Eine lebendige Auseinandersetzung mit Mathematik

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Mario Kapl, habilitierter Mathematiker, lehrt und forscht im Studienbereich Engineering & IT
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Engineering & IT

Mathematiker, Mario Kapl, lehrt und forscht an der FH Kärnten

 

Villach, 25.11.2020 – Seit dem Wintersemester 2020/21 verstärkt der habilitierte Mathematiker, Mario Kapl, den Studienbereich Engineering & IT an der FH Kärnten. Seine Lernformel: Mathematik lebendig und praxisnah und nicht als „trockene“ Wissenschaft zu lehren.

Der in Linz geborene und in Zwettl an der Rodl (OÖ) aufgewachsene Mario Kapl, lehrt und forscht seit Beginn des Wintersemesters in seinem Fachgebiet „Technische Mathematik“ an der FH Kärnten im Studienbereich Engineering & IT. Bereits in jungen Jahren faszinierte es ihn an mathematischen Problemstellungen zu tüfteln und diese zu lösen. Diese Leidenschaft führte ihn nach der Matura am BORG Linz für Leistungssport auch an die JKU - Johannes Kepler Universität in Linz. Von 2000 bis 2005 absolvierte er das Diplomstudium der Technischen Mathematik im Studienzweig Computermathematik, anschließend folgte das Doktoratsstudium an der JKU im Studienfach Technische Mathematik mit Abschluss im Jahr 2008.  

Höchste akademische Prüfung für kompetente Forschung und Lehre
Nach Stationen als Forschungs- und Universitätsassistent in Linz an der JKU sowie am RICAM war Mario Kapl auch von 2016-2017 als Postdoc am Institut für Mathematik der Universität Pavia (Italien) tätig, bevor er 2020 habilitierte. „Verstehen wie etwas in der Mathematik genau funktioniert, aber vor allem Neues im Bereich der Mathematik zu erforschen und zu entwickeln, haben mich dazu angetrieben, meine Habilitation dieses Jahr abzuschließen“, erklärt der leidenschaftliche Mathematiker, der eine Professur für Technische Mathematik an der FH Kärnten innehat und die Möglichkeit, Lehre und Forschung in einem bereichernden Umfeld auszuüben, sehr schätzt.

In seiner Habilitation beschäftigte sich der Mathematiker mit der Entwicklung von neuen Funktionen, Techniken und Methoden zur numerischen Simulation von physikalischen Problemen, die z.B. auch in industriellen Problemen auftreten können. Er setzte er sich dabei mit einer neuartigen und innovativen Simulationstechnik, der sogenannten Isogeometrischen Analyse, auseinander, die eine viel schnellere und effizientere Lösung von industriellen Problemen im Vergleich zu klassischen Simulationstechniken erlaubt.

In seinem derzeitigen FWF-Projekt "Isogeometrische Analyse mit C1 glatten Funktionen" entwickelt er zusammen mit Forschungspartnern isogeometrische Methoden zur numerischen Analyse von komplexen, sogenannten Schalen, die in der Konstruktion und Formoptimierung von Bauteilen sehr hilfreich sein können.  In den Ingenieurdisziplinen ist die Konstruktion mittels Schalen ein wichtiges Konzept, das z.B. in der Leichtbauindustrie wie im Luftfahrt-, Fahrzeugbau zum Einsatz kommt. „Es macht mir Spaß, praxisnahe Forschung sowie deren Anwendung zu verknüpfen, insbesondere im Bereich der numerischen Mathematik sowie der geometrischen Modellierung, erklärt der Professor, der als Ansprechpartner für mathematische Fragestellungen auch die Weiterführung und Schaffung neuer nationaler und internationaler Kooperationen forciert.

Dass Mathematik klar und beweisbar ist und kein eigenes Mathe-Gen benötigt wird, möchte der Mathematik-Professor auch seinen Studierenden vermitteln. „Es geht darum, den Studierenden die notwendigen Kenntnisse und Werkzeuge, die für ein technisches Studium unerlässlich sind, lebendig zu vermitteln und ihnen, wenn Ängste vorhanden sind, diese zu nehmen“, betont Mario Kapl.  

Abseits von Forschung und Lehre im Fachgebiet Mathematik ist Mario Kapl begeisterter Skilangläufer, aber auch laufen, wandern und das Mountainbiken zählen zu seinen Hobbies.

Kontakt:
FH Kärnten
Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Mario Kapl
Professur für Technische Mathematik
+43 5 90500 2137
m.kaplfh-kaerntenat