Wahlmodul I - Empirische Forschung: Methodologie und Forschungsdesign (UE)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

Mag. (FH) Dr.in phil.

 Gabriele Hagendorfer-Jauk

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Mag. phil. Dr. phil.

 Gerald Poscheschnik

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LV-NummerM3.0607.10.060
LV-KürzelMeFode
Studienplan2017
Studiengangssemester 1. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits3,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden können Forschungsdesigns für die Soziale Arbeit entwickeln und wissen, welche Möglichkeiten es gibt, relevante Informationen zu validieren.
Sie kennen das methodische Vorgehen zentraler klassischer und aktueller empirischer Studien, die in der Sozialen Arbeit diskutiert werden. Zu deren methodischen Vorgehensweisen wird ein spezialisiertes Verständnis entwickelt. Grundlegende Fragen zu Relevanz, Deutungsmacht, Erkenntnis- und Verwertungsinteresse können sicher beantwortet werden. Diversen Designs können entsprechenden Fragestellungen zugeordnet werden, Aufwand und Nutzen abgeschätzt, explorative, nomologische, hermeneutische, deskriptive und transformatorische Forschungsansätze (Citizen Science) differenziert beurteilt und auf das Konzept der Community Studies angewandt werden. Eigne Sekundärdatenanalysen, Feldrecherchen, Datensammlungen und Anlagen für Master- und Projektarbeiten können realitätsnah konzipiert werden. Zudem kennen die Studierenden verfeinerte Suchstrategien für Datenquellen und Erste-Hand-Informationen.

siehe Modulbeschreibung

Die Fragen nach der Relevanz und dem Verwertungsinteresse von Studien wird jeweils beispielhaft an aktuellen Texten vermittelt. Dazu wird anhand der aktuellen Fachliteratur - und jenseits der leidigen "Quali-Quanti-Differenz" - die Spannbreite der Designbasis zwischen amtlicher Statistik; Auftragsforschung und investigativen Studien aufgezeigt und mit neueren partizipativen Designs wie: community based participatory action research (CBPR); community-based research (CBR) und participatory rural appraisal (PRA) verglichen und diskutiert. Für die praktische Arbeit wird vor diesem Hintergrund geübt, zu den "entscheidenden" Fragen vorzudringen und dazu nach den "richtigen" Daten für Projektarbeit und Evaluation zu suchen bzw. dafür angemessene Analysewege zu finden, die nomologischer, hermeneutischer und reflexiver Art sein können. Zum Ende des Semesters müssen eigene Studiendesigns im Plenum verteidigt werden. Dazu muss mindestens ein Artikel (aus einschlägigen Journals) als Grundlage genutzt und die forschungsethischen Bedingungen expliziert werden.

Basic texts and example studies have to be up to date and therefore are provided at the beginning of the course.

Further and exemplary literature:
Fricke, Werner (2012). Beitrag der Aktionsforschung zur Demokratisierung der Arbeit. In: Fricke, Werner & Wagner, Hilde (Hrsg.), Demokratisierung der Arbeit. Hamburg: VSA, 39-52.
Minkler, Merediht & Wallerstein, Nina (Hrsg.) (2009). Community-Based Participatory Research for Health. From Process to Outcomes (2nd edition). San Francisco: Jossey Bass Wiley.
Mukherjee, Amitava (Hrsg.) (2004). Participatory Rural Appraisal. Methods and Applications in rural planning (2nd edition). Studies in rural participation-5. New Delhi: Concept.
Stoecker, Randy (2012). Research Methods for Community Change Project-Based Approach (2nd edition). Los Angeleses et al.: Sage.

Eigenständige und gemeinsame Übung, Literaturarbeit

Protokolle, Studiendesign