Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe – Masterstudium
Praxisnah, evidenzbasiert und nachhaltig in die Versorgung integriert
Sie lernen, telemedizinische Anwendungen gezielt umzusetzen, zu evaluieren und nachhaltig in Ihre Arbeitsprozesse zu integrieren – von der Befundung über die Therapie bis hin zur Nachsorge im professionsspezifischen und interprofessionellen Setting.
Ihr Vorteil: Sie entwickeln die Kompetenz, telemedizinische Versorgung personenzentriert zu gestalten, kontinuierlich zu optimieren und messbar wirksam umzusetzen.
Telemedizin anwenden.
Arbeitsprozesse evaluieren und optimieren.
Versorgung personenzentriert und nachhaltig integrieren.
Im Masterstudium Angewandte Telemedizin lernen Sie, telemedizinische Lösungen – beispielsweise Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), Wearables, Videoportale, Kollaborations- und Verwaltungssoftware, digitale Informations- und Medienplattformen oder KI-gestützte Technologien – evidenzbasiert einzusetzen, zu evaluieren und nachhaltig in die Praxis zu integrieren. Sie entwickeln die Fähigkeit, Arbeitsprozesse im Gesundheitswesen gezielt digital zu gestalten – entweder in vollständig telemedizinischen Versorgungsformen oder in hybriden Settings aus Präsenz- und Distanzbetreuung. Dazu gehört insbesondere die Integration von Monitoring-, Begleit- und Follow-up-Prozessen sowie die kontinuierliche Anpassung und Optimierung von Behandlungsabläufen. Darüber hinaus gestalten Sie personenzentrierte Versorgungsformen beispielsweise in den Bereichen der Telediagnostik, Teletherapie, Telemonitoring, Telekonsultation oder Telelearning aktiv mit und binden telemedizinische Anwendungen in professionsspezifische sowie interprofessionelle Settings ein.
Der Master befähigt Gesundheitsdienstleister*innen, telemedizinische Anwendungen evidenzbasiert umzusetzen, in Arbeitsprozesse zu integrieren und Versorgung personenzentriert sowie nachhaltig zu optimieren.
- Sie spezialisieren und erweitern Ihr Kompetenzprofil gezielt im Bereich der Telemedizin
- Sie wenden Telemedizin nicht nur an, sondern setzen diese strukturiert, wirksam und praxisnah in Ihrem beruflichen Alltag um
- Sie treffen fundierte, evidenzbasierte Entscheidungen und stärken nachhaltig Ihre Handlungskompetenz
- Sie gestalten und optimieren Arbeitsprozesse aktiv im eigenen beruflichen Umfeld
- Sie positionieren sich als zukunftsfähige Fachkraft in einem sich zunehmend digitalisierenden Gesundheitswesen
- Sie reflektieren digitale Technologien kritisch und implementieren diese strategisch im telemedizinischen Kontext
- Sie analysieren telemedizinische Arbeitsprozesse systemisch, entwickeln nachhaltige Optimierungsstrategien und setzen diese praxisnah um
- Sie treffen fundierte, evidenzbasierte Entscheidungen und verantworten diese ethisch sowie strategisch
- Sie arbeiten interprofessionell zusammen und gestalten telemedizinische Prozesse im Versorgungskontext aktiv mit
- Sie evaluieren telemedizinische Versorgung wissenschaftlich fundiert und integrieren diese nachhaltig in bestehende Versorgungsstrukturen
Nach dem Abschluss sind Sie in der Lage:
- Ihre tägliche Praxis durch telemedizinische Leistungen evidenzbasiert zu erweitern und neue Dienstleistungen anzubieten
- Führungs oder Projektverantwortung zu übernehmen
- Innovationsprozesse in Gesundheitseinrichtungen zu begleiten und umzusetzen
- neue telemedizinische Dienstleistungsangebote und Produkte mitzuentwickeln oder in der Forschung tätig zu werden.
