Dein letzter Fehler ist dein bester Lehrer - Simulation in der Pflegeausbildung

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Gesundheit & Soziales
Gesundheits- und Krankenpflege

„Dein letzter Fehler ist dein bester Lehrer“ (Ralph Nader) und das beschreibt auch die „goldenen Regeln“ nach Rall (2017) im simulationsbasierten Training, die besagen, dass ein Training ohne Fehler kein Training ist.

Lehrende nehmen vermehrt die Rolle des Lernbegleiters ein, mit dem Wissen, dass Wissen nicht übertragen werden kann. Ausgehend von diesem Rollenverständnis, wurde das Interessen von Kathrin Radl und Isabella Wilhelmer, beide Hochschullehrende am Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege, an der Simulation als Lehr- und Lernmethode geweckt. Das simulationsbasierte Lernen ist eine Methode, die das selbstgesteuerte Lernen, welches in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund rückt, unterstützt.

Im Juli 2018 wurden die ersten Simulationstrainings mit den ersten Studierenden am Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege erfolgreich umgesetzt. Die anfangs etwas skeptischen Student*innen konnten schnell für die Simulation und deren Bedeutung für den eigenen Lernfortschritt begeistert werden. „Simulation bedeutet für mich aus Fehlern lernen, … alltägliche Situationen in einem Rahmen üben zu können wo Fehler erlaubt sind…“. Bestärkt durch das positive Feedback wurde die Simulation am Studiengang als Optimierungsprojekt für die Lehr- und Lernprojektförderung eingereicht. Durch die Zuerkennung der Lehr- und Lernprojektförderung und die dadurch zur Verfügung gestellten Ressourcen, wurde die simulationsbasierte Lehre in den Bachelorstudiengang der Gesundheits- und Krankenpflege integriert. In jedem Semester wird, abgestimmt auf die theoretischen Lerninhalte, Simulationstraining angeboten. Ziel dabei ist, den Lernenden die Möglichkeit zu bieten in einer risikofreien Lernumgebung berufsspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen und zu testen, um später in der Praxis pflegerische Entscheidungen treffen zu können, das pflegerische Handeln zu verbessern und die Sicherheit von Patientinnen und Patienten zu fördern. Durch die arrangierte Situation kann man den Studierenden Raum und Zeit geben, selbstständig die Lösung des Problems zu erkennen und umzusetzen – diese Möglichkeit ist in der Praxis häufig nicht gegeben.

Lesen Sie hier, wie man sich den Ablauf eines Simulationstrainings am Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege vorstellen kann.

Kontakt
Isabella Wilhelmer BA, M.Ed
Hochschullehre/ Pflegepädagogin / DGKP
Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege

Fachhochschule Kärnten
gemeinnützige Privatstiftung
St. Veiter Strasse 47
9020 Klagenfurt

+43 5 90500 3408
i.wilhelmerfh-kaerntenat