Zum Inhalt springen

News-Details

Finanzielle Unterstützung für „Bauen für Afrika“

Die ersten Studierenden des Architekturstudienganges haben sich bereits auf den Weg nach Südafrika gemacht um nahe Port Edward zwei Klassenräume für die Ithuba Wild Coast Schule zu errichten. Dank der großzügigen Unterstützung von der Familie Soravia mit dem Rotary Club Spittal sowie einigen weiteren Unternehmen aus Oberkärnten steht dem Bau der Schule nichts mehr im Wege.

 

Mit 17.000 Euro unterstützen Helga Soravia und der Rotary Club (RC) Spittal ein Projekt der Fachhochschule Kärnten. Seit dem Jahr 2009 hat der Studiengang Architektur in Südafrika vier Schulklassen einschließlich Räume für Lehrer, Werkstätten und Sanitäranlagen errichtet. In diesem Jahr planen und bauen Masterstudierende am Studiengang Architektur im dritten Semester drei weitere Klassenräume mit einem Lehrerraum für die fünfte bis siebente Schulstufe. Ziel ist es,  innerhalb von sechs Wochen zwei Klassen zu übergeben. Die Gesamtkosten für dieses Projekt betragen rund 65.000 Euro.

In einer kleinen Feierstunde erklärte RC-Präsident Willibald Liberda die Beweggründe der Förderung. „Weil eine Förderung dieses Projektes durch das Land Kärnten aufgrund der aktuellen Sparvorgaben nicht mehr gewährt werde und es deshalb zu scheitern drohte, ist unsere Organisation eingesprungen.“

Spende statt Kränze
Nach dem Tod des Bauunternehmers Erwin Soravia im vergangenen September hatte dessen Familie gebeten, statt Kränze einen Geldbetrag zugunsten eines förderungswürdigen Projektes zu spenden. Die Entscheidung fiel auf das Projekt „Bauen für Afrika“ und wird mit Spendengeldern in Höhe von 14.700 Euro unterstützt, die fehlenden Mittel in Höhe von 2.300 Euro wurden vom Rotarier Club beigesteuert. „Förderungswürdig ist der Bau angesichts der steigenden Immigrantenzahlen vor allem deswegen, weil auf diese Weise Bildung gefördert werde, ohne die kaum ein Arbeitsplatz zu bekommen sei“, so der RC-Präsident Liberda im Beisein von Studiengangsleiter Peter Nigst.

Vorgestellt hat das Projekt der 18 Studierenden dem Club FH Kärnten Projektbetreuer Jürgen Wirnsberger. Vor allem die Realisierung vor Ort und die Nachhaltigkeit des Projekts stieß auf hohe Akzeptanz. Die Studierenden skizzieren nicht nur den Bau vor Ort, sondern arbeiten in Südafrika mit den dort zur Verfügung stehenden Materialien und lernen einheimischen Handwerkern vor Ort den Bau auch umzusetzen.

Zur Sache
Die Ithuba Wild Coast Schule nahe Port Edward wurde 2010 gegründet, um den Kindern und Jugendlichen der umliegenden Dörfer eine Schulausbildung zu ermöglichen. Bei der jetzigen Erweiterung wird das erlernte Wissen gemeinsam mit heimischen Handwerkern umgesetzt. Der Ansatz "Bauen im lokalen Kontext" mit regional verfügbaren Mitteln hat einerseits Vorbildcharakter für die umliegenden Einwohner und garantiert andererseits zugleich geringe Baukosten.

Die ehrenamtlich arbeitenden Studierenden werden bei der Umsetzung durch die FH Kärnten  unterstützt. Die Projektkosten von 65.000 Euro für Baumaterialien, lokale Arbeitskräfte, Transporte und Werkzeuge sollen von Sponsoren und Unterstützern abgedeckt werden. Nicht abgedeckte Kosten werden von der Projektgruppe finanziert.

Spenden für das Projekt sind möglich:  
Fachhochschule Kärnten gemeinnützige Privatstiftung
IBAN: AT67 1100 0028 1420 5700
BIC: BKAUATWW
Verwendungszweck: 9507 MZAMBA 16

 

 

Bei der Spendenübergabe: Arnela Karic, Studentin aus Bosnien Herzegowina, RC-Mitglied Gottfried Kindler, FH Kärnten Architektur Studiengangsleiter Peter Nigst, Präsident Willibald Liberda, Helga Soravia und Projektleiter Jürgen Wirnsberger (v.li.)

Top