- Organisationen zu beraten sowie telemedizinisches Know-how zu vermitteln, zu schulen oder zu lehren
Besonderheiten des Studiums
- Fokus auf personenzentrierte Versorgung und nachhaltige Implementierung telemedizinischer Lösungen
- Schwerpunkt auf Anpassung, Integration und Optimierung bestehender Arbeitsprozesse im realen Versorgungskontext
- Interprofessionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit verschiedenen Gesundheitsberufen bereits im Studium
- Direkte Umsetzbarkeit im Berufsalltag durch die Entwicklung und Anwendung konkreter Lösungen im eigenen beruflichen Setting
- Teamteaching durch Gesundheits- und Technikexpert*innen aus Praxis und Forschung
- Kein Fokus auf die Entwicklung neuer Technologien, sondern auf deren wirksame Anwendung in der Versorgung
- Klare Entwicklungsperspektiven (z. B. Leitung, Projektverantwortung, Spezialisierung)
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In den Online-Infosessions stellt Ihnen die Programmleitung das Studium detailliert vor. Sie erhalten wertvolle Informationen zu Studieninhalt, Praktika, den Aufnahmevoraussetzungen und den vielfältigen Karrieremöglichkeiten.
Dr. Michael Alexander Suppanz, MSc. MAS
Studiengangsleitung Physiotherapie, Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe
+43 5 90500 3525
m.suppanz[at]fh-kaernten[dot]at
Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe – Infos
Ihre Ansprechpartnerinnen
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Master
120.00
€ 363.36 / semester
- Master of Science in Health Studies
4 semester
€ 26.20 / semester
German/English
- Klagenfurt
Für Studierende aus Drittstaaten (Nicht-EU/EWR-Länder)wird ab dem Wintersemester 2026 ein Studienbeitrag in der Höhe von € 500.- pro Semester eingehoben. Weitere Infos finden Sie hier.
Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe - Curriculum
Kurzbeschreibung der Module – Master „Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe“
Die Studierenden erwerben vertiefte Kenntnisse über die Begrifflichkeiten der Telemedizin und eHealth sowie deren Kontext im österreichischen Gesundheitssystem. Sie lernen gesundheitspolitische Hintergründe und wichtige Elemente der eHealth-Landschaft und -Infrastruktur (wie beispielsweise ELGA und Telemonitoring-Programme) kennen. Sie wenden gängige Softwareprogramme als Grundvoraussetzung für die spätere Durchführung angewandter telemedizinischer Maßnahmen vertiefend an, analysieren und testen die eigenen digitalen Kompetenzen und Gesundheitskompetenzen sowie jene der zu betreuenden Personen. Nach Prüfung der technischen Voraussetzungen wählen sie geeignete telemedizinische Hilfsmittel aus. Zusammenfassend analysieren und bewerten die Studierenden komplexe Informationen, um eine adressat*innengerechte telemedizinische Betreuung zusammenstellen zu können.
Die Studierenden können sich selbstständig einen Überblick über aktuelle digitale Gesundheitsanwendungen und -dienstleistungen verschaffen. Sie können Qualitätskriterien von assistiven Technologien und eHealth-Technologien benennen, analysieren und den Anwendungsmöglichkeiten von Telemonitoring, Teletherapie, Telekonzil und Telekonferenz zuordnen. Zudem wenden sie den Prozess von der Problemdefinition über die Recherche bis hin zur Auswahl und Meinungsbildung über Technologien selbstständig an. Unterschiede in verschiedenen Produktkategorien können benannt (Lifestyle- vs. Medizinprodukt) und deren Einsatz in Hinsicht auf innovative Lösungsansätze im interprofessionellen Setting konzipiert werden.
Die Studierenden sind in der Lage, betriebswirtschaftliche Funktionen und Aufgabengebiete verschiedener betrieblicher Organisationseinheiten zu analysieren und zu bestimmen. Sie können funktions- und branchenübergreifende Zusammenhänge erläutern und die gängigsten Methoden der BWL anwenden. Sie reflektieren die Einflüsse der Wirtschaft auf das Leben, übertragen BWL-Konzepte auf die spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen von gesundheitswirtschaftlichen Betrieben und wenden ihre Kenntnisse an, um telemedizinische Angebote in Gesundheitsbetrieben mit zu entwickeln und zu managen.
Die Studierenden präsentieren und analysieren spezifische Themen aus dem Bereich des medizinischen Englisch und der Telemedizin. Sie konzentrieren sich auf die Recherche und Analyse genrespezifischer Fachartikel und akademischer Quellen. Sie sind in der Lage, prägnante akademische/wissenschaftliche Berichte in Englisch zu schreiben, die für ihre medizinischen Fachgebiete relevant sind, und verfassen akademische/wissenschaftliche Abstracts in Englisch. Darüber hinaus drücken die Studierenden sich grammatikalisch korrekt und kohärent aus, verwenden den passenden Sprachstil und kontextspezifischen Wortschatz. Sie präsentieren ihre Ideen klar und zusammenhängend sowohl schriftlich als auch mündlich, unterstützt durch relevante akademische Forschungsergebnisse.
