Im Mittelpunkt der BioBox stehen leicht umsetzbare Maßnahmen, die Privatpersonen, Gemeinden, Unternehmen und weitere Interessierte motivieren sollen, Lebensräume für bestäubende Insekten, Vögel und Fledermäuse aktiv zu gestalten und zu optimieren. Die Toolbox bietet praxisnahe Bausteine wie Gestaltungsideen für Grünflächen, Tipps für Hecken, Nisthilfen oder Blühwiesen, kostengünstige Anregungen zur Förderung der Artenvielfalt sowie niederschwellige Monitoring-Methoden, um Veränderungen in der Biodiversität zu beobachten.
„Unser Ansatz ist bewusst niedrigschwellig und praxisorientiert. Wir wollen, dass jeder, vom Schüler bis zum Gemeindevertreter, die Maßnahmen direkt umsetzen kann“, erklärt die Projektleitung Dr. Tina Paril. Um das Wissen in die Breite zu tragen, werden Workshops für unterschiedliche Zielgruppen angeboten, in denen die Inhalte der BioBox vermittelt und erlebbar gemacht werden.
Die Umsetzbarkeit der Maßnahmen wird an Pilotstandorten in Österreich und Italien getestet, begleitet von wissenschaftlichen Beobachtungen zur Wirksamkeit. So verbindet das Projekt wissenschaftliche Expertise mit konkreten Handlungsmöglichkeiten und stärkt Bewusstsein, Wissen und Engagement für Biodiversität in der Region.
BioBox wird im Rahmen des „Interreg V-A Italien–Österreich“ Programms vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert und läuft von Januar 2025 bis März 2027. Die FH Kärnten koordiniert das Projekt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Mit BioBox wird gezeigt, wie Natur- und Lebensraumgestaltung im Alltag praktisch, nachhaltig und wirksam umgesetzt werden kann – ein echtes Vorzeigeprojekt für grenzüberschreitende Biodiversität.

