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A Multidisciplinary Approach to Support Risk Assessment of UAS Missions in Austria

Run-TimeNovember/2019 - February/2021
Project management
  • Gernot Paulus
  • Project staff
  • Karl-Heinrich Anders
  • Dariia Strelnikova
  • Pia Zupan-Angerer
  • Thomas Andreas Schneider
  • Maximilian PETAUTSCHNIG
  • Kevin SANTNER
  • Maximilian KRASSNITZER
  • ForschungsschwerpunktLuftfahrttechnik
    Studiengang
  • Geoinformation
  • ForschungsprogrammTake Off
    Förderinstitution/Auftraggeber
  • FFG
  • Die Fortentwicklung unbemannter Luftsysteme (UAS), oder Drohnen, wird von der Europäischen Union als vielversprechende Quelle des Wirtschaftswachstums angesehen. Ein Roadmap für die Integration der Drohnen in den vereinten Europa-Raum prognostiziert, dass in den nächsten Jahrzehnten die Zahl der Drohnenoperationen in städtischen Gebieten auf Tausende von gleichzeitigen Flügen steigen wird. Die neue einheitliche europäische Rechtsvorschrift, die den Betrieb von UAS regelt, folgt einem operationszentrierten risikobasierten Ansatz, sodass jede Drohnenoperation im Hinblick auf das Risikoniveau behandelt wird, welches sie für Personen und gefährdete Objekte darstellt. Die entstehenden Risiken werden nach dem Specific Operation Risk Assessment (SORA) Ansatz behandelt. Damit wird die Risikobewertung zu einem integralen Bestandteil jeder Drohnenoperation.
    Eine große Anzahl von gleichzeitigen UAS-Operationen, einschließlich autonomer Flüge, setzt eine automatische Risikobewertung und den hohen Automatisierungsgrad des UAS-Verkehrsmanagements (UTM) voraus. Deshalb hat die EU mit der Umsetzung des U-Space begonnen, eines Systems, welches das UTM automatisiert und einen sicheren und effizienten Zugang zum Luftraum für eine große Anzahl von Drohnen ermöglicht. Von den Mitgliedstaaten wird erwartet, dass sie sich aktiv an der Entwicklung von U-Space beteiligen und die nationale Geodaten in einem maschinenlesbaren Format bereitstellen, welche für die automatische Risikobewertung des Betriebs von UAS erforderlich sind.
    Derzeit gibt es keine Standards bezüglich der Qualität oder des Inhalts solcher Geodaten. Ihre Formate sind ebenfalls undefiniert, da die in der Luftfahrt verwendeten Standardformate einfache, großflächige Geometrien darstellen und nicht für hochauflösende Daten geeignet sind, die für die Risikobewertung der UAS-Operationen erforderlich sind. Das explorative Projekt Drone Risk Austria zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen, indem es (1) detaillierte Konzepte für die nationale Geodatenintegration entwickelt, (2) eine prototypische Implementierung der erarbeiteten Konzepte durchführt und (3) eine Schnittstelle zur Bereitstellung der integrierten Geodaten in ein UTM-System implementiert. Um den Umfang der für die Risikobewertung der Drohnenoperationen erforderlichen Geodaten korrekt zu definieren, berücksichtigt Drone Risk Austria unter anderem das so genannte Wetterrisiko, das sich aus wechselnden Wetterbedingungen ergibt und andeutet, dass ein Bodenrisiko oder ein Luftrisiko, welche in SORA definiert sind, auftreten wird. Die technologische Plattform, welche im Rahmen des von der FFG geförderten Projekts Drone Zone Austria entwickelt wurde, soll genutzt werden, um den österreichischen Drohnenpiloten schnell ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das eine vorläufige Risikobewertung auf Basis der neuen Europäischen Rechtsvorschriften unterstützt. Es wird erwartet, dass Drone Risk Austria zur Entwicklung von U-Space beiträgt, die Sicherheit der Drohnenoperationen erhöht und als erster Schritt auf dem Weg zur Rechtssicherheit des UAS-Betriebs im nationalen Luftraum dient.

    • FFG (Fördergeber/Auftraggeber)