Zulassungsvoraussetzungen

Für die Zulassung zu einem Bachelor-Studiengang an der FH Kärnten muss mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:  

  • Allgemeine Hochschulreife (Österreichisches Reifeprüfungszeugnis oder ein gleichwertiges ausländisches Zeugnis) 
  • Berufsreifeprüfung 
  • Facheinschlägige Studienberechtigungsprüfung 
  • Facheinschlägige berufliche Qualifikation (facheinschlägiger Lehrabschluss oder Abschluss einer mindestens dreijährigen berufsbildenden mittleren Schule) mit Zusatzprüfungen

Darüber hinaus erforderliche, studiengangsspezifische Zugangsvoraussetzungen sowie weiterführende Informationen zur Zulassung können der Seite des jeweiligen Studiengangs entnommen werden. 

Die deutsche Fachhochschulreife gilt nur dann als Zugangsberechtigung zu einem österreichischen FH-Bachelor-Studiengang, wenn sie auch eine facheinschlägige berufliche Qualifikation vermittelt.  

Studieren ohne Matura? Hier finden Sie alle Informationen zum Studienbefähigungslehrgang.

Für die Zulassung zu einem Master-Studiengang an der FH Kärnten muss mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Abgeschlossenes facheinschlägiges Hochschul-Bachelor-Studium
  • Abschluss eines gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung

Nachreichung von Dokumenten

Personen im letzten Semester eines Bachelor-Studiengangs können sich bereits vor Studienabschluss mit dem letzten aktuellen Transcript of Records für einen Studienplatz eines Master-Studiengangs bewerben. Die Abschlussdokumente des Bachelor-Studiums müssen bei bestandenem Aufnahmeverfahren bis zum Studienbeginn nachgereicht werden.

Aufnahmeverfahren

Für Fachhochschul-Studiengänge steht grundsätzlich nur eine beschränkte Anzahl von Studienplätzen zur Verfügung. 

Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens wird mit allen Bewerberinnen und Bewerbern ein Aufnahmegespräch geführt, das bei der Vergabe der Studienplätze berücksichtigt wird. Darüber hinaus kommen in einzelnen Studiengängen schriftliche Aufnahmetests bzw. Assessment-Center zum Einsatz. Die Details zu den einzelnen Verfahren sind auf den Seiten des jeweiligen Studiengangs beschrieben.

Ein wiederholtes Antreten zum Aufnahmeverfahren für einen Studiengang (z.B. im Folgejahr) ist grundsätzlich zulässig. Bei einer neuerlichen Bewerbung ist in der Regel auch das gesamte Aufnahmeverfahren neu zu absolvieren. 

Die Bewerbungsfristen entnehmen Sie bitte den Webseiten der jeweiligen Studiengänge!

Die FH Kärnten akzeptiert sowohl Austauschstudierende von Partnerhochschulen als auch Freemover. Über die Zulassung von Freemover entscheidet im Einzelfall die Studiengangsleitung. Im ersten Fall ist eine offizielle Nominierung (per E-Mail) durch die Partnerhochschule notwendig. Nach der Nominierung erhalten Studierende Informationen zum Bewerbungsprozess. Freemover können sich direkt bewerben.

Nähere Informationen zum Bewerbungsprozess und Fristen

Voraussetzungen für die Inskription in einen Studiengang der FH Kärnten:

  • Fristgemäße Zahlung des Studienbeitrags (ausgenommen Erasmus Incoming Exchange Studierende, welche von diesem Beitrag befreit sind)
  • Fristgemäße Zahlung des ÖH-Beitrags
  • Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags

Die Inskriptionszeiten für die einzelnen Studiengänge werden den Bewerberinnen und Bewerbern rechtzeitig bekannt gegeben. 

Ausbildungsvertrag

Vor der Inskription in einen Studiengang der FH Kärnten wird ein Ausbildungsvertrag zwischen der/dem zukünftigen Studierenden und der FH Kärnten abgeschlossen.

In diesem Vertrag sind Rechte und Pflichten der/des Studierenden und der Fachhochschule festgelegt.