Um ein tieferes Verständnis für aktuelle Datenanalysen und technologiebasierte Entscheidungsprozesse zu entwickeln, benennen und diskutieren die Studierenden Funktionsmechanismen themenrelevanter Ansätze im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dabei werden Aspekte des maschinellen Lernens, Kenntnisse aus der Systemarchitektur berücksichtigt und in abgeleitete Anwendungsfälle integriert. Damit verbunden entwickeln die Studierenden ein themenspezifisches Verständnis für die interdisziplinäre Entwicklung von Datenbasen (z.B. zu Trainingszwecken, Implementierung und Evaluation von KI Algorithmen). Sie sind mit verschiedenen Datenerhebungs- und -nutzungsarten (z.B. Rohdaten aus Studien, Daten aus Registern oder Big Data) vertraut, um daraus die für sie relevanten Informationen abzuleiten. Zudem sind die Studierenden in der Lage, ausgewählte Verfahren zur Datenvisualisierung anzuwenden. Zusammenfassend entwickeln die Studierenden eine systematische Vorgehensweise zur Sammlung, Analyse, Selektion und Synthese von Informationen, um in weiterer Folge datenbasiert die therapeutischen Prozesse anzuwenden und die eigene Arbeitsweise zu optimieren.
Die Studierenden wenden ihr Wissen aus ausgewählten Themengebieten (z.B. Patient*innenrechte, Datenschutzrecht, Versicherungsschutz- und Haftungsfragen, Medizinproduktegesetze, Cybersicherheit, berufsrechtliche Vorgaben) an, um ihre berufsspezifischen Tätigkeiten im Rahmen der Teletherapie patient*innensicher durchführen zu können. Zudem analysieren sie die telemedizinische Arbeitsumgebung aus Anwender*innensicht, identifizieren potenzielle Risiken und leiten risikoreduzierende Maßnahmen ab. Zusammenfassend entwickeln sie eine Gefahrenbeherrschung im telemedizinischen Setting zum Wohl und zur Sicherheit der betreuten Personen (“lege artis”) und führen so ein adäquates Risiko- und Qualitätsmanagement durch.
Die Studierenden wenden professionsspezifisches Wissen an und wählen geeignete Untersuchungsmethoden zur Datenbeschaffung aus. Zudem bestimmen sie technische Hilfsmittel, die sich für die Umsetzung der telemedizinischen Befunderhebung und gegebenenfalls Diagnosestellung eignen. In professionsspezifischen und interprofessionellen Fallbearbeitungen (z.B. für multimodale Behandlungsansätze) in verschiedenen Settings (analog, analog-digital oder digital) und deren Gegenüberstellung konzipieren sie ressourcenoptimierte, klient*innen- und patient*innenzentrierte telemedizinisch optimierte Arbeitsprozesse. Diese werden in der direkten Anwendung erprobt, evaluiert und reflektiert.
Die Studierenden wenden Techniken des Empowerments und technische Hilfsmittel für die synchrone und asynchrone Betreuung von Klient*innen und Patient*innen professionsspezifisch und interprofessionell an. Sie wählen existierende Angebote (z.B. Videoplattformen, Hilfsmittel zur Patient*innenedukation) aus und analysieren Daten aus Wearables und Gesundheitsapps um diese zum Beispiel in Behandlungsprotokolle einzugliedern und zu übertragen. Zusammenfassend gestalten sie Konzepte zur optimierten Unterstützung von Klient*innen und Patient*innen, um die Therapieadhärenz und Selbstwirksamkeit durch technologische Unterstützung zu fördern.
Die Studierenden lernen die wesentlichen technischen Grundlagen der Audio- und Videotechnik kennen und erlernen den Umgang mit dem zum Einsatz kommenden Audio- und Videoequipment. Sie erhalten einen Überblick über die unterschiedlichen Komponenten und Kenntnisse über die Bild-/Ton-Aufnahme. Sie setzen vorhandene Technologien zur Erstellung multimedialer Inhalte ein, die die Umsetzung der therapeutischen Prozesse optimieren und stellen diese den Zielgruppen adressat*innengerecht zur Verfügung. Dabei werden sie mit den wichtigsten Software-Werkzeugen für die Erfassung und Bearbeitung von Audio- und Videomaterialmaterial vertraut. Weiters sind die Studierenden in der Lage, Rohmaterial aufzunehmen, zu editieren und für die gewünschten Ausgabekanäle aufzubereiten. Sie beherrschen das Datenmanagement und den Studioworkflow.
