Ideenwettbewerb der FH Kärnten kürte kreative Beiträge zum Thema „Lichträume“

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Das Siegerprojekt KOMOREBI von Larissa Dobler & Anja Holzer der HTL-Mödling vereinigt Architektur, Raum, Bionik und Licht und verleitet außerdem zum Staunen. Foto©: Sepiafilm/FH Kärnten
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Das Siegerteam: Larissa Dobler & Anja Holzer der HTL-Mödling. Foto©: Sepiafilm/FH Kärnten
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Über den 2. Platz freute sich Johanna Sommersguter (HTL Mödling). Ihr Projekt „Glass Maze“ besticht durch die minimalistische Raumbildung in rasterförmiger Organisation. Foto©: Sepiafilm/FH Kärnten
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Das Projekt SINNESWANDERUNG von Samuel Grasser (Bachelorstudiengang Architektur FH Kärnten) wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Foto©: Sepiafilm/FH Kärnten
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Civil Engineering & Architecture

Entwürfe von Schüler*innen der HTL Mödling, der HTL Linz und eines Bachelor-Studenten der FH Kärnten überzeugten die Jury

Unter dem Projekttitel „lichtRAUM22“ schrieb der Studienbereich Bauingenieurwesen & Architektur der FH Kärnten bereits zum elften Mal einen österreichweiten Ideenwettbewerb aus. Die Teilnehmer*innen sollten in ihren Entwürfen das „Zusammenspiel“ von Raum, Licht und Material erlebbar machen. Die besten 20 Projekte wurden in der Aula des Campus Spittal einer hochkarätigen Jury präsentiert.

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs „lichtRAUM22“, ausgeschrieben vom Studienbereich Bauingenieurwesen & Architektur der FH Kärnten,  wurden Beiträge aus dem Grenzbereich zwischen bildender Kunst und/oder Architektur gesucht: ein begehbarer Raum oder eine räumliche Installation, in der das „Zusammenspiel“ von Raum | Licht | Material erlebbar gemacht wird.

Das Objekt sollte aus handelsüblichen, natürlichen Materialien, wie Holz, Papier, Textil, Glas, Stahl, etc. gebaut werden und entweder natürlich belichtet oder künstlich beleuchtet werden. Die dadurch entstehende Atmosphäre sollte im Modell und in den Plänen dargestellt und beschrieben werden.

Teilnahmeberechtigt waren Schüler*innen der Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) und Bachelor-Studierende in den Bereichen Architektur, Hochbau, Tiefbau sowie Möbel- und Innenausbau, Holztechnik, Innenarchitektur und Industriedesign.

Eingereicht wurden insgesamt 82 Projekte, die Präsentationen der besten 20 fand am 12. Mai 2022 statt. Nachdem die Veranstaltung in den vergangenen zwei Jahren online abgehalten werden musste, konnten die Projekt-Teams ihre Arbeiten nun wieder in angemessenem Rahmen in der Aula des Campus Spittal der FH Kärnten präsentieren.

Den Rahmen der Veranstaltung bildete neben der professionellen Präsentation der Projekte auch der lebhafte Austausch und spannende Diskussionen zwischen Projektteilnehmer*innen, Lehrenden und Studierenden der FH Kärnten. Abschließend organisierten die Studierenden eine Feier im „Spittl Keller“.

Jury war von hoher Qualität der Einreichungen beeindruckt

Die Beurteilungskriterien für die Jury waren neben der atmosphärischen Qualität und der gestalteten Komposition von Licht und Raum, die Klarheit und Einfachheit der Materialanwendung. Die ökologische Verantwortung hinsichtlich des Materialaufwands floss ebenso in die Bewertung ein, wie die Wiederverwertbarkeit oder Entsorgung der verwendeten Materialien. „Wir waren sehr angetan von der Qualität der eingereichten Projekte - nicht nur von denen, die es bis hierhergeschafft haben, sondern auch von denen, die aus unterschiedlichen Gründen leider schon bei der Vorauswahl ausgeschieden sind“, so Jury-Mitglied Christine Aldrian-Schneebacher, Leiterin des ARCHITEKTUR_SPIEL_RAUM_ KÄRNTEN.

„Eine Aufgabe, die sich nicht einer konkreten Bauaufgabe wie einer Bushaltestelle oder einem Marktstand widmet, triggert eine Vielzahl an kreativen Auseinandersetzungen, die sich dennoch unter dem gemeinsamen Thema lichtRAUM wiederfinden. Auf sehr unterschiedliche Weise – teils auch als dramaturgische Darbietungen – wurden Projekte präsentiert, „ die sehr „woke“ sind und sich mit gesellschaftlichen, umwelt- und sozialkritischen Themen auseinandersetzten und sich mit Licht und Schatten beschäftigte. Zudem gab es Entwürfe, die begeh- und erlebbare Räume und räumliche Installationen sowie bestehende Räume aufwerten“, erklärt sie zusammenfassend. Es galt die unterschiedlichen Qualitäten und Herangehensweisen zu beurteilen und so wurden drei Hauptpreise, davon zwei Projekte ex aequo auf dem zweiten Platz, ein Sonderpreis und zwei lobende Erwähnungen vergeben.

