Innovationslabor für zivile Drohnenforschung absolviert erste Testflüge im Grenzgebiet Steiermark und Niederösterreich

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Offizielle Vorstellung zur erstmaligen Aktivierung des AIRlabs Austria Luftraumbeschränkungsgebiets Steinalpl. Foto: Manfred Terler / AIRlabs Austria
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Partnermeldung von AIRlabs Austria GmbH: Im Spätsommer 2022 wurde das Luftraumbeschränkungsgebiet Steinalpl, das sich über rund 100 Quadratkilometer gebirgiges Gebiet erstreckt, per Verordnung durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) verlautbart. Durch den Abschluss aller Vorbereitungen für den operativen Betrieb, konnte das Testgebiet nun erstmalig erfolgreich beflogen werden.

 

AIRlabs Austria wurde 2020 gegründet und ist ein nicht-wirtschaftliches Innovationslabor zur Planung, Errichtung und zum Betrieb von zivilen Drohnentests in Österreich. Es wird für fünf Jahre zu 50 Prozent vom BMK im Rahmen des FFG-Programms TAKE OFF gefördert. Zugleich wird AIRlabs Austria von über 20 österreichweiten Partnern aus Industrie, Forschung und operativen Bedarfsträgern kofinanziert.

Gernot Paulus, Professor am Studiengang IT-Geoinformation & Umwelt und Drohnenexperte: „Für die FH Kärnten als wissenschaftlicher Gesellschafter von AIRlabs Austria bieten sich durch die Nutzung der einzigartigen AIRlabs-Infrastruktur spannende Möglichkeiten, um neue Szenarien von Drohnenanwendungen im Bereich des angewandten Umweltmonitorings gemeinsam mit Anwendungspartnern zu entwickeln.“

Testgebiet fördert Technologieentwicklung

„Drohnen sind bereits heute in vielen Bereichen, wie beispielsweise dem Katastrophenschutz, im Einsatz und werden künftig im Mobilitätsbereich eine noch wichtigere Rolle spielen. AIRlabs Austria entwickelt neue Technologien im Bereich autonomes Fliegen und leistet damit einen bedeutenden Beitrag, um die Position der Steiermark als Kompetenzregion für die ‚Mobilität der Zukunft‘ international weiter zu stärken. Davon profitieren auch die heimischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen“, so Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Regionen, Wissenschaft und Forschung.

„Reallabore werden für den Innovationsstandort Österreich immer wichtiger. Dabei geht es nicht nur um innovative Technologien und deren sicheres Testen in realer Umgebung, sondern auch um Kooperation und ein voneinander und miteinander Lernen, zum Beispiel im Bereich innovativer Legistik. Schon jetzt zeigt sich, dass wirksame Lösungen vor allem durch die Zusammenarbeit von Forschung, Industrie, Behörden und Gesellschaft entstehen“, betont Henriette Spyra, Sektionschefin im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK).

Testgebiet in Abstimmung mit Stakeholder:innen

Die Inbetriebnahme des Testgebiets geht auf eine mehrjährige Vorbereitungsarbeit durch AIRlabs Austria sowie einen Pionierprozess in der Umsetzung mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), Behörden sowie Stakeholder:innen zurück. So wurden Abstimmungsprozesse mit einzelnen Organisationen durchgeführt und Nutzungs- und Bewirtschaftungsvereinbarungen getroffen: Mit dem österreichischen Aeroclub wurde ein „Fair Use Agreement“ unterfertigt, das eine beidseitig zufriedenstellende Nutzung des Luftraums unter Wahrung der unterschiedlichen Interessenslagen vorsieht. Mit Grundbesitzer:innen, auf deren Liegenschaften Start- und Landeareale für Drohnen vorgesehen sind, wurden Nutzungsvereinbarungen erarbeitet.

Zur vollständigen OTS Aussendung "AIRlabs Austria aktiviert erstmalig Drohnentestgebiet Steinalpl"