Elisabeth Leitner gratuliert als Initiatorin der Plattform kulturhauptstadt2024.at Bad Ischl

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Bauingenieurwesen & Architektur

Seit dem Jahr 1985 verleiht die Europäische Union den Titel Kulturhauptstadt. Kleinere Gemeinden und Regionen zu ermutigen, sich als Kulturhauptstadt 2024 zu bewerben, war ein Ziel der Plattform „kulturhauptstadt2024.at“. Gegründet 2014 von Elisabeth Leitner, Studiengangsleiterin Architektur an der FH Kärnten, trug diese universitäre Initiative zur Titelverleihung an Bad Ischl bei.

Spittal, 14. November 2019. „Die Initiative „Kulturhauptstadt Europas“ hat in ihrer fast 40-jährigen Geschichte immer wieder Wendepunkte durchlebt. Ich bin der Überzeugung, dass Bad Ischl mit dem Salzkammergut einen solchen darstellen wird, da der Fokus erstmals auf einer Kleinstadt mit umliegender Region im ländlichen Raum liegt. In Zeiten, in denen die Urbanisierung stark im gesellschaftlichen Fokus steht, halte ich das für ein zukunftsweisendes Statement und spreche dem Salzkammergut im Namen unserer Plattform kulturhauptstadt2024.at meinen herzlichen Glückwunsch aus,“ so Elisabeth Leitner, Studiengangsleiterin Architektur an der FH Kärnten.

kulturhauptstadt2024.at: von der Lehrveranstaltung zur Diskussionsplattform
Die Plattform „kulturhauptstadt2024.at“ startete 2014 als unabhängige österreichweite Diskussionsplattform mit einer gemeinsamen Lehrveranstaltung aller österreichischen Architektur-, Landschaftsarchitektur- und Planungsuniversitäten. Als Studierende im Rahmen der Lehrveranstaltung „kulturhauptstadt2024.at“ die Potenziale einer Bewerbung auch für kleinere Gemeinden und Regionen beleuchtet haben, setzte dies einen neuen Diskussionsprozess in Gang. In Form einer Wanderausstellung in über zehn Städten Österreichs und Deutschland in 2016/17 wurden Ergebnisse präsentiert, die aufzeigten, welche Städte und Regionen für die Auszeichnung eines solchen Titels in Frage kommen. „Daher freut es mich besonders, dass wir hierzu einen kleinen, aber doch wesentlichen Beitrag leisten konnten. Es haben drei Studierende, die bei der Plattform „kulturhauptstadt2024.at“ mitarbeiteten, Bürgermeister Hannes Heide und einigen Kulturschaffenden den Impuls zur Bewerbung gegeben. Ein wunderbares Beispiel, das zeigt, was entstehen kann, wenn das Engagement von Studierenden bzw. der Zivilgesellschaft von der Politik auf Augenhöhe wahrgenommen und vorangetrieben wird“, gibt Elisabeth Leitner Einblick in die Arbeit von „kulturhauptstadt2024.at“.

Von der Bewerbung zum Titel Kulturhauptstadt 2024
Zwei Studierende der Technischen Universität Wien und der damalige FH Kärnten Architekturstudent Daniel Pereira-Arnstein sahen großes Potenzial für das Salzkammergut und setzten das Projekt „SalzkammerMutTutGut“ auf. In ihrer Recherchephase besuchten sie mehrfach das Salzkammergut und überzeugten Bürgermeister Hannes Heide, eine Bewerbung einzureichen. „Keiner im Salzkammergut wäre auf die Idee gekommen, die Region könne sich als Europäische Kulturhauptstadt bewerben. Ja, Kultur und Geschichte seien in der eigenen Wahrnehmung von größter Bedeutung, aber die Region sei zu klein, die Budgets zu gering. Als Studierende im Rahmen der Lehrveranstaltung „kulturhauptstadt2024.at“ über und für die Region gearbeitet haben, hat dies eine Diskussion in Gang gesetzt, die am 12. November mit der Verleihung des Titels „Kulturhauptstadt Europas“ gekrönt wurde“, zeigt sich Hannes Heide, Bürgermeister von Bad Ischl, erfreut. Elisabeth Leitner: „Ziele können offenbar nicht zu groß sein, denn vor drei Jahren hätte noch niemand geglaubt, dass der begehrte Titel „Kulturhauptstadt Europas“ für das Salzkammergut tatsächlich Wirklichkeit werden kann und am Dienstag ist dieser Traum Wirklichkeit geworden. Gratulation!“

Kontakt:
FH Kärnten FH-Prof.in Dipl.-Ing. Dr. techn Elisabeth Leitner, MBA
Studiengangsleitung Architektur
+43 5 90500 5113
e.leitnerfh-kaerntenat