Forschungsprojekt des Monats: Berufsbildung neu gedacht - FH Kärnten leitet europäisches Leuchtturmprojekt VET5.0

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Die FH Kärnten übernimmt die Leitung des europäischen Projekts VET5.0 (Vocational Education and Training 5.0) und gestaltet gemeinsam mit 25 Partnerorganisationen aus neun Ländern die Zukunft der Berufsbildung in Europa. Ziel ist es, Bildung flexibler, zugänglicher und stärker an die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt anzupassen – insbesondere in ländlichen Regionen.

Das Projekt orientiert sich am Ansatz von Education 5.0 und verbindet technologische Innovation mit menschzentriertem Lernen. Im Fokus stehen flexible und modulare Bildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen – von Jugendlichen bis hin zu Fachkräften und Menschen mit geringen Bildungschancen. Vermittelt werden insbesondere Kompetenzen für die digitale und grüne Transformation.

Im Rahmen von VET5.0 entstehen sechs „Centres of Vocational Excellence“ in Europa sowie eine übergeordnete „Excellence Academy“ als internationales Netzwerk für Berufsbildung. Ergänzend werden digitale Plattformen entwickelt, die europaweiten Austausch und Zusammenarbeit ermöglichen.

„Mit VET5.0 schaffen wir ein europaweites Netzwerk, das Berufsbildung neu denkt – weg von isolierten Angeboten hin zu vernetzten Bildungsökosystemen“, erklärt Ingrid Krumphals.

Ein Schwerpunkt liegt auf innovativen Lernformaten in Bereichen wie Robotik, 3D-Druck und künstlicher Intelligenz. Die Angebote werden online und vor Ort umgesetzt und ermöglichen durch flexible Formate wie Micro-Credentials individuelle Bildungswege.

Das Projekt startete am 1. Mai 2026 und läuft über vier Jahre. Mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Millionen Euro – davon etwa vier Millionen Euro aus EU-Fördermitteln – zählt VET5.0 zu den ausgewählten europäischen Leitprojekten im Bereich der Berufsbildung.

Zu den österreichischen Partnern zählen unter anderem Philips Austria GmbH, bfi Kärnten, BABEG, 3s Unternehmensberatung GmbH und die HTL Wolfsberg.

Mit der Leitung von VET5.0 stärkt die FH Kärnten ihre Rolle als zentrale Akteurin in der europäischen Bildungslandschaft und setzt ein starkes Zeichen für innovative und nachhaltige Berufsbildung.

Rückfragen an:
FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Thomas Klinger
Leiter des Forschungszentrums myLab
+43 590500 2100
t.klinger[at]fh-kaernten[dot]at

 

ORF-Beitrag zum Nachhören: https://sound.orf.at/radio/ktn/sendung/56625/radio-karnten-zur-mittagszeit?j=5929892.29