.a Dr.in

 Astrid Paulitsch-Fuchs

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 Jasmin Strutz , BSc MSc

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 Sabine Waßmann , BSc

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 Manuel Wiester , BSc

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LV-NummerB3.06651.40.520
LV-KürzelBAC1
Studienplan2019
Studiengangssemester 4. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits4,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden kennen den Stellenwert wissenschaftlichen Arbeitens, d.h., sie können einen Bezug zur eigenen Berufstätigkeit herstellen und die Bedeutung einer wissenschaftlichen Haltung für alle berufsrelevanten Bereiche im Sinne Evidence-basierten Handelns nachvollziehen. Sie verfügen über ein kritisches Verständnis klinischer Erfahrung. Sie können zwischen interner Evidenz und externer Evidence unterschieden und diese in den Problemlöseprozess integrieren sowie Selbsttäuschungsprozesse erkennen und hinterfragen. Sie sind in der Lage, ihre professionellen Entscheidungen zu begründen indem sie insbesondere wissenschaftliche Erkenntnisse aus der externen Evidence auffinden, bewerten und nutzen. Sie haben darüber hinaus die Fähigkeit, sich umfassend mit einem gesundheitsbezogenem Problem im Kontext der biomedizinischen Analytik kritisch auseinander zu setzen, d.h. sie können ausgehend von einer Problemstellung eine berufsspezifische Fragestellung eigenständig ableiten, Hypothesen formulieren und nach wissenschaftlichen Methoden theoretisch bearbeiten. Sie sind entsprechend in der Lage, hierzu eine fundierte Literaturrecherche durchzuführen und zu dokumentieren, Original- und Übersichtsarbeiten zu verstehen und kritisch zu bewerten sowie schließlich die Ergebnisse dieses Prozesses in der Gesundheitsversorgung nutzbar zu machen. Sie können die eigenen Forschungsergebnisse verständlich, nachvollziehbar und begründet sowie für eine Publikation (z.B. Manuskript, Poster- bzw. Vortragspräsentation) geeignet darstellen und den eigenen Forschungsprozess kritisch reflektieren; können Probleme bzgl. der Abweichung vom forschungslogischen Aufbau erkennen, artikulieren und gegebenenfalls weiterführende Lösungsmöglichkeiten anbieten.

Module des 1.-3. Semesters

  • Professional Reasoning und Evidence-Basierung beruflichen Handelns in der Biomedizinischen Analytik (professional reasoning und Reasoningformen, interne Evidenz, externe Evidence, Entscheiden unter Unsicherheit, Methode des EbP für die biomedizinische Analytik einschl. Literaturrecherche und -dokumentation)
  • Kritische Beurteilung von Studiendesign hinsichtlich Glaubwürdigkeit, Aussagekraft und Anwendbarkeit einzelner (deutsch- und englischsprachiger) Publikationen (Journal Club)
  • Disziplinäre und interdisziplinäre Fallbearbeitungen/ -besprechungen zu relevanten Fragestellungen der biomedizinischen Analytik im klinischen Kontext
  • Supervision, Reflexion, Dokumentation und Präsentation des Berufspraktikums (Praxisreflexion)
  • Rahmenbedingungen zur Proseminararbeit (Themenfindungsprozess, Frage- und Zielstellung, formale und inhaltliche Anforderungen, Kriterien für die Präsentation einer wissenschaftlichen Arbeit; Beratung in den einzelnen Phasen, Klärung von theoretischen/ inhaltlichen, methodischen und formalen Fragen; Erörterung von Problemen und Schwierigkeiten beim Verfassen der Proseminararbeit)

Bortz J. & Döring N. (2006), Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler, Springer;
Flick U. (2015), Introducing Research Methodology, Sage;
Schnell R. et al. (2011), Methoden der empirischen Sozialforschung, Oldenbourg;
Flick U. (2009), Sozialforschung. Methoden und Anwendungen. Ein Überblick für die BA-Studiengänge, Rowohlt;
Mayring P. (2015), Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken, Beltz;
Bücher, Fachzeitschriften und Internetseiten entsprechend dem aktuellen Wissensstand in den Fachgebieten

Vortrag, Gruppenübungen, Reflexion, Diskussion

Modulprüfung