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Internationale Soziale Arbeit

In einer zunehmend globalisierten Welt ist interkulturelle Kompetenz eine zentrale berufliche Schlüsselqualifikation für alle Handlungsfelder der Sozialen Arbeit. Sie erfordert sowohl einen reflexiven Blick auf die wachsende multikulturelle Vielfalt im eigenen Land selbst wie auch einen transnationalen Blick über die Grenzen des eigenen Landes hinaus.

Wollen Sie wissen, wie Kulturen und kulturelle Besonderheiten entstehen und welchen Einfluss sie auf individuelle und gesellschaftliche Entwicklungsprozesse haben? Interessieren Sie sich für Integrationsformen von Minderheiten, MigrantInnen, Flüchtlingen und spezifischen Volksgruppen? Möchten Sie einen genaueren Einblick in Organisationsformen, Konzepte und Ziele internationaler Netzwerke und Entwicklungszusammenarbeit gewinnen? Fragen Sie sich, wie professionelle Soziale Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aussehen kann?

Dann ist für Sie die Vertiefung Internationale Soziale Arbeit richtig.

Zentrale Elemente des Moduls sind:

  • Grundlagenwissen zu kulturspezifischen Vergesellschaftungs- und Sozialisationsformen
  • Interkulturelle Pädagogik, Rassismus, Globalisierung, Migration und Flucht
  • Kulturelle Vielfalt und Integration als Herausforderung der Sozialen Arbeit
  • Übungseinheiten und Rollenspiele zur Vermittlung interkultureller Handlungskompetenzen
  • Praxisorientiertes Kennenlernen von Handlungsfeldern interkultureller und internationaler Sozialer Arbeit durch Feldexkursionen und Bearbeitung von Fallbeispielen
  • Selbstreflexive Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen und Normalitätskonstrukten

Anknüpfbares Projekt:

Am Studiengang Soziale Arbeit besteht seit mehr als 10 Jahren die Möglichkeit, im Rahmen des Projekts „Sozial.EZA-Praktika“ das Langzeitpraktikum in einem Land Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas zu machen und dabei wertvolle interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.


Die FH Kärnten startet neue Forschungskooperation in Äthiopien

Bei dem neuen Projekt geht es in Zusammenarbeit mit der Addis Ababa University um die Erforschung der Lebenssituation alter Menschen.

Das detaillierte Programm zum Download.


Erfolgreiche Buchpräsentation in Uganda

Der Studiengang Soziale Arbeit ist seit Jahren maßgeblich an einem Projekt zur Professionalisierung Sozialer Arbeit in Ostafrika beteiligt. Jetzt wurde in der ugandischen Landeshauptstadt Kampala eine neue Publikation vorgestellt.
Am 6. März 2019 wurde an der Makerere University in Kampala die neueste Publikation aus dem Projekt „Professional Social Work in East Africa“ (PROSOWO) präsentiert. Das Buch „Social Work Practice in Africa: Indigenous and Innovative Approaches“ herausgegeben von Janestic Twikirize (Makerere University) und Helmut Spitzer (Fachhochschule Kärnten), basiert auf empirischer Praxisforschung und portraitiert eine Auswahl von gemeinwesenorientierten Bewältigungsstrategien und ihre Relevanz für Soziale Arbeit. Die Beispiele kommen aus Ruanda, Tansania, Uganda, Burundi und Kenia. Des Weiteren werden in dem Buch die Bedeutung der afrikanisch-humanistischen Philosophie Ubuntu für die sozialarbeiterische Praxis beleuchtet, Curricula an afrikanischen Hochschulen im Hinblick auf ihre kulturspezifische Verankerung kritisch erörtert sowie das innovative Potential von Mobiltelefonen für soziale Dienstleistungen diskutiert.

Der Buchpräsentation wohnten ca. 100 interessierte WissenschaftlerInnen, NGO-VertreterInnen und Studierende aus mehreren Ländern bei. Auch Vertreter des Rektorats und des Dekanats für Sozialwissenschaften der Makerere University waren anwesend. Seitens der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstrich Günter Engelits, Leiter des Koordinationsbüros in Kampala, die Bedeutung des Beitrags der Sozialen Arbeit zur Armutsbekämpfung und im Einsatz für Menschenrechte. Als Vertreter des ugandischen Ministeriums für Gender, Arbeit und sozialer Entwicklung bedankte sich Commissioner Mondo Kyateeka für die vorliegenden Forschungsergebnisse, die das Buch für die sozialpolitische Gestaltung Ugandas sowie der Partnerländer in der Ostafrikanischen Gemeinschaft liefert.

In den nächsten Monaten werden noch fünf weitere länderspezifische Publikationen erscheinen, ebenso sind einige Beiträge in internationalen Fachzeitschriften in Arbeit. In Tansania und Uganda sind inzwischen Master-Studiengänge akkreditiert worden, die maßgeblich auf die empirischen Ergebnisse des Projekts aufbauen. Bei dem Event in Kampala wurde einhellig betont, dass das Projekt PROSOWO, das vom österreichischen Hochschulkooperationsprogramm APPEAR finanziert wird und Ende März ausläuft, nachhaltig zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit und zur Kapazitätsbildung der beteiligten Partnerinstitutionen beigetragen hat.

 

KONTAKT

FH-Professor Mag. Dr. Helmut Spitzer
Professur für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Alter(n) 
und internationale Soziale Arbeit 
+43 (0)5 90500-4219
h.spitzer(at)fh-kaerntenat

Hauptplatz 12
9560 Feldkirchen in Kärnten

 

Bilder: Copyright@CRISOWO


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