Mobilität in Villach unter der Lupe

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Präsentation der Studie "Mobilitätsverhalten in Villach"
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Wirtschaft & Management

Über 30 interessierte Zuhörer aus der Stadt Villach, u. a. Vizebürgermeisterin Petra Oberrauner, VertreterInnen aus dem Magistrat und dem Gemeinderat, aus Unternehmen, Tourismus, Verkehrsunternehmen und Verbänden nahmen am 24. Jänner an der Präsentation der Befragung „Mobilitätsverhalten in Villach“ am Campus Villach der FH Kärnten teil.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Projektmanagement untersuchten vier Studierende des Studienbereichs Wirtschaft & Management, Studienzweig Hotelmanagement das Mobilitätsverhalten von Mitarbeitenden von in Villach ansässigen Industriebetrieben (Flowserve, Intel, 3M, Lam Research, Imerys) und der FH Kärnten sowie von Studierenden am Campus Villach. Ergänzt und abgerundet wurden die Ergebnisse durch eine ähnliche Befragung, die Infineon bereits im letzten Jahr unter ihren Mitarbeitenden durchgeführt hat. Die Befragungsergebnisse sollen einen Beitrag zur laufenden Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts in Villach geben, das demnächst präsentiert wird.

Das Auto als Transportmittel Nummer 1

Es wurde deutlich, dass Villach eine Autofahrerstadt ist. Rund 75 Prozent der 630 Befragten nutzt zum Pendeln hauptsächlich das Auto, gefolgt mit weitem Abstand von Fahrrad, zu Fuß und schließlich dem öffentlichen Verkehr, der nur von etwa 5 Prozent der Befragten genutzt wird. Mit zunehmender Entfernung vom Arbeits- und Studienort nimmt die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu (vor allem S-Bahn). Das heißt aber auch, dass selbst bei kurzen Strecken die öffentlichen Verkehrsmittel  fast nicht genutzt werden. Die Studierenden präsentierten neben der Analyse allerdings auch konkrete Handlungsempfehlungen, um bessere Anbindungen zu erreichen. Eine vorgeschlagene Bus-Ringverbindung, die alle größeren Industriebetriebe sowie die FH Kärnten über den Hauptbahnhof verbindet, wurde besonders positiv aufgenommen.

Kooperation von Interessensgruppen notwendig

Die Verbesserung des Nahverkehrs nahm in der anschließenden Diskussion mit den Studierenden und der anwesenden Interessensgruppe einen breiten Raum ein. Es wurde deutlich, dass sich die Befragungsergebnisse mit vielen anderen Ergebnissen decken, aber bisher zu wenige Verbesserungen oder konkrete Maßnahmen gesetzt wurden. Ein Mangel an Kooperation zwischen den Entscheidungsträgern wurde als wesentlicher Grund dafür benannt. Viele Fakten seien bekannt, werden aber offenbar zwischen den einzelnen Interessensgruppen nicht zu konkreten Lösungen überführt. Einige Anwesende sahen die Chance, durch mehr Zusammenarbeit zu Verbesserungen zu kommen. Von Seiten der Industrie, des Tourismus und der FH Kärnten will man im Rahmen der Kooperation „Industrie & Tourismus“, die als Auftraggeber der Befragung fungierten, positiv an der besseren Kooperation zu diesem Thema arbeiten.

Die Befragungsergebnisse werden demnächst allen Interessierten zur Verfügung gestellt und zum Download angeboten.

Kontakt:
FH-Prof. Dipl.BW FH Stefan Nungesser
Programmleitung & Professur für Hotelmanagement
T: +43 (0)5 90500-2436
E: s.nungesserfh-kaerntenat

Die Präsentation zum Download finden Sie HIER!