Manfred Kovatsch Preis 2019

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Die Fachjury bestehend aus Manfred Kovatsch, Hartwig Wetschko und Milica Milanovic musste sich entscheiden.
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Einer der drei Preise ging an das Semesterprojekt WHY NOT? unter der Leitung von Alexander Hagner.
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Ein weiterer Preis wurde an das Projekt Dorfbau (am Foto Jessica Glanzer) vergeben.
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Bauingenieurwesen & Architektur
Architektur

Manfred Kovatsch stiftet sein Preisgeld an herausragende Semesterprojekte im Studiengang Architektur.

Die erste Manfred Kovatsch Preisverleihung fand im Rahmen des Kick off Days (Semesterstart) am 30. September 2019 statt. Der Architekt Manfred Kovatsch wurde im Dezember vergangenen Jahres mit dem Würdigungspreis für Architektur und besondere Verdienste um die Baukultur im Land Kärnten ausgezeichnet. Sein Preisgeld von € 6.000,00 stiftete er dem Architektur-Studiengang der Fachhochschule Kärnten. Dieses Preisgeld wird in den kommenden fünf Jahren an herausragende Studierendenprojekte vergeben.

Herausragende Semesterprojekte der Studierenden wurden seitens der FH Lehrenden nominiert und von einer externen Jury beurteilt.

Die Jury, bestehend aus

  • Manfred Kovatsch, Architekt und Würdigungspreisträger für Architektur und besondere Verdienste um die Baukultur
  • Hartwig Wetschko, Land Kärnten, Abteilung 3, Raumordnung und
  • Milica Milanovic, Alumna der FH Kärnten - Carinthia University of Applied Sciences (CUAS)

hat sich dazu entschieden, den Preis an drei herausragende Projekte zu vergeben.

Wir gratulieren den Preisträgern:

  • Klara Bayer
  • Ulrich Bayr
  • Julia Victoria Brogyani
  • Maria Brückler
  • Hintz Lina Marie
  • Johanna Kavalar
  • Christina Meier
  • Ferdinand Ulbing  für das Projekt WHY NOT? - adaptable space

Schwerpunkt: Soziales Bauen
Umsetzung im Wahlfach Bauen im Massstab 1:1

Jurybeurteilung:
Dieses Projekt ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Es hat zu tun mit dem Thema "Bauen im Bestand". In diesem Fall die Umnutzung einer alten Kegelbahn. Es ist ein soziales Konzept, das von acht Studentinnen und Studenten in zehn Tagen auch umgesetzt wurde. Dieser Praxisbezug war ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit, d. h. die Teilnehmer an diesem Projekt mussten sich auf  ein gemeinsames Entwurfskonzept einigen und dieses dann auch umsetzen. Das Ergebnis dieser Gemeinschaftsarbeit ist unter anderem ein beweglicher Raumteiler, der den schmalen schlauchartigen Raum in dynamische, veränderbare Raumeinheiten gliedert.


Patrick Kukovec für das Projekt
raum ver lo ren – Architektur und Demenz
Schwerpunkt: Bauen im ländlichen Raum in Kooperation mit der Diakonie de La Tour

Jurybeurteilung:
Dieses Projekt entstand in Kooperation mit der Diakonie Kärnten und hatte zum Ziel, alternative Wohnkonzepte für an Demenz erkrankte Menschen zu finden. Der Verfasser der prämierten Arbeit hat für das Projekt einen stadtplanerisch geschickten Ort ausgewählt und die stadträumlichen Randbedingungen in ein konsequentes Konzept weiter entwickelt. Ein dreigeschossiger "Vierseithof" beherbergt die Zimmer und bildet damit einen attraktiven Innenhof. Auch die architektonische Gestaltung dieses Bereiches mit weichen Formen als Kontrast zur "harten Schale" nach außen wird von der Jury besonders gewürdigt. Positiv wird auch vermerkt, dass ein Teil dieses Innenhofes  auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

  • Benjamin Altrichter
  • Jessica Glanzer
  • Maria Brückler
  • Klara Bayer für das Projekt

Dorfbau – Verdichten - Abgrenzen - Weiterbauen
Schwerpunkt: Ziegel
Jurybeurteilung:
Wie soll in bestehenden Siedlungsstrukturen weitergebaut und verdichtet werden? Zu diesem wichtigen Thema lagen der Jury zwei Projekte vor, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzten. Deshalb hat sich die Jury entschieden, den Preis auf beide Projekte aufzuteilen. Die eine Arbeit legt den Schwerpunkt auf den städtebaulichen Teil, übernimmt das "Haufendorfkonzept" alter Dorfstrukturen und adaptiert diesen Ansatz sehr geschickt, um auch bei der Gruppierung von freistehenden Einfamilienhäusern in einer verdichteten Version so etwas wie räumlichen Qualität zu erreichen. Die zweite Arbeit mit einer reihenhausähnlichen Struktur legt den Schwerpunkt auf die "Eignung zum Selbstbau", mit einem klaren Konstruktionsprinzip und einem Materialkonzept bei dem Ziegel und Holz als wichtigste Materialien leistbares Wohnen ermöglichen sollen.

Nähere Informationen zu den prämierten Projekten:

www.architekturfhkaernten.at