Die Studierenden analysieren und bewerten thematisch relevante Literatur kritisch. Sie wenden qualitative und quantitative Forschungsmethoden gegebenenfalls auch als Mixed Method Methoden an und sind mit partizipativen Forschungsmethoden vertraut. Zusammenfassend entwickeln sie als Teil von interprofessionellen Teams geeignete Forschungsdesigns für die jeweiligen wissenschaftliche Fragestellungen und führen diese in weiterer Folge auch durch.
Die Studierenden erwerben vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten in jenen sechs Kernbereichen, die international als Teile von Public Health anerkannt sind (Biostatistik, Epidemiologie, Umweltwissenschaften, Administration und Management von Gesundheitseinrichtungen, Sozial- und Verhaltenswissenschaften sowie Ethik in der Praxis der Öffentlichen Gesundheit) und setzen diese in Bezug zur Telemedizin und der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Sie überprüfen kritisch Analysen zu Bedarf, Bedürfnissen, Ressourcen und Kosten von Public-Health-Interventionen und diskutieren (z.B. mit Stakeholdern) über die Rolle der Telemedizin im Rahmen von Public-Health-Themen.
Die Studierenden wenden die erworbenen vertiefenden Kommunikationsfähigkeiten (z.B. Motivational Interviewing, Körpersprache im Virtuellen Raum, KI gestützte Kommunikationsmöglichkeiten) selbstständig an. Sie setzen ihre erweiterten synchronen als auch asynchronen Kommunikationsfähigkeiten ein und leiten unter Berücksichtigung der jeweiligen Vor- und Nachteile die situationsabhängige geeignetste Form der Kommunikation ab. Zusammenfassend verbinden die Studierenden ihre Kommunikationsfähigkeiten in unterschiedlichen und komplexen Situationen und gestalten so einen adressat*innengerechten Informationstransfer und -austausch.
Die Studierenden prüfen die professionsspezifischen therapeutischen Befundungshypothesen, definieren Therapieziele, wählen potentiell geeignete Therapiemaßnahmen und bestimmen technische Hilfsmittel, die die Umsetzung der teletherapeutischen Therapieplanung und Behandlung unterstützen. Im Rahmen einer interprofessionellen Gegenüberstellung analoger, analog-digitaler und digitaler Fallbeispiele sind die Studierenden in der Lage, zielführende adressat*innengerechte und patient*innenzentrierte teletherapeutische Therapieplanungen und Maßnahmen zu konzipieren und umzusetzen. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen trägt so zur Optimierung der Praxiserfahrung bei. Zusammengefasst werden auf Basis des ICF-Modells (International Classification of Functioning, Disability and Health) Zielsetzungen, Maßnahmenplanungen und evidenzbasierte Interventionen nach Eignung und Angemessenheit ressourcenoptimiert im teletherapeutischen Kontext zusammengestellt und direkt angewendet.
In diesem Modul diskutieren und verstehen die Studierenden die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die planetare und menschliche Gesundheit, bewerten ihre eigenen digitalen Gewohnheiten und den digitalen Fußabdruck. Zudem lernen sie die Wertschöpfungskette digitaler Produkte kennen und verstehen Konzepte wie Smart / Green Hospitals und Telemedizin im Kontext der Nachhaltigkeit. Sie beschäftigen sich auch mit Blackout-Strategien für patient*innenfreundliche Selbsthilfemaßnahmen. Zusammenfassend analysieren und entwickeln die Studierenden nachhaltige Arbeitsprozesse unter Berücksichtigung ressourcenschonender Anwendung digitaler Technologien.
Die Studierenden analysieren die Qualität angebotener professionsspezifischer aber auch interdisziplinärer internationaler Weiterbildungsangebote zur fachlichen Vertiefung und zusätzlichen Weiterbildung im Kontext der angewandten Telemedizin. Kriterienbasiert entscheiden sie sich selbstständig für individuell bedeutende Angebote im Feld und lassen sich diese bewilligen. Die absolvierten Angebote werden präsentiert, diskutiert und reflektiert. Zusammengefasst leiten sie aus den vermittelten Inhalten Empfehlungen für ihre tägliche Praxis ab und managen dadurch selbstgesteuert ihre berufliche (im Sinne einer fachlichen Vertiefung auf dem Gebiet der Telemedizin) und persönliche Weiterentwicklung.