Wesentliche Pflichten der/des Studierenden: 

  • Persönliche Anwesenheit während der Lehrveranstaltungen
  • Einhaltung der Prüfungs- und Abgabetermine
  • Einzahlung des Studienbeitrags und des ÖH-Beitrags
  • Einverständnis zur Verwendung und Weitergabe der persönlichen Daten, soweit es für den Zweck des Studienbetriebes oder aufgrund gesetzlicher Vorschriften erforderlich ist.

Die FH Kärnten verpflichtet sich im Wesentlichen dazu, die Planung und Durchführung des jeweiligen FH-Studienganges in der Regelstudienzeit zu gewährleisten.

Weitere Vertragsinhalte:

  • Geheimhaltungs- und Sorgfaltspflichten
  • Urheber-, Nutzungs- und Verwertungsrechte
  • Beendigung des Ausbildungsvertrags

Der Ausbildungsvertrag wird Bewerberinnen und Bewerbern, die eine Zusage für einen Studienplatz erhalten haben, in zweifacher Ausfertigung zugesendet. Ein Exemplar des Ausbildungsvertrages wird unterschrieben an die FH Kärnten retourniert. Zur Aufnahme in den Studiengang gilt neben der Retournierung des Ausbildungsvertrages auch die fristgerechte Einzahlung des Studien- und ÖH-Beitrags als Voraussetzung.


Wichtige Gesetzesgrundlagen für ein Fachhochschulstudium in Österreich:

FHStG - Fachhochschulstudiengesetz
HS-QSG - Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz

Anerkennungen

Allgemeine Anerkennungsmodalitäten

Bezüglich der Anerkennung nachgewiesener Kenntnisse, die an anderen Bildungseinrichtungen erworben wurden, gilt das Prinzip der lehrveranstaltungsbezogenen Anerkennung.

Die Gleichwertigkeit der erworbenen Kenntnisse mit dem Anforderungsprofil hinsichtlich Inhalt und Umfang der zu erlassenden Lehrveranstaltung wird auf Antrag der oder des Studierenden von der Studiengangsleitung festgestellt. Liegt eine Gleichwertigkeit vor, können positiv absolvierte Prüfungen anerkannt werden. Eine zusätzliche Wissensüberprüfung ist in diesen Fällen nicht vorgesehen.

Besondere Kenntnisse oder Erfahrungen aus der beruflichen Praxis werden in Bezug auf die Anrechnung von Lehrveranstaltungen bzw. des Berufspraktikums berücksichtigt. Im Falle der Anrechnung von Lehrveranstaltungen aufgrund beruflich erworbener Kenntnisse kann eine Wissensüberprüfung vorgenommen werden.

Der Antrag auf Anerkennung von Prüfungsleistungen zu einzelnen Lehrveranstaltungen muss spätestens zu Beginn der jeweiligen Lehrveranstaltung an die Studiengangsleitung gerichtet werden.


Anerkennung von erbrachten Leistungen im Ausland (Outgoing Exchange Students)

Studierende entscheiden sich für einen Aufenthalt an einer Hochschule im Ausland und klären die Voraussetzungen mit den jeweiligen zuständigen akademischen KoordinatorInnen.

Vor dem Auslandsaufenthalt wird ein Learning Agreement angefertigt. Dabei werden die Kurse festgelegt, welche im Ausland absolviert und bei positiver Beurteilung an der FH Kärnten angerechnet werden. Die Liste der gewählten Kurse (Lehrveranstaltungen) muss inhaltlich und im Arbeitsaufwand in etwa den semesterrelevanten Kursen im Studiengang an der FH Kärnten entsprechen. Studierende sind dazu angehalten 30 ECTS Credits pro Semester zu absolvieren.

Das Learning Agreement wird von dem/der Studierenden, der Gasthochschule und der Studiengangsleitung bzw. der berechtigten Person an der FH Kärnten unterschrieben und genehmigt. 

Das Learning Agreement ist eine Vereinbarung über die zu absolvierenden Kurse im Ausland und besitzt keine Rechtsgültigkeit im Sinne der Anrechnung. Daher ist dieses Dokument mit dem „Antrag auf Anerkennung“ (offizielles Dokument zur Anerkennung von Studienleistungen) gekoppelt.

