Heuer wurde zum wiederholten Mal Arbeiten von Studierenden des Studienbereiches Wirtschaft & Management der FH Kärnten prämiert. Wolf Imrich und Gabriele Kleinsasser dürfen sich in diesem Jahr stolze Preisträger*in des Digitalisierungspreises des Landes Kärnten nennen.
Wolf Imrich schloss kürzlich das Bachelorstudium Business Management ab und setzt seine akademische Ausbildung aktuell im ersten Semester des Masterprogrammes Business Development & Management fort.
Die Prämierung erhielt Imrich für seine Bachelorarbeit zum Thema: „ BI-gestütztes Controlling am Beispiel der familiengeführten Hotellerie“. In seiner Arbeit entwickelte und setzte er ein vollautomatisiertes und standardisiertes Business-Intelligence (BI)-gestütztes Konzept für die familiengeführte Hotellerie um. Er berücksichtigte dabei besonders die state of the art Reporting Standards nach den IBCS Richtlinien und zeigte, inwiefern diese Lösung einen Mehrwert für das Top-Management bzw. die Geschäftsführung bieten und gleichzeitig als Basis für einen weiteren Roll-Out auf funktionaler Ebene dienen kann. Die Implementierung eines solchen Controllings kann signifikante positive Auswirkungen auf die Leistung von Familienunternehmen haben und spielt auch hinsichtlich der generationsübergreifenden Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und des veränderten Rollenverständnisses im Bereich des Controllings gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit von familiengeführten Unternehmen in Kärnten und darüber hinaus.
Gabriele Kleinsasser ist mit Herz und Seele Volkschullehrerin und absolvierte an der School of Management das Bachelorstudium Digital Business Management. Kürzlich beendete sie darüber hinaus das Masterstudium Digital Transformation Management. Sie wurde in der Vergangenheit bereits für Ihre Bachelorarbeit prämiert und konnte nun auch mit ihrer Masterarbeit zum Thema „Digitale Transformation an Kärntner Volksschulen - Situationsanalyse und Handlungsempfehlung zur Implementierung" punkten.
Die digitale Transformation an Kärntner Volksschulen hat während der Corona-Pandemie große Fortschritte erzielt. Die erzwungene Notwendigkeit, rasch neue digitale Methoden sowohl in der Verwaltung als auch im Unterricht einzusetzen, führte zu vielen Neuerungen. Kleinsasser zeigt in ihrer Masterarbeit, dass die digitale Transformation an den Kärntner Volksschulen nach der Corona-Pandemie abgeebbt ist und durch zielgerichtetes Change Management wieder ermöglicht werden muss, um für Innovationen wie zum Beispiel ChatGPT im Bildungssystem gerüstet zu sein.
Die durchgeführte Situationsanalyse der digitalen Transformation in der Volksschule stellt dar, dass verschiedene Faktoren auf die Volksschule einwirken, welche für die digitale Transformation entscheidend sind. Neben schulorganisatorischen und wirtschaftlichen Faktoren ist der neue Lehrplan der Volksschule für die Digitalisierung ebenfalls von großer Relevanz. Ebenso werden bestehende Initiativen und Projekte der Digitalisierung, zum Beispiel der von der österreichischen Bundesregierung ins Leben gerufene „8-Punkte-Plan“ sowie das Netzwerk eEducation Austria betrachtet, da diese von großer Wichtigkeit für die Anwendungen der Transformationskurven sind. Die durchgeführten empirischen Untersuchungen unter allen Kärntner Volksschullehrkräften liefern weitere wichtige Erkenntnisse zum aktuellen Status der Digitalisierung, insbesondere zur Selbsteinschätzung der digitalen Kompetenzen der Lehrkräfte und der infrastrukturellen Ausstat-tungen der Kärntner Volksschulen. Im leitfadengestützten Interview mit der Kärntner Bildungsdi-rektorin Mag.a Isabella Penz wurden Aspekte wie die Steuerung des digitalen Transformationspro-zesses an Kärntner Volksschulen sowie Zukunftsthemen („Volksschule 2027/28“) erhoben.
In der abschließenden Handlungsempfehlung werden die theoretischen Modelle, die Ergebnisse der Situationsanalyse und der empirischen Untersuchungen zusammengefasst und eine Vorgehensweise abgeleitet. Durch den Einsatz eines Digitalisierungsbeauftragten sowie dem Ausbau der Qualitätssicherung kann die Digitalisierung an Kärntner Volksschulen wieder zielgerichtet eingesetzt, schnell fortgesetzt und nachhaltig angewendet werden.
Kürzlich fand die Verleihung des Stipendiums im Amt der Kärntner Landesregierung statt. In Begleitung der Betreuer ihrer Arbeiten, Dipl.- Ing. Martin Stromberger (Studienzweigleiter Digital Business Management, Studiengangleiter Digital Transformation Management) und FH-Prof. Mag. Dr. Alexander Sitter (Studienzweigleiter Business Management), erhielten die beiden Studierenden das begehrte, mit EUR 500,- bzw. 800,- dotierte Stipendium.
Der Studienbereich gratuliert den beiden Preisträger*innen herzlich!