Die Studierenden erwerben Kompetenzen in den Themenbereichen Gender, Diversität und Barrierefreiheit für die Gestaltung und Evaluierung telemedizinischer Systeme. Sie analysieren Nutzer*innengruppen, verstehen Prinzipien von Barrierefreiheit und Universal Design und entwickeln gendersensible telemedizinische Anwendungskonzepte. Zudem sind sie in der Lage, die Bedeutung von Diversität und Gender für eine personalisierte Telemedizin zu reflektieren und sich mit theoretischen Fachdebatten auseinanderzusetzen.
Die Studierenden evaluieren die therapeutischen Behandlungsergebnisse sowie Zielerreichungen und entwickeln ein geeignetes Folgemanagement unter Berücksichtigung technischer Hilfsmittel. Sie sind in der Lage, im Rahmen einer interprofessionellen Gegenüberstellung analoger, analog-digitaler und digitaler (selbst erstellter) Fallbeispiele patient*innenzentrierte Evaluierungen, Dokumentationen, Therapieabschlüsse und Abrechnungen zu konzipieren. Sie bereiten die gesammelten Daten für einen adressat*innenadäquaten Informationstransfer auf. Die Arbeitsschritte der therapeutischen Prozesse werden nach Eignung und Angemessenheit ressourcenoptimiert im teletherapeutischen Kontext zusammengestellt, direkt angewendet und zur weiteren Verwendung nutzbar gemacht.
Die Studierenden bewerten digitale Gesundheitstechnologien aus ethischer Sicht und erlernen Konzepte und Methoden der Technikfolgenabschätzung. Sie analysieren sozio-ökonomische Risiken und Nebenfolgen, reflektieren ethische Fragestellungen und unterstützen bei Forschungsvorhaben. Die Studierenden integrieren ethische Aspekte in Forschungsprozesse und fördern professionelle Standards unter Berücksichtigung ethisch-moralischer Grundsätze. Zusammenfassend werden ethische Aspekte und eine Technikfolgenabschätzung in Forschungsprozesse und Prozesse des lebenslangen Lernens integriert und professionelle Standards unter Berücksichtigung ethisch-moralischer Grundsätze gefördert.
Die Studierenden wenden die erworbenen Projektmanagementkompetenzen im Rahmen eines Forschungs- und Praxisprojekts an. Alleine oder in Teams bearbeiten sie eine interprofessionelle oder professionsspezifische Forschungsfrage, wählen dazu die passenden Forschungsmethoden und wenden diese an. In einem vorab erstellten Exposé begründen sie ihre angedachte Vorgehensweise. Die formulierten Hypothesen werden getestet, die Ergebnisse (mit dem Fokus auf die Praxisrelevanz) adressat*innengerecht aufbereitet und transferiert/kommuniziert.
Die Studierenden entwickeln und bewerten digitale Geschäftsmodelle und diskutieren die Prinzipien des digitalen Marketings unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Beschränkungen. Sie initiieren und steuern Innovationsprozesse für die Implementierung telemedizinischer Anwendungen, wobei sie Kenntnisse des Change-Managements integrieren.
Die Studierenden wenden verschiedene Forschungsmethoden an und setzen wissenschaftliche Erkenntnisse in innovative Lösungen um. Sie integrieren konstruktives Feedback in ihre Masterthesis und beteiligen sich aktiv an fachlichen Diskursen. Sie verfassen, präsentieren und diskutieren wissenschaftliche Arbeiten selbstständig. Ihre Kenntnisse demonstrieren sie in einer kommissionellen Abschlussprüfung (= Masterprüfung) über ihre Masterthesis und deren Querverbindungen zu relevanten Fächern.
Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe – Studiengangsprofil
Der Masterstudiengang Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe ist berufsbegleitend organisiert und erstreckt sich über vier Semester. Die Studierenden profitieren von einer attraktiven Kombination aus Online (~2/3)- und Präsenzphasen (~1/3).
Der modulare Aufbau und die klare Struktur des Studiengangs gewährleisten eine optimale Vereinbarkeit mit beruflichen und privaten Verpflichtungen. Es gibt Wahlmöglichkeiten und besonders erwähnenswert: individuelle Vertiefungsmöglichkeiten in Abstimmung mit der eigenen Karriereplanung.