Ab dem Beginn des Auslandssemesters haben Studierende vier Wochen Zeit ihr Learning Agreement zu ändern. Dies ist zum Beispiel dann notwendig, wenn Kurse nicht stattfinden oder es zu terminlichen Überschneidungen kommt. Die Änderungen müssen auf jeden Fall mit den zuständigen Personen an der FH Kärnten und an der Gast-Hochschule abgesprochen werden. Anschließend werden die Änderungen separat am Learning Agreement (Anmerkung: Changes to the originale Learning Agreement) vermerkt. Das Dokument muss wiederum von dem/der Studierenden, der Gasthochschule und der Studiengangsleitung bzw. der berechtigten Person an der FH Kärnten unterschrieben und genehmigt werden.

Nach dem Auslandsaufenthalt werden die erbrachten Studienleistungen anerkannt. Dafür notwendig sind das originale Transcript of Records der Gasthochschule und das rechtsgültige Dokument „Antrag auf Anerkennung“, auf dem die tatsächlich absolvierten Kurse aufgelistet werden. Die anerkannten Leistungen im Ausland scheinen am Transcript of Records der FH Kärnten auf.

Falls Studierende ein Auslandssemester nicht positiv absolvieren, treffen der/die zuständige akademische KoordinatorIn und die Leitung des jeweiligen Studienganges eine individuelle Entscheidung, welche Kurse angerechnet werden und wie weitere ECTS Credits erworben werden können.

Detaillierter Ablauf Auslandssemester (die dafür notwendigen Dokumente können für Studierende im Intranet (QM-Library) abgerufen werden).

Für weitere Fragen steht das International Relations Office zur Verfügung.

Prüfungsordnung und Benotung

Die Prüfungsordnung ist integraler Bestandteil des Ausbildungsvertrages zwischen der oder dem Studierenden und der FH Kärnten. Sie ist für die Studierenden und Lehrenden im Intranet zugänglich.

Die Benotung der Prüfungsleistungen der Studierenden erfolgt laut FHStG § 17 (1) im österreichischen Notensystem:

Österreichische Beurteilung

Bewertung

1

SEHR GUT:
Hervorragende Leistungen

2

GUT:
Generell gut, einige Fehler

3

BEFRIEDIGEND:
Ausgewogen, Zahl entscheidender Fehler

4

GENÜGEND:
Leistung entsprechend den Minimalkriterien

Mit Erfolg teilgenommen

Positive Leistung, wo eine genaue Differenzierung nicht tunlich ist.

5

NICHT GENÜGEND:
Erhebliche Verbesserungen erforderlich, Erfordernis weiterer Arbeit 

Ohne Erfolg teilgenommen

Negative Leistung, wo eine genaue Differenzierung nicht tunlich ist.

Die Benotung der abschließenden, kommissionellen Bachelorprüfung sowie der das Masterstudium abschließenden kommissionellen Masterprüfung erfolgt laut FHStG § 17 (2) nach der folgenden Leistungsbeurteilung:

  • "mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden": bei einer herausragenden Prüfungsleistung
  • "mit gutem Erfolg bestanden": bei einer deutlich über dem Durchschnitt liegenden Prüfungsleistung
  • "bestanden": bei positiver Beurteilung
  • "nicht bestanden": bei negativer Beurteilung

Bei der Anwendung dieses Benotungssystems ist zu berücksichtigen, dass die Beurteilungen “mit gutem Erfolg bestanden” und “mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden” ausschließlich für Prüfungsleistungen vorgesehen sind, die das zur Bewältigung der abschließenden Prüfungen geforderte Leistungsniveau deutlich übersteigen.

Nostrifizierung

Nostrifizierung ist die Anerkennung eines ausländischen Studienabschlusses als gleichwertig mit dem Abschluss eines inländischen Bachelor-, Master-, Diplom- oder Doktoratsstudiums durch das für Studienangelegenheiten zuständige Organ einer Universität bzw. durch das Fachhochschulkollegium.

Das bedeutet die völlige Gleichstellung mit dem österreichischen Studienabschluss, das Recht auf Führung des entsprechenden österreichischen akademischen Grades und die Berechtigung zur Ausübung eines Berufes, die in Österreich mit einem Studienabschluss verbunden ist.

Innerhalb der Europäischen Union (EU) bzw. des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) ist eine Nostrifizierung in der Regel nicht notwendig und daher auch nicht möglich.

Ebenfalls nicht erforderlich ist die Nostrifizierung für die Zulassung zu einem weiterführenden Studium.

