Marina Staab

Marina Staab
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Alumniprofile Business Development & Management

Abschlussjahr: 2021

Assistenz der Abteilung Beschaffung bei Aldi Süd

Wie sind Sie zum Thema Ihrer Abschlussarbeit gekommen?
Bereits mein Bachelorstudium absolvierte ich neben einer Berufstätigkeit. Somit begann der Einstieg ins Berufsleben für mich direkt nach meinem Abitur (Matura). Nach wie vor bin ich in der gleichen Branche (Lebensmitteleinzelhandel) tätig, wenngleich nun bei einem anderen Arbeitgeber. Da ich somit auf mehrere Jahre Erfahrung zurückblicken konnte bzw. mich dort recht gut auskenne, waren mir die Herausforderungen bzw. Themen bekannt, die es in der Branche gibt/diese beschäftigen. Auch wenn Mode-/Zukunftsthemen wie Digitalisierung (z.B. Voice Commerce) oder Regionalität/Nachhaltigkeit gegenwärtig besonders wichtig erscheinen, sind für die Unternehmen auch grundlegende(re) Aspekte wie Pricing von Relevanz. Indem ich mich mit meinem Studiengangsleiter, Herrn Schwarz-Musch, der dann auch meine Masterarbeit betreute, über mehrere von mir vorgebrachte Themenvorschläge austauschte, wurde dann im Konsens ein finales Thema festgelegt.
 
Was sind die Kernergebnisse Ihrer Masterarbeit?
Der Titel der Arbeit lautet: "Einfluss unterschiedlicher Formen der Preispräsentation auf das Konsumentenverhalten am Beispiel des Lebensmitteleinzelhandels".
Am Beispiel des Informations- bzw. Kommunikationsinstruments des Flugblatts wurde untersucht, wie sich das Preisempfinden von Konsumenten verändert, wenn identische Produktangebote mit Preis-Promotions beworben werden, die sich lediglich in der Darstellungsart des Preises, nicht jedoch der Preishöhe unterscheiden.
Es konnte gezeigt werden, dass die wahrgenommene Preisgünstigkeit umso positiver ausfällt, je mehr sog. Preispräsentationsparameter eingesetzt werden. Das Ausmaß der Verbesserung ist jedoch vom Preis-Promotion-Typ sowie dem eingesetzten Typ an Preisargumenten bzw. deren Kombination abhängig.
Demnach hat auf das Preisurteil eines Verbrauchers nicht nur die absolute Preishöhe einen Einfluss (Konsumenten verhalten sich nicht rational wie mit der Theorie des Homo Oeconomicus postuliert), sondern auch die Art und Weise, wie dieser präsentiert/kommuniziert wird.
Vgl. hierzu auch: https://www.fh-kaernten.at/en/news/detail/absolventin-des-studienganges-business-development-management-fuer-ihre-masterarbeit-mit-dem-ecr-austria-student-academic-award-ausgezeichnet sowie https://www.youtube.com/watch?v=ndrsHM78J7w
 
Was hat Ihnen an Ihrem Masterstudium am besten gefallen bzw. wovon haben Sie persönlich und / oder beruflich am meisten profitiert?
Die zeitliche Organisation ist meiner Berufstätigkeit sehr entgegen gekommen bzw. war damit gut vereinbar. Durch die klare Struktur bzw. den festen Studienplan/Stundenplan und nur selten Verschiebungen, konnte man auch längerfristig im Voraus planen. Einen guten Mix gab es inhaltlich bzw. methodisch in den einzelnen Kursen (nicht nur reiner „Frontalunterricht“, sondern auch Exkursionen, Vorträge von externen Lektoren sowie Fallstudien) wie auch in Bezug auf die Prüfungsmodalitäten (Klausuren, Präsentationen, Seminararbeiten). In meinem Lernfortschritt haben mich die gut aufbereiteten Skripte bzw. bereitgestellten Unterlagen und die ergänzend empfohlene Literatur unterstützt. Auch von Vorteil war die „kleine“ Größe des Studiengangs mit 30 Studierenden, sodass man nicht nur eine Nummer war, sondern sämtlicher Austausch sehr persönlich. 

Wie würden Sie Ihre derzeitige berufliche Situation beschreiben?
Ich bin auf Vollzeit-Basis beim Lebensmitteleinzelhändler Aldi Süd (in Österreich: Hofer) angestellt. Der Unternehmensgruppe gehöre ich als Mitarbeiterin nun seit Oktober 2019 an. In meiner Tätigkeit als Assistentin in der Abteilung Beschaffung bin ich zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen – vereinfacht gesprochen – für die Sicherstellung der Warenverfügbarkeit der einer Regionalgesellschaft (in meinem Fall Adelsdorf in Mittelfranken) zugeordneten Filialen (Adelsdorf derzeit 106) zuständig. Ich kann mich sehr gut mit meiner Tätigkeit identifizieren, da ich eine große Affinität zu Lebensmitteln & Ernährung sowie dem Handel habe. Durch immer wieder neue Herausforderungen (z.B. Lieferprobleme in Corona-Zeiten, aber auch die gegenwärtige, unternehmensinterne Transformation des IT- und Change-Projekts „Ahead“) sind die Tage oft lange, aber die Zeit vergeht wie im Flug.  
 
Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Beruflich möchte ich auf jeden Fall zumindest noch mittelfristig der Einzelhandelsbrache treu bleiben. Ob es dabei bei der aktuellen Position bleibt oder ich mich verändere, habe ich für mich nicht fix definiert. Langfristig möchte ich auf jeden Fall wieder nach Österreich, bevorzugt nach Kärnten zurückkehren, da ich durch mein Auslandssemester im Bachelorstudium sowie durch meinen festen Wohnsitz für die Dauer des Masterstudiums dort die Gegend sehr ins Herz geschlossen habe. Sofern sich die Möglichkeit ergibt, kann ich mir eine Anstellung an der FH Kärnten auch sehr gut vorstellen, z.B. als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Insofern bin ich gespannt, was die Zukunft bringt.
 
Haben Sie Tipps bzw. Ratschläge für Studierende die mit dem Masterstudium beginnen?
Trotz der noch anhaltenden Corona-Situation und der damit verbundenen Ungewissheit über Präsenzunterricht oder virtuelle Lehrveranstaltungen, kann ich aus eigener Erfahrung (3 von 4 Semestern nahezu vollständig online) davon sprechen, dass die FH Kärnten auch digital ihr Studienangebot in einer sehr guten Qualität bietet. Der Austausch mit den anderen Studierenden ist trotzdem gewährleistet und auch die Lehrenden sind sehr bemüht, die Inhalte bestmöglich zu vermitteln. Man sollte sich daher also nicht von der Entscheidung für ein Studium an der FH Kärnten abhalten lassen. Ich selbst fand die Betreuung durch die Administration sowie die Studiengangsleitung wie auch die anderen Lehrenden wirklich hervorragend. Der Standort Villach, an dem ich studiert habe, ist infrastrukturell gut gelegen/angebunden und auch Villach als Stadt bzw. die umliegenden Orte bieten für die Freizeit ein vielfältiges Programm und eine hohe Lebensqualität. Wenn man neu ist, sollte man auf die Events des International Office (sofern wieder stattfindend) oder FH Kärnten Sport eingehen – diese sind super und bieten eine gute Möglichkeit, Anschluss zu finden.