Zu Beginn jedes Semesters findet eine geblockte Präsenzwoche statt, zwischen den Präsenzphasen wird der Unterricht überwiegend online durchgeführt. Dabei wechseln sich synchrone Online-Lehre (z. B. Live-Sessions via MS Teams) und asynchrone Lernphasen (z. B. Selbststudium und Aufgabenbearbeitung) ab. Ungefähr zur Semestermitte folgt eine weitere viertägige Präsenzphase (z.B. Donnerstag bis Sonntag).
Insgesamt ist die Studienorganisation darauf ausgelegt, den Studierenden eine kontinuierliche Lernentwicklung zu ermöglichen. Die Aufgabenstellungen sind eng mit der Praxis verknüpft und fördern die direkte Anwendung des Gelernten. Dies betrifft auch den wissenschaftlichen Kompetenzerwerb welcher stark projekt- und praxisorientiert ist.
In den Präsenzphasen findet regelmäßiges Teamteaching statt und es sind Gruppenteilungen vorgesehen. Ein Großteil der Module findet auf Deutsch statt, ausgewählte Module werden in Englisch abgehalten.
Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?
Zugelassen sind Bewerber:innen mit einer einschlägigen Vorbildung im Gesundheitsbereich sowie einer aufrechten Berufsberechtigung. Neben „klassischen“ Bachelorabsolvent:innen können auch Absolvent:innen gleichwertiger Ausbildungen (z. B. Diplomabschlüsse mindestens 3-jähriger postsekundärer Ausbildungen) sowie internationale Bewerber:innen mit anerkannten Qualifikationen am Studium teilnehmen.
Zusammenfassend ist das Studium ideal für Personen, die:
- ihre berufliche Tätigkeit durch digitale und telemedizinische Ansätze weiterentwickeln und spezialisieren möchten
- Interesse an Innovation, Digitalisierung und neuen Versorgungsformen haben
- ihre Expertise vertiefen und aktiv zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung beitragen wollen
- sich für interprofessionelle Zusammenarbeit sowie Aufgaben in Projektarbeit, Entwicklung oder Management interessieren
Welche Berufs- und Karrierechancen ergeben sich?
Absolvent:innen des Studiengangs sind auf vielfältige Tätigkeitsfelder vorbereitet und profitieren von erweiterten Karriereperspektiven in einem wachsenden Zukunftsfeld.
Zentrale, realistische Karrierechancen sind:
- Erweiterte Tätigkeit im niedergelassenen Bereich (z. B. eigene Praxis, Gruppenpraxis oder Primärversorgung) mit integriertem, erweitertem und qualitätsgesichertem telemedizinischem Leistungsangebot
- Telemedizinische Versorgung in Gesundheitseinrichtungen (z. B. Krankenhäuser, Rehazentren) – etwa in der Nachsorge, Fernbetreuung, im Telemonitoring oder in der sektorenübergreifenden Betreuung
- Projekt-, Innovations- oder Bereichsleitung Mitentwicklung, Implementierung und Steuerung telemedizinischer Prozesse sowie Übernahme von Change- und Schnittstellenmanagement
- Dienstleistungs- und Produktmitentwicklung bzw. Forschung Mitwirkung an der Entwicklung und Evaluierung digitaler Gesundheitslösungen
- Beratung und Implementierung digitaler Gesundheitslösungen Unterstützung von Organisationen bei der Einführung telemedizinischer Prozesse und Anwendungen
- Schulung, Lehre und Vernetzung im Gesundheitswesen Vermittlung telemedizinischer Inhalte in Bildungseinrichtungen und Organisationen sowie Mitarbeit in Netzwerkprojekten und Berufsverbänden
Teacherspotlight
Hier stellen sich das Entwicklungsteam und die Lehrenden vor.
FAQ
Ist Telemedizin erlaubt?
Ja, Telemedizin ist erlaubt – unter fachlichen Voraussetzungen und im Rahmen der jeweiligen berufsrechtlichen Bestimmungen.
Ist das Studium praxisnah?
Ja, die Inhalte sind eng mit der beruflichen Praxis verknüpft und lassen sich direkt im eigenen Arbeitsalltag anwenden.
Ist das Studium berufsbegleitend machbar?
Ja, das Studium ist speziell für Berufstätige konzipiert und durch die Kombination aus Online-Lehre und geblockten Präsenzphasen gut planbar.