Besondere Verfahren

Einige Studienabschlüsse können durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in einem vereinfachten Verfahren voll anerkannt werden. Solche Verfahren gibt es für bestimmte Studienabschlüsse aus Bosnien und Herzegowina, Italien, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien sowie von päpstlichen Universitäten. Hier ist das Anerkennungsverfahren für bestimmte Studienrichtungen auf Grund bilateraler Abkommen vereinfacht. In diesem Fall sind die Universitäten und Fachhochschulen nicht zuständig.

Auszug aus: nostrifizierung.at

Nostrifizierungsansuchen können nur für Studienabschlüsse eingebracht werden, welche mit dem Studienangebot der Fachhochschule Kärnten übereinstimmen. 

Die Nostrifizierung ist ein Verwaltungsverfahren an einer Universität bzw. Fachhochschule, die an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist.

Der/Die Antragsteller/in muss nachweisen, dass die Nostrifizierung für seine/ihre angestrebte Tätigkeit in Österreich eine zwingende (siehe: „Was ist vorzulegen?“) Voraussetzung ist. In allen anderen Fällen obliegt die Bewertung des ausländischen Studiums ohnehin dem/der Arbeit- oder Dienstgeber/in. 

Die Nostrifizierung kann an jeder Universität bzw. Fachhochschule, an der ein vergleichbares österreichisches Studium eingerichtet ist, beantragt werden. In vielen Fällen kommen daher mehrere Universitäten bzw. Fachhochschulen in Betracht. An welcher davon der/die Antragsteller/in in einem solchen Fall das Verfahren beantragt, bleibt seiner/ihrer Wahl überlassen. Der gleiche Nostrifizierungsantrag kann jedoch nur an einer Hochschule eingebracht werden. 

Siehe: Notwendige Anlagen zum Antrag auf Nostrifizierung

Die Nostrifizierungstaxe beträgt derzeit EUR 150,00 und ist im Voraus zu entrichten. Dazu kommen Gebühren und Verwaltungsabgaben. Mehr Informationen unter Anlagen zur Nostrifizierung.

Kriterien der Überprüfung sind Inhalte, Umfang und Anforderungen desjenigen österreichischen Studiums, mit dessen Abschluss die Gleichwertigkeit beantragt wird. Wenn einzelne Voraussetzungen nicht zutreffen, können diese als außerordentliche/r Studierende/r absolviert werden. Sämtliche Bedingungen werden mit Bescheid vorgeschrieben. Wenn der/die Antragsteller/in alle zusätzlichen Bedingungen erfüllt hat oder wenn keine Bedingungen vorgeschrieben wurden, stellt die zuständige Stelle die Nostrifizierung fest. 

..., weil die Unterschiede zum österreichischen Studium zu groß sind, kann um Zulassung zum österreichischen Studium angesucht und nach erfolgter Zulassung die Anerkennung von Prüfungen aus dem ausländischen Studium, soweit sie den österreichischen gleichwertig sind, erfolgen. Danach kann das österreichische Studium fortgesetzt und abgeschlossen werden.

Für die Beantragung einer Nostrifizierung wird das ausgefüllte Formular "RE-F03 Antrag auf Nostrifizierung" zusammen mit folgenden Anlagen eingereicht:

  1. Nachweis, dass die Nostrifizierung zwingend für die Berufsausübung oder für dieFortsetzung der Ausbildung der/s Antragstellers/in in Österreich erforderlich ist*
  2. Unterschriebener Lebenslauf (mit besonderer Berücksichtigung der bisherigen Vorbildung)
  3. Geburtsurkunde und allfällige Urkunden über Namenswechsel (z. B. Heiratsurkunde), wenn beigefügte Studiennachweise auf einen früheren Namen lauten
  4. Kopie des Staatsbürgerschaftsnachweises bzw. Reisepasses
  5. Reifeprüfungszeugnis/Maturazeugnis sowie allfällige weitere Dokumente, die die Zulassungsvoraussetzungen zum ausländischen Hochschulstudium belegen
  6. Studiennachweis (Studienbuch / Index / Studienplan), Zeugnisse über die abgelegten Prüfungen inklusive Bezeichnung und Stundenausmaß der besuchten Lehrveranstaltungen und abgelegten Prüfungen (Transcript of Records, ECTS-Beschreibung)
  7. Abschluss- bzw. Diplomurkunde
  8. Exemplar der Abschlussarbeit oder Inhaltsangabe in deutscher Sprache
  9. Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse (Sprachzertifizierung – mind. Sprachniveau B2)
  10. Kopie der Zahlungsbestätigung für die Nostrifizierung von EURO 150,- (Nostrifizierungstaxe), die an die FH Kärnten im Voraus unter folgender Bankverbindung einzuzahlen ist:

