WiDS Villach 2026: Wo Data Science und KI Verantwortung übernehmen

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Zum siebten Mal wurde der Campus der FH Kärnten zum Treffpunkt für alle, die Data Science und KI als gesellschaftliche Aufgabe begreifen.

Die Women in Data Science Konferenz vereinte Forschung, Praxis, Bildung und Nachwuchs und zeigte, wie technische Exzellenz und Verantwortung zusammenwirken. Im Fokus stand, Frauen sichtbar zu machen und zu ermutigen, Führung zu übernehmen. Die GiDS-Initiative führt Mädchen früh an Daten- und KI-Themen heran und begleitet sie auf ihrem Weg.

Mit 262 Teilnehmenden aus 33 Nationen, davon 55 online, war das Publikum so vielfältig wie das Programm. Als Ehrengäste wurden Peter Granig, Rektor der FH Kärnten, und Daniela Stein, Vorstandsvorsitzende des Business Frauen Center, begrüßt.

Das Programm verband drei Ebenen: die frühe Begeisterung für Talente, die Umsetzung in der Praxis und die Reflexion über Vertrauen, Fairness und Wirkung. Dieser Dreiklang prägt WiDS Villach und wurde 2026 besonders deutlich.

Die erste Session zeigte mit Empowering Young Talents die Vielfalt möglicher Zugänge. LiveSaferOverview erkannte Einsatzfahrzeuge in Autobahntunneln in Echtzeit und demonstrierte, wie aus einer konkreten Herausforderung eine robuste Lösung entsteht. Beiträge zu GIS und Spatial Data Science stärkten den Bildungsbezug, TurtleStitch verband Code und Design zu einem inklusiven Lernansatz. Schulklassen aus St. Martin, Lienz, dem Peraugymnasium und der CHS Villach präsentierten Projekte aus GiDS und machten Datenwissenschaft greifbar.

Der zweite Teil stellte unter Trusted Data, Trusted Science & Our Social Responsibility die Frage nach verantwortungsvoller KI. AI for Good und die Initiative AI Wonder Girls betonten die Bedeutung vielfältiger Teams. Beyond the Model erinnerte daran, dass Datenintegration, Qualitätssicherung, Pipeline-Architektur und Betrieb oft den größten Aufwand ausmachen. Eine Auseinandersetzung mit Bias verdeutlichte die Verflechtung von Technik und Gesellschaft. Die Paneldiskussion hob nachvollziehbare Entscheidungen, transparente Datenpraxis und geteilte Verantwortung als Grundlage für Vertrauen hervor.

Session drei, Engineering the Future, zeigte die Breite von Data Science in Forschung und Hightech. Beispiele reichten vom atomaren Chipdesign über automatisierte Arrhythmie-Erkennung bis zu Catalophore und digitalen Fingerprints für die Wirkstoffentwicklung. Aus Data-Engineering-Sicht blieben zentrale Grundlagen klar: Domain Ownership, ein tragfähiges Datenmodell, solide SQL-Kompetenz und eine robuste Warehouse-Architektur.

Fazit: WiDS Villach 2026 macht deutlich, dass Fortschritt mehr ist als technologische Beschleunigung. Zählend ist das Zusammenspiel aus Nachwuchsförderung, technischer Tiefe und verantwortungsvoller Umsetzung. So entsteht Raum für Lösungen, kritische Reflexion und neue Kooperationen und ein starkes Signal für eine inklusive, wissenschaftlich fundierte, gesellschaftlich wirksame Datenzukunft.