Welche Vorteile habe ich durch das Studium?
Sie erweitern Ihre Kompetenzen, erschließen neue Versorgungsangebote, entwickeln eine spezialisierte Expertise in der angewandten Telemedizin und verbessern Ihre Karrierechancen.
Was kostet das Studium?
Der Studienbeitrag beträgt € 363,36 pro Semester, zuzüglich ÖH-Beitrag.
Wie lange dauert das Studium?
Das Studium dauert 4 Semester und umfasst insgesamt 120 ECTS.
Welche technischen Voraussetzungen brauche ich?
Für die Dauer des Studiums stehen Ihnen notwendige Softwarelösungen und digitale Tools zur Verfügung; eigene Systeme können zusätzlich genutzt werden.
Wie kann ich mich bewerben?
Die Bewerbung erfolgt online über die Website der FH Kärnten. Nach Einreichung der Unterlagen folgt ein strukturiertes Aufnahmeverfahren mit persönlichem Gespräch.
Campus & Anreise
Campus Klagenfurt–St. Veiter Straße
Die Kärntner Landeshauptstadt verfügt das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten. Egal ob das World Bodypainting Festival, Ironman Austria, Großkonzerte im Wörtherseestadion, Open Air Kino im Burghof oder der zauberhafte Christkindlmarkt im Advent - bei uns ist immer was los.
Kurze Wege zeichnen den Campus in der St. Veiter Straße in Klagenfurt aus. Das FH-Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe des Stadtkerns und liegt direkt am Klinikum-Gelände. Zudem ermöglichen Grünflächen ein angenehmes Verweilen an der Hochschule.
Erkunden Sie den Campus Klagenfurt–St. Veiter Straße und das Ärztehaus bei einer 360° Tour.
Von Villach oder Wolfsberg kommend: Sie fahren auf der Südautobahn A 2 , Umfahrung Klagenfurt Nord und wählen Sie die Ausfahrt Klagenfurt Nord/ Feldkirchen. Fahren Sie auf der Feldkirchner-Straße nach Süden - Richtung Stadt. Folgen Sie dem Straßenverlauf bis zum St. Veiter Ring und biegen Sie links ab. Fahren Sie bei der Kreuzung St. Veiter Straße nach links und wählen Sie nach ca. 600 m die Einfahrt zum Gelände des Landeskrankenhauses auf der linken Seite. Unser Hochschulgebäude befindet sich auf der linken Seite.
Von St. Veit kommend: Sie kommen von der S37 direkt auf die St. Veiter Straße. Folgen Sie dem Straßenverlauf bis zur Einfahrt ins Gelände des Landeskrankenhauses auf der rechten Seite. Unser Hochschulgebäude befindet sich auf der linken Seite.
Vom Hauptbahnhof Klagenfurt kommend: Wenn Sie aus dem Bahnhofsgebäude kommen gehen Sie links Richtung Busbahnhof. Die Linien 40 und 41 der Stadtwerke Klagenfurt bringen Sie zu unserem Gebäude. Distanz: ca. 2,5 km. Gehzeit: ca. 25 Minuten.
Vom BusbahnhofHeiligengeistplatz kommend: Die Linien 40 & 41 der Stadtwerke Klagenfurt bringen Sie zu uns. Distanz: ca. 1,2 km.
Gehen Sie zu Fuß - entdecken Sie die Stadt!
Vom Busbahnhof - Heiligengeistplatz kommend: Gehen Sie nach Osten auf der Wiesbadener-Str. Richtung Neuer Platz und halten Sie sich rechts. Biegen Sie links in die Kramergasse ab, queren den Alten Platz und gehen weiter in der Wiener Gasse bis zum Heuplatz. Überqueren Sie den Heuplatz und gehen Sie weiter auf der St. Veiter Straße, nach ca. 600 m ist an der linken Seite der Eingang zum Gelände des Landeskrankenhauses Klagenfurt. Unser Gebäude befindet sich an der linken Straßenseite. Gehzeit: ca. 15 Min.
Am Lageplan des Landeskrankenhauses Klagenfurt hat unser Gebäude die Nummer 24.
Kontakt
St. Veiter Straße 47
9020 Klagenfurt, Austria
+43 5 90500 3501
gesundheit-und-soziales[at]fh-kaernten[dot]at
Erkunden Sie den Campus Klagenfurt–St. Veiter Straße bei einer 360° Tour.