    Bank Austria Creditanstalt
    Bankleitzahl: 12000
    Kontonummer: 0281 420 5700
    IBAN: AT671100002814205700
    BIC: BKAUATWW
    Verwendungszweck: Nostrifizierungstaxe

Alle Unterlagen müssen im Original vorgelegt und von einem gerichtlich beeideten Dolmetscher auf Deutsch übersetzt werden (Ausnahme: Staatsbürgerschaftsnachweis/Reisepass, Abschlussarbeiten und Originalurkunden in englischer Sprache).

Der Antrag auf Nostrifizierung kann erst bearbeitet werden, wenn die Nostrifizierungstaxe eingezahlt und sämtliche erforderliche Unterlagen beglaubigt und übersetzt übermittelt wurden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Nostrifizierungstaxe auch dann einbehalten wird, wenn der Antrag auf Nostrifizierung zurückgewiesen bzw. abgewiesen wurde.

Der Antrag auf Nostrifizierung ist eingeschrieben an folgende Adresse zu senden:

Fachhochschule Kärnten
Rektorat
Hauptplatz 12
9560 Feldkirchen
Österreich

 * gilt nicht für „MTD-Studiengänge“, vgl. § 3 Abs. 3 Z2 MTD Gesetz

Gemäß der Regelungen des § 6 Absatz (6) und (7) des FHStG idgF entscheidet das FH-Kollegium über eingebrachte Anträge zur Nostrifizierung im Ausland erworbener akademischer Grade. Um solche Beschlüsse auf entsprechend sorgfältig aufbereiteter Basis fällen zu können, wird folgender Ablauf festgelegt:

 

  1. AntragstellerInnen fordern eine Rechnung beim Rektorat an. Es sind € 150,00 im Voraus an die in der Rechnung angeführte Bankverbindung mit Bekanntgabe der Rechnungsnummer zu überweisen.
  2. Eingang des Ansuchens: AntragstellerInnen richten ein Ansuchen um Nostrifizierung unter Verwendung des Formulars RE-F03 „Antrag auf Nostrifizierung“ an das Rektorat. Das Formular ist unter "Antrag auf Nostrifizierung" abrufbar.
  3. Nun kann die Geschäftsstelle des Rektorats das Nostrifizierungsansuchen entgegennehmen. Es erfolgt eine formale Prüfung des Ansuchens - Prüfkriterien siehe Formular RE-F03.
  4. Nach positiver Absolvierung der Prüfkriterien, wird das Ansuchen von der Geschäftsstelle des Rektorats an die betreffende Studiengangsleitung zur inhaltlichen Prüfung übermittelt.
  5. Im entsprechenden Studiengang erfolgt die Prüfung durch die Studiengangsleitung.
  6. Folgende Kriterien sind zu erfüllen:

     

    • Vorliegen einer Übereinstimmung mit zumindest 75 % des Kompetenzerwerbs gemessen am ECTS-Umfang
    • bzw. Feststellung jener Kenntnisse, die noch zusätzlich an der FH Kärnten erworben werden müssen.

     

  7. Die Studiengangsleitung erstellt eine fachliche Stellungnahme und empfiehlt eventuell erforderliche Auflagen. Sie gibt die Dokumente an die Geschäftsstelle des Rektorats weiter.
  8. Die Geschäftsstelle des Rektorats übermittelt die Ergebnisse der formalen und der inhaltlichen Prüfung zur Beschlussfassung an das Kollegium.
  9. Der Rektor/die Rektorin berichtet in der FH-Kollegiumssitzung, in der der Beschlussvorschlag behandelt wird, über das Nostrifizierungsansuchen und legt einen Vorschlag zur Beschlussfassung vor. Das FH-Kollegium fällt auf dieser Grundlage einen positiven oder negativen Bescheid oder einen Bescheid mit Auflagen.

