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International Credit Mobility

Im Rahmen von International Credit Mobility können Aufenthalte von Studierenden, Lehrenden und Hochschulpersonal aus Partnerländern in Österreich und vize versa gefördert werden. Voraussetzung dafür ist eine Kooperation zwischen der FH Kärnten und der Hochschule im Partnerland. Die FH Kärnten hat erfolgreich bis 2018 einen ICM Projekt erfolgreich abgeschlossen und arbeitet zur Zeit an zwei weiteren Projekten.

Seit 2008 kooperiert der Studiengang Soziale Arbeit mit dem Bildungsministerium, das in den Flüchtlingslagern bei Tindouf ein funktionierendes Grundschulsystem aufgebaut hat. Neben gegenseitigen Besuchen und Workshops wurden Ausbildungsbedarfe für die Lehrenden identifiziert und diskutiert. Mit der Gründung der Universität Tifariti 2013 bestand die Möglichkeit, diesen Austausch auf universitärer Ebene fortzusetzen und zu intensivieren.

 

Im Rahmen von dem Projekt wurden Mobilitäten zwischen der FH Kärnten Studiengang Soziale Arbeit und University Tifariti (eine Hochschule, die sich in einem Flüchtlingslager befindet) durchgeführt.

Durch den Austausch konnten die österreichischen Studierenden mit ihrer Auslandserfahrung bestimmte kulturelle und politische Zusammenhänge besser verstehen und interkulturelle Kompetenzen bei der Betreuung von Flüchtlingen einsetzen. Somit haben sie zusätzliche Kompetenzen für den europäischen Arbeitsmarkt erworben.

Die westafrikanischen Studierenden lernten durch ihren Aufenthalt in Österreich die globalen Zusammenhänge, aber vor allem die europäische Kultur kennen. Dies hat ihnen geholfen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den beiden Kulturkreisen zu benennen und zu diskutieren. Dieses Wissen und neu erworbene interkulturelle Kompetenzen sollten ihnen in Zukunft bei den Kooperationen mit Europäischen Ländern helfen.

 

Durch den Austausch wurde uns vor allem bewusst, dass eine Universität, die sich in einem Flüchtlingslager befindet, benötigt zwar spezielle Unterstützungsformen, ist aber durchaus anschlussfähig an ein globales Wissenschaftsverständnis.

Die Lehrenden bekamen durch den Austausch mit den KollegInnen im Ausland neue Inputs für die Lehre und Forschung im Hinblick auf zukünftige Anträge. Es wurden zwei junge Akademikerinnen in den Lagern in Algerien bereits identifiziert, um mit ihnen ein Forschungsteam aufzubauen. Dieses Forschungsteam soll in der Lage sein, die eigene Flüchtlingsgesellschaft nach internationalen Standards zu erforschen.

Im Rahmen von dem Projekt wurde intensiv mit Einrichtungen in Kärnten (Diakonie, Kinderfreunde etc.), aber auch weiteren Hochschulen (Universität Innsbruck, University of Ljubljana) kooperiert. In Begleitung zum Projekt wird im Herbst 2018 ein Buch veröffentlicht, welches Beiträge von der FH Kärnten, aber auch der Universität Innsbruck, TH Köln und University of Ljubljana beinhaltet. Der Kontakt mit Gästen aus Algerien und das Lernen von Ihrem Know-How hat eine Art Reflexion im Bereich Arbeit mit Flüchtlingen auf der regionalen Ebene ausgelöst. Das Thema Organisation von Flüchtlingslagern wurde bei der Kärntner Landesrätin für Integration beim österreichischen Landesrätetreffen thematisiert. Die lokalen Studierenden und Einrichtungen entwickelten ein Verständnis dafür, wie der Umgang mit Flüchtlingen aus arabischen Kulturen zu gestalten ist.

ProfessorInnen und Studierende der University Tifariti werden die Erfahrung aus dem Projekt im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in der Afrikanischen Union weitertragen.

Seit 2005 kooperiert die FH Kärnten mit der Nationalen Technischen Universität der Ukraine (NTU "KhPI") unter anderem in mehreren Tempus-Projekten. Mehrere Studierende und ProfessorInnen wurden bereits im Rahmen von Austauschprogrammen ausgetauscht.

Das ICM-Projekt ist ein Aufbau der Idee, die im TEMPUS-Projekt ICo-oP entwickelt wurde, in dem die nicht traditionelle Laboratorien eingeführt jedoch noch nicht weiter entwickelt wurden.

Im Rahmen dieses Projekts werden die ukrainische Studierende an der FH Kärnten Kurse besuchen, die ihnen helfen sollen, ein tiefes Verständnis für die verwendete Technologie zu erlangen und auch die nicht traditionelle Art des Lernens durch Pocket Labs zu erleben. Die ukrainische Lehrkräfte erhalten während ihren Aufenthalte an der FH Kärnten Tutoring und dürfen die FH Lehrenden während ihrer Vorlesungen mit dem Einsatz von „pocket labs“ begleiten. Die Arbeit mit nicht-traditionellen Labors soll zusätzliche Qualität im Unterrichtsprozess in technischen Studienprogrammen bringen. Durch die Einführung der neuen Methodik können andere Bildungseinrichtungen, aber auch kleine und mittlere Unternehmen, die sich auf diese Technologie spezialisiert haben, profitieren.

FH Kärnten ICM Projekt 2018 ist sehr komplex und umfasst Einrichtungen aus Südosteuropäischen Ländern (Universität Skhodra in Albanien, Universität von Banja Luca in Bosnien und Herzegowina, Heimerer College in Kosovo) sowie Armenien (Amerikanische Universität von Armenien), Russische Föderation (Staatliche Universität für Wirtschaftswissenschaften in Sankt Petersburg) und Ukraine (Nationales Polytechnisches Institut Kharkiv). Das Hauptziel des Projekts besteht darin, die Partnerschaft zwischen den oben genannten Institutionen und der FH Kärnten zu stärken, wobei der Schwerpunkt auf der Digitalisierung des Unterrichts, gemeinsamen Online-Lehrmodulen und der Ausbildung spezifischer Interessen liegt.

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