Green Up Your Mind – Ergotherapie schlägt Wurzeln

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Gesundheit & Soziales

Am 19. Oktober 2018 fand an der Fachhochschule Kärnten, am Campus Klagenfurt - Primoschgasse, der Workshop „Green Up Your Mind” statt, welcher im Rahmen der Vorlesung „Greencare“ von drei Studentinnen organisiert wurde.

Michaela Pferzinger, Yvonne Schamilow und Stephanie Wolffhardt studieren im 5. Semester Ergotherapie. Die Studentinnen haben im Rahmen der Lehrveranstaltung "Greencare" den Workshop  "Green Up Your Mind" geplant und durchgeführt.

Im Vordergrund der Lehrveranstaltung "Greencare" steht die Bedeutung der Mensch-Natur-Beziehung und unterschiedliche Aspekte, Wirkfaktoren und Einsatzmöglichkeiten ergotherapierelevanter Greencare - Maßnahmen, wobei am Anfang der Lehrveranstaltung eine kurze Einführung ins Thema durch den Lehrvortragenden Hr. Kraxner stand und sich anschließend Gruppen von Studierenden bildeten, die eigenständig Projekte oder Veranstaltungen konzipieren, organisieren und durchführen oder eigenständig Artikel für Fachzeitschriften mit entsprechender Hintergrundarbeit verfassen.

Gerade am Anfang des Studiums ist es wichtig, die eigenen Ressourcen und Motivatoren zu reflektieren und sich selbst vor die Augen zu führen, sodass der Rucksack mit Ressourcen, mit dem man den persönlichen Studienweg mit allen Hindernissen und Engstellen beschreitet, noch einmal gut aufgefüllt wird. Nachdem gerade die Ergotherapie selbst mit Patienten/innen ressourcenorientiert arbeitet, ist es essentiell für künftige Ergotherapeuten/innen, die eigenen Ressourcen zu kennen.
Es wurden verschiedene Einzel- und Gruppenarbeiten, die das Thema „Persönliche Ressourcen und Motivatoren“ behandelten, durchgeführt. Nach vorbereitenden Arbeiten mit dem Lehrveranstaltungsleiter Herrn Markus Kraxner wurde der Workshop mit den Studierenden des 1. Semesters aus dem Studiengang Ergotherapie durchgeführt. Da der Workshop naturbasiert (da die Veranstaltung Greencare heißt und wegen dieser Mensch-Natur-Beziehung wie vorhin erwähnt, haben wir eben nach Materialien gesucht, die einen Naturbezug haben. So wie der Ressourcenbaum und die Naturbilder) sein sollte, wurden die einzelnen Aufgaben auf Bildern der Natur aufgebaut. Ziel war es, durch die Beschäftigung mit seinen Stärken und Ressourcen, ein besseres Verständnis für sich selbst und für die Erreichung seiner Ziele zu entwickeln.

Zu Beginn des Workshops wurden die Studierenden in drei Gruppen eingeteilt, um ein übersichtliches und persönlicheres Setting zu schaffen. In diesen Gruppen wurde zuerst der Ressourcenbaum in Einzelarbeit bearbeitet. Im Ressourcenbaum sollten die Studierenden bei den Wurzeln aufschreiben, was ihnen Kraft und Halt gibt. In den Stamm sollten eigene Stärken und Eigenschaften eingetragen werden, in die Baumkrone die bereits erreichten Ziele und zu den Sprösslingen die noch zu erreichenden Ziele geschrieben werden. Nach dieser Aufgabe wurde eines der noch zu erreichenden Ziele ausgewählt und konkreter formuliert.

Der zweite Teil des Workshops bestand daraus, sich eines von 31 Bildern mit Naturbezug (z.B. Landschaftsbilder, Tierbilder) auszusuchen, welches einen besonders ansprach. Danach wurden in Kleingruppen Assoziationen für dieses Bild gesammelt. Dabei konnten sich die Studierenden untereinander austauschen, was sie mit dem Bild verbinden. Anschließend suchte sich jeder drei dieser Assoziationen aus und versuchte die Begriffe mit dem zuvor ausformulierten Ziel zu verknüpfen. Wie könnte mir dieses Wort helfen, mein Ziel zu erreichen?

Im letzten Teil des Workshops kamen die Gruppen wieder zusammen, um die Ergebnisse miteinander zu vergleichen und zu besprechen. Dazu schrieben die Studierenden bereits während den Gruppenarbeiten pro Punkt ein Wort auf ein buntes Kärtchen, welche nun auf eine große Version des Ressourcenbaums gepinnt wurden. Daraus konnte man sehr gut erkennen, was den Studierenden Kraft gibt, was sie schon erreicht haben und noch erzielen wollen.

In der abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich, dass der Workshop positiv aufgenommen wurde und jede Aufgabe reflektiert und aufgeschlossen durchgeführt wurde. Es erweckte den Anschein, dass sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen großteils etwas Positives und Neues mitnehmen konnten. So entdeckten die Studierenden eigene Stärken und Ressourcen und erkundeten auch Möglichkeiten, wie sie diese am besten für die Erreichung ihrer Ziele einsetzen können.

 

Ein Bericht von Michaela Pferzinger, Yvonne Schamilow und Stephanie Wolffhardt  (Studiengang Ergotherapie, 5. Semester).

 

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