Pflege von Menschen mit spezifischen Einschränkungen in unterschiedlichen Lebensphasen 2 (ILV)

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Course numberB3.08180.30.010
Course codeSpezEin2
Curriculum2019
Semester of degree program Semester 3
Mode of delivery Presencecourse
SPPW3,0
ECTS credits3,5
Language of instruction German

Die Studierenden können Strategien der Psychohygiene für Betroffene, Angehörige und Pflegepersonen darlegen. Sie können auf die veränderte Lebenssituation durch Einschränkungen u.a. in den Lebensbereichen Hydration und der Sicherheit, Bewegung, Perzeption und Kognition und der Sexualität aus individueller, d.h. aus einer an den Bedürfnissen bzw. dem Erleben Betroffener orientierter und soziokultureller Perspektive reflektieren und diese fachwissenschaftlich diskutieren (Definition, Ursachen, Phänomene, gefährdeter Personenkreis). Sie können spezielle Zielgruppen in Pflege (chronisch Kranke, alte Menschen, Wöchnerinnen, Säuglinge, Kinder und Familien) und die pflegerischen Schwerpunkte benennen. Sie besitzen entsprechendes Methoden- und Begründungswissen über Ziele, Förderung der Compliance, Wirkungsweisen, Durchführungsmodalitäten, Gefahren und Komplikationen von medizinischer Diagnostik und Therapie bei der Ausübung diagnostisch oder therapeutisch relevanter Interventionen und Pflegetechniken bei Menschen aller Altersstufen (primär-, sekundär- und tertiärpräventives Pflegehandeln, Akutinterventionen). Die Studierenden können bei Menschen aller Altersstufen den Bedarf nach psychosozialer Betreuung erkennen, können im Rahmen des Pflegeprozesses diesen selbst entsprechen oder erkennen, ob die Beiziehung anderer Gesundheits- und Sozialberufe (interdisziplinäre Zusammenarbeit) erforderlich ist. Sie sind folglich in der Lage anhand exemplarischer Fallbeispiele komplexe und problemhafte Pflegesituationen als solche zu erkennen und diese berufsspezifisch zu diskutieren.

Einführung in die Dimensionen und Methodik pflegerischen Handelns

Strategien der Psychohygiene für Betroffene, Angehörige und Pflegepersonen. Definitionen, Ursachen, Phänomene, gefährdeter Personenkreis und subjektives Erleben von PatientInnen/ KlientInnen mit Einschränkungen in den Lebensbereichen , Hydratation und der Sicherheit; Bewegung, Perzeption und Kognition und der Sexualität; Fallverstehen, Begleitung von Betroffenen bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, primär-, sekundär- und tertiärpräventives Pflegehandeln, Akutinterventionen und interdisziplinäre Zusammenarbeit, Psychohygiene für Betroffene, Angehörige und Pflegepersonen. Exemplarische Fallsituationen und Pflegeprozess.

Georg Thieme Verlag (Hrsg.) (2015): Pflege, I care.
Goerke K., Junginger Ch. (2014): Pflege konkret, Gynäkologie, Geburtshilfe.
Kirschnick O. (2016): Pflegetechniken von A bis Z, 5. Aktualisierte Auflage.
Menche N. (Hrsg.) (2014): Pflege heute, Lehrbuch für Pflegeberufe, 6. Auflage.
Schewior-Popp S., Sitzmann F., Ullrich L. (Hrsg.) (2012): Thiemes Pflege, Das Lehrbuch für Pflegende in Ausbildung.
Von zur Mühlen M., Keller Chr. (2013): Pflege konkret, Chirurgie, Urologie, Orthopädie.

Impulsreferate, Diskussion von Beispielen aus der konkreten Praxis, prozessorientierte Arbeit mit exemplarischen Fallsituationen

Mündliche und/oder schriftliche Abschlussprüfung