Die Gewinner im Überblick

1. Preis: KOMOREBI
Projektteam: Larissa Dobler, Anja Holzer (HTL-Mödling)
Betreuung: Heike Lukabauer
Preisgeld 600€

Das Projekt besticht durch seine Einfachheit, ohne ins Banale abzudriften.
Es vereinigt Architektur, Raum, Bionik und Licht und verleitet außerdem zum Staunen.
Das Projekt hat viele Erscheinungsformen: Tagsüber ist es ein Schattenspiel, abends ist es ein Lichtspiel. Eine gelungene atmosphärische Auseinandersetzung mit Ort, Raum und Licht.

2. Preis: LEICHTHOF
Projektteam: Tanja Hebesberger, Magdalena Eicher (HTL Linz)
Betreuung: Robert Kurzmann
Preisgeld 450,00 €

Der Leichthof ist ein sozial nachhaltiges, gesellschaftlich relevantes Projekt. Positiv ist zu erwähnen, dass es sich mit Baubestand auseinandersetzt. Die farbigen Spiegelungen erzeugen eine poetische Atmosphäre der Leichtigkeit und haben eine nahezu therapeutische Wirkung.

Sowie:

GLASS MAZE
Projektteam: Johanna Sommersguter (HTL Mödling)
Betreuung: Matthias Kargl
Preisgeld 450€

Glass Maze besticht durch die minimalistische Raumbildung in rasterförmiger Organisation.

Durch die Materialwahl entstehen komplexe Raumsituationen - abhängig von Licht, Tageszeit und Positionswechsel der Betrachter. Es entsteht ein selbsterklärender, interaktiver Erlebnisraum.

3. Preis: SINNESWANDERUNG
Eingereicht von Samuel Grasser (Bachelorstudiengang Architektur FH Kärnten)
Das Projekt spricht alle Sinne an. Die analytische Herangehensweise untersucht unterschiedliche Materialoberflächen im Dialog mit Licht und Reflexionen und setzt diese gestalterisch ein.
Preisgeld 300€

Sonderpreis: ENDSTATION
Projektteam: Thomas Kalt, Julia Moraus (HTL Villach)
Betreuung: Gerd Wochein
Das Projekt reflektiert die Sicht auf das eigene Leben und dessen Endlichkeit. Raum und Licht werden zum Werkzeug einer Inszenierung und eröffnen somit eine neue Kategorie Raum zu denken. Dies wurde auch in der Präsentation des Projektes konsequent durchgeführt.
Preisgeld 200€

Lobende Erwähnungen:

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Projektteam: Kathrin Kolinsky, Johanna Arnold, Lisa Rogl (HTL Villach)
Betreuung: Gerd Wochein
Der archaische Gestaltungsausdruck des täglich wiederkehrenden Spiels von Licht und Schatten sind ein vielversprechender Gestaltungsansatz. Es entsteht ein Raum aus Zeit.
Anerkennungspreis: Baukulturspiel

Platons Diorama
Nathalie Enzi, Lukas Strauß, Francisco Javier Neri (HTL Villach)
Betreuung: Gerd Wochein
Das Projekt verspricht interessante Raumerfahrungen. Das Wechselspiel von Licht und Schatten ohne technische Hilfsmittel ist preiswürdig.
Anerkennungspreis: Baukulturspiel

Sponsoren

Herzlichen Dank an die Sponsoren pro:Holz, Strabag, Sigha, Aon, Rowa – Moser und auch an die bei der Veranstaltung anwesenden Sponsorenvertreter:
Herr Londer ROWA MOSER
Herr Kucher AON
Herr Kowatsch STRABAG
Herr Michael Schack proHOLZ

Fachjury „lichtRAUM22“:

Christine Aldrian-Schneebacher | Leiterin des ARCHITEKTUR_SPIEL_RAUM_KÄRNTEN | Architektin und Pädagogin
Hanno Kautz | Lichtkünstler
Wolfgang Grillitsch | Studiengangsleiter Architektur – FH Kärnten
Philip Wehbe | Mitarbeiter Bauingenieurwesen – FH Kärnten

Kontakt:

Arch. DI Sonja Hohengasser & DI Florian Anzenberger
FH Kärnten, Studienbereich Bauingenieurwesen & Architektur
lichtraum22[at]fh-kaernten[dot]at
www.fh-kaernten.at/lichtraum22