Ethisches Führen und Handeln in Institutionen und Organisationen

Angesichts komplexer gesellschaftlicher Veränderungsprozesse stehen einzelne Fachpersonen und gesamte Organisationen zunehmend vor der Aufgabe, Entscheidungen zu treffen, die weit reichende Konsequenzen für Mensch, Gesellschaft und Umwelt haben können. 

Professionalisierung im Gesundheits- und Sozialsystem

Welche praktischen und theoretischen Kenntnisse sind heute notwendig, um in wichtigen Entscheidungsfragen ethisch angemessen reagieren zu können? Wollen sie an diesen wichtigen Fragestellungen arbeiten und forschen, um ein ethisch verantwortungsvolles Managementmitzugestalten?

Dann bietet Ihnen der Weiterbildungslehrgang Entscheidungsmanagement eine ausgezeichnete Qualifikation. Neben spezifischem Fachwissen und Kompetenzen gewinnt somit die ethische Reflexion in Entscheidungskonflikten zunehmend an Bedeutung. 

In Einrichtungen des Sozialwesens hat sich in den letzten Jahren die moralische Grundhaltung etabliert, die Autonomie der Betroffenen weitgehend zu respektieren. Dadurch stehen z. B. SozialarbeiterInnen und KrankenpflegerInnen im psychiatrischen Handlungszusammenhang verstärkt vor der Frage, ob das, was der psychisch kranke Mensch mitteilt, als Ausdruck seiner freien Selbstbestimmung zu respektieren oder als Symptom seiner psychischen Erkrankung zu werten ist. In einem psychiatrischen Wohnheim ist es für die MitarbeiterInnen immer wieder strittig, wann und wie weit in die Lebenssituation des Betroffenen eingegriffen werden sollte.

Der FH-Lehrgang Entscheidungsmanagement antwortet auf diesen Bedarf.

Infos & Kontakt

Ihre Ansprechparterin

Bei Fragen zum Studium kontaktieren Sie:

ECTS Credits
70

Ausbildungskosten
€ 1.900,- pro Semester

Abschluss
Akademische/r BeraterIn für Entscheidungsmanagement

Studiendauer
3 Semester

Organisationsform
berufsbegleitend

Plätze pro Jahr
15

Termine

Geplanter Lehrgangsstart: Beginn auf Anfrage

Ziel & Inhalt

Akademische BeraterInnen für Entscheidungsmanagement besitzen vielschichtige Kompetenzen, um Ablaufstrukturen in Institutionen und Organisationen ethisch zu reflektieren und schwierige Entscheidungssituationen professionell zu moderieren. Praxisorientiertprojektbasiert und interdisziplinär angelegt führt er verschiedene wissenschaftliche und professionelle Expertisen zusammen. Dazu werden drei Vertiefungsrichtungen (Sozialwesen, Wirtschaft, Technik) modular angeboten. Durch die Orientierung an den Praxisbedürfnissen der Teilnehmenden aus verschiedenen Berufsfeldern (Öffentliche Verwaltung, Privatwirtschaft, Interessensvertretungen etc.) und durch Fach-Exkursionen in diese Felder hinein wird der Lehrgang belebt und ergänzt.

Ihr Tätigkeitsbereich umfasst insbesondere folgende Felder:

  • Sozial- und Gesundheitswesen (z. B. Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Kinder- und Jugendhilfe) und weitere Non-Profit-Organisationen,
  • Ökonomie und Wirtschaft (z. B. Sozialverwaltung, Sozialversicherung, AMS, Wirtschaftsunternehmen),
  • Industrie und Technik.

Vor dem Hintergrund einer pluralistischen und globalisierten Gesellschaft und der Begegnung mit Menschen aus unterschiedlichen Kultur- und Werthorizonten setzen sich die Teilnehmer-Innen dabei auch mit den Werten und Normen anderer Kulturen und Religionen auseinander.

Die AbsolventInnen werden befähigt,

  • Situationen als ethische Dilemmasituationen wahrzunehmen
  • die unterschiedlichen Standpunkte, die in einer Dilemmasituation eingenommen werden können, anhand von Kenntnissen über ethische Modelle zu beurteilen
  • ethische Standpunkte in ihren jeweiligen professionellen und institutionellen Bezügen und im gesellschaftlichen Diskurs argumentativ zu vertreten
  • ethische Konfliktsituationen durch den Einsatz unterschiedlicher
    Kulturen der Diskussion zu moderieren

Begleitet wird die Ausbildung dieser Kompetenzen durch den Erwerb von Kenntnissen in den Bereichen Ethik und Philosophie, Medien und Öffentlichkeitsarbeit, Gesprächsführung und Moderation.

Im 3. Semester ist darüber hinaus eine spezifische Vertiefung in einer der folgenden Richtungen möglich – je nach Nachfrage werden pro Lehrgang zwei Schwerpunkte angeboten:

  • Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Ethik in Wirtschaft und (öffentlicher) Verwaltung
  • Ethik und Technik

Organisation & Termine

 

Zeitliche Organisation:
Stundenbriefe sowie 1x/Monat Freitag/Samstag, gg.falls 1 Blockveranstaltung (3–4Tage) pro Semester

Dauer: 3 Semester

ECTS: 70 ECTS Punkte

Plätze pro Jahr: 15

Beginn: auf Anfrage

Bewerbung

Zugangsvoraussetzungen:

  • Matura bzw. Studienberechtigungsprüfung,
  • ein bestehendes Dienstverhältnis (gg.falls auch in Teilzeit) oder eine zumindest einjährige berufliche Vorerfahrung in einem der angesprochenen Felder

oder

  • eine facheinschlägige Berufsausbildung bzw. Studium oder gleichwertige Vorerfahrungen.

Der Weiterbildungslehrgang kann parallel zu einer entsprechenden beruflichen Erstqualifikation begonnen werden.

Für eine Anmeldung benötigen wir:

  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde (sollte eine Namensänderung stattgefunden haben)
  • Nachweis bzw. Abschlusszeugnis (entsprechend der oben genannten Zugangsvoraussetzungen)
  • Motivationsschreiben und Lebenslauf (mit Foto)
  • Bewerbungsformular

Team

Mag.a (FH) Daniela Pluch
Lehrgangsadministration

+43 5 90500 4312
d.pluchfh-kaerntenat

Hauptplatz 12
9560 Feldkirchen in Kärnten

Raffaela Grasser
Lehrgangsadministration

+43 5 90 500 4304
r.grasserfh-kaerntenat

Hauptplatz 12
9560 Feldkirchen in Kärnten