Patent-Staatspreis für Tremor Messgerät von Tremitas

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Tibor Zajki-Zechmeister gewinnt mit Tremipen den Staatspreis Patent in der Kategorie Humanity 2020.
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Engineering & IT

FH-Absolvent und Tremitas-Gründer Tibor Zajki-Zechmeister wurde für das beste Patent prämiert

Mit der höchsten Auszeichnung für Erfindergeist und innovative Produktentwicklung wurde das Medizintechnikunternehmen Tremitas durch Bundesministerin Leonore Gewessler und das Österreichische Patentamt am 9. November 2020 gewürdigt. Der Staatpreis Patent in der Kategorie „Humanity“ wurde für die Entwicklung des Tremor Messgeräts, Tremipen, verliehen.

Bereits während des Bachelorstudiums im Zweig „Medizintechnik“ trieb Tibor Zajki-Zechmeister seine Forschungen für die innovative Produktentwicklung des Tremipen mit großer Leidenschaft voran. Das mit dem Patent-Staatspreis ausgezeichnete Produkt gleicht einem Kugelschreiber mit Digitalanzeige, der innerhalb von Sekunden bei Menschen mit Parkinson und anderen Tremorerkrankungen das Zittern der Hände misst. Der im Tremipen enthaltene Sensor ist in der Lage, den Tremor zu messen und sogleich auszuwerten: In Sekundenschnelle erscheint der Messwert am Display.

Laut Schätzungen sind ca. 20.000 Menschen in Österreich von der neurologischen Erkrankung Parkinson betroffen, weltweit ist sogar jeder zehnte von einem Tremor betroffen. „Mittels objektiver Daten über das Zittern, auch bekannt als Tremor, ist es nun möglich, mithilfe des Tremipen die Diagnose und Therapie von Millionen Menschen zu unterstützen und sie in ihrem Alltag zu begleiten“, erklärt Tibor Zajki-Zechmeister, Geschäftsführer der Tremitas GmbH stolz.

Im Jahr 2015 gründete Tibor Zajki-Zechmeister die Tremitas GmbH, ein heute international operierendes Hightech-Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Klagenfurt. Mit der Auslieferung des Tremipen an Kliniken und Ärzte begann die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, Schützenhilfe erhielt es u.a. auch durch die Gründergarage der FH Kärnten. Von 2018 bis 2020 absolvierte der Tremitas-Geschäftsführer erfolgreich das Masterstudium Health Care IT, eine Entscheidung um praktisch erworbenes Wissen mit akademischen und theoretischen Grundlagen zu ergänzen. Vor allem die Themengebiete wie Humanmedizin, Advanced Medical Devices oder Machine Learning waren für den Preisträger von großer Bedeutung, um Know-how daraus in seine Produktentwicklung einfließen lassen zu können. „Es ist möglich, ein Medizintechnikunternehmen zu leiten und parallel dazu ein anspruchsvolles Vollzeitstudium zu absolvieren“, sagt FH-Absolvent, Tibor Zajki-Zechmeister, und freut sich besonders über den Staatspreis, der den Innovationsgeist des Unternehmens würdigt. „Das Patent schützt nun den Tremipen vor Kopien und ebenso den drei Jahre lang entwickelten Softwarealgorithmus zur Tremoranalyse“, führt Zajki-Zechmeister weiter aus und ist zuversichtlich, dass der Tremipen zu einem globalen Messstandard für Tremorerkrankungen werden wird.

Wir gratulieren herzlich und wünschen viel Erfolg!