Open Lecture Radiologietechnologie

11. Dez, Mittwoch | Von: 10:00 bis 13:15 Uhr
Ort: Campus Klagenfurt – St. Veiterstraße, Seminarraum 9 | Organisator: FH Kärnten

Die Visualisierung und Quantifizierung spezifischer tumorbiologischer Eigenschaften und (patho-)physiologischer Prozesse bilden in der modernen medizinischen Bildgebung eine unverzichtbare und wertvolle Information um eine optimale Diagnose, Differentialdiagnose, Therapieplanung, Verifikation und Verlaufskontrolle zu ermöglichen.

Im Vergleich zu klassischen, morphologischen Schnittbildverfahren wie der CT und MRT, welche aufgrund der geringen molekularen Sensitivität vorwiegend geometrische und strukturelle Infor­mationen liefern können, ist es durch den Einsatz von molekularen bildgebenden Verfahren, wie z.B. PET, SPECT und funktionelle MRI, möglich, spezifische (patho-)physiologische Vorgänge im Organismus zu quantifizieren. Dadurch können wertvolle Informationen zu Tumorhetero­genität und Progression gesammelt werden, welche in Kombination mit den traditionellen Verfahren direkten Einfluss auf die biologische Zielvolumendefinition in Therapieplanung, Verifikation und Verlaufskontrolle im Speziellen in der Ionentherapie haben. Obwohl die mo­lekulare Bildgebung ein großes Potential in der Auflösung komplexer biochemischer Vorgänge besitzt und so das Verständnis über systembiologische Eigenschaften des Tumors erhöht, wird diese Technologie noch nicht als integraler Bestandteil in der Strahlentherapie eingesetzt.

In dieser Veranstaltung soll der Zusammenhang näher beleuchtet werden, wie es durch den Einsatz von präklinischen molekularen bildgebenden Verfahren möglich wird systembio­logische Stoffwechselvorgänge in unterschiedlichsten Tumorgeweben besser zu verstehen und zu quantifizieren, um die Integration in den routinemäßigen Einsatz im Feld der Strahlen-therapieplanung, Verifikation und Verlaufskontrolle zu forcieren. Zu erwarten ist dabei auch ein Einblick in die pharmakologische Biomodellierung (Pharmakokinetic, Pharmakodynamik,…), den Biomarker-Entwicklungsprozess (in-vitro, in-vivo, in-silico-Verfahren), die Perspektiven und Limitationen der modernen molekularen Bildgebung sowie ein Auszug aus präklinischen und klinischen Forschungsstudien.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Eine explizite Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

KONTAKT:
Studiengang Radiologietechnologie
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