Positiver oder negativer Bescheid
Die Geschäftsstelle des Rektorats übermittelt den vom Rektor unterzeichneten positiven oder negativen Nostrifizierungsbescheid an die/den AntragstellerIn

Bescheid mit Auflagen
In einem Nostrifizierungsbescheid mit Auflagen wird die/der AntragstellerIn vom Rektor mittels Bescheid über die am entsprechenden Studiengang zu entrichtenden Lehrinhalte informiert. Nach Erfüllung dieser Auflagen erfolgt der Nostrifizierungsbescheid durch das Rektorat.

ECTS-Informationen

Das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) ist ein studierendenorientiertes System zur Akkumulierung und Übertragung von Studienleistungen.

ECTS ist eines der Hauptcharakteristika des Bologna Prozesses und dient dazu, innerhalb des europäischen Hochschulraumes die gegenseitige Anrechnung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen sicherzustellen und die internationale Anerkennung von Abschlüssen zu gewährleisten. Dadurch regelt ECTS sowohl die Studierendenmobilität als auch die Zulassung zu weiterführenden Studien.

Das System basiert auf der Transparenz von Lernergebnissen und Lernprozessen. Der Kompetenzerwerb wird durch die Beschreibung der Lernergebnisse auf Studiengangs-, Modul- und Lehrveranstaltungsebene sichtbar, was wesentlich zur Qualitätssicherung beiträgt.

ECTS Credits werden nach dem Arbeitsaufwand von Studierenden berechnet, der im Regelfall für ein positives Lernergebnis notwendig ist.

Die Lernergebnisse beschreiben, was die Studierenden nach dem erfolgreichen Abschluss eines Lernprozesses wissen, verstehen und können sollen. Der Arbeitsaufwand gibt die Zeit an, die Studierende typischerweise für sämtliche Lernaktivitäten (beispielsweise Vorlesungen, Seminare, Projekte, Laborübungen, Selbststudium, Prüfungen) aufwenden müssen, um die erwarteten Lernergebnisse zu erzielen.

Im europäischen Hochschulraum wird ein Semester mit 30 ECTS Credits bewertet, ein Studienjahr mit 60 ECTS Credits. Das Arbeitspensum für ein akademisches Jahr beträgt zwischen 1.500 und 1.800 Stunden. In Österreich entspricht ein ECTS Credit einem Arbeitspensum von 25 Echtstunden.

Das Learning Agreement (Vereinbarung über die zu absolvierenden Kurse im Ausland) umfasst eine Auflistung aller Kurseinheiten/-module oder anderer Lerneinheiten, die Studierende an einer Institution während ihres Auslandssemesters belegen. Ebenfalls werden die Kurs-Kennzahlen und die zugewiesenen ECTS Credits am Dokument aufgelistet. Wenn ein ECTS Credittransfer stattfinden soll, muss der Studienvertrag vorab von drei Seiten unterschrieben und genehmigt werden: Von dem/der Studierenden, von der Gasthochschule und von der entsendenden Hochschule. Es ist möglich das Learning Agreement vier Wochen nach Beginn des Auslandssemesters zu ändern.

Das Dokument Confirmation of Stay (Aufenthaltsbestätigung) bestätigt den tatsächlichen Aufenthalt des/der Studierenden an der Gasthochschule und wird im Regelfall durch das International Relations Office ausgegeben. Das Dokument kann frühestens zwei Wochen vor der Abreise vom zuständigen International Relations Office angefordert werden. Dieses Dokument ist für Erasmus+ Studierende verbindlich.

Das Transcript of Records (Datenabschrift) stellt eine Übersicht über die Studienleistungen (absolvierte Lehrveranstaltungen bzw. Module, Noten und Anzahl der erreichten ECTS Credits) dar. Für die Studierendenmobilität dient das Transcript of Records als Nachweis der erbrachten Leistungen (vor dem Auslandsaufenthalt als Information für die Gastinstitution; nach dem Auslandsaufenthalt als Basis für die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen durch die heimische Hochschule).

Das Diploma Supplement (Diplomzusatz) enthält eine standardisierte Beschreibung eines abgeschlossenen Studiums. Das Diploma Supplement soll die internationale Transparenz verbessern und der Anerkennung von akademischen und beruflichen Qualifikationen dienen.