Green LOGIX - Vegetationskontrolle an Schienen und Straßenwegen

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Civil Engineering & Architecture

Im Rahmen des Forschungsprojektes Green LOGIX beschäftigt sich die Fachhochschule Kärnten, Studiengang für Bauingenieurwesen und Architektur mit der Fragestellung, welche alternativen Vegetationskontrollen für Schienen und Straßen effektiv und wirksam sind.

Die Auftraggeber setzen sich aus ÖBB, ASFINAG und BMVIT zusammen. Finanziert wurde das Projekt über die VIF Förderschiene der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH.  Das Projektziel ist die Vegetationskontrolle an Verkehrsinfrastrukturflächen mit einer ausgeglichenen Abwägung zwischen traditionellen und ökoalternativen Methoden.

Testungen an Schienen und Straßenwegen in Villach, Wien und Linz

Die effektive Bekämpfung von unerwünschtem Aufwuchs an Bahn- und Straßenkörpern ist vor allem im Hinblick auf Sicherheitsfragen eine unbestreitbare Notwendigkeit. Es stehen unterschiedliche Bekämpfungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das Forschungskonsortium, bestehend aus FH Kärnten, FH Technikum Wien, biohelp und E.C.O. Institut für Ökologie hat im Zuge des Green LOGIX Projektes an Testsites in Wien, Linz und Villach unterschiedlichste Methoden zur Vegetationskontrolle an Schienen und Straßenwegen durchgeführt. Dabei wurden in Wien und Linz insgesamt sechs unterschiedliche Geotextilien und Vliese ausgetestet. Die Geotextilien sollen den Bewuchs möglichst eindämmen und die Vliese sind vor allem bei Renovierungen und Neubauten von Infrastrukturen gut einsetzbar.

In Villach wurde mithilfe von Testkästen die Petrologie und das Wuchsverhalten von Pflanzen beobachtet. Das Erkennen von Zusammenhängen zwischen Gesteinsart und Wachstumsbedingungen und Temperatur, ist die Kernaussage dieser Untersuchung. Am Verschiebebahnhof in Erdberg und Wien Breitenlee, sowie Gerasdorf und Seyring wurde eine große Anzahl an alternativen Spritzmitteln und Herbiziden auf ihre Wirksamkeit ausgetestet.

Empfehlungen für die wirksamste Methode

In Wien Breitenlee konnte außerdem die Durchführung der Elektroherbizidmethode ermöglicht werden und es wurden zwei unterschiedliche Samenmischungen als Konkurrenzpflanzung ausgebracht. Ausgewählte Herbizide wurden ökotoxikologisch untersucht und es wurde eine Empfehlung ausgesprochen, welche der getesteten Substanzen ökotoxikologisch am besten für den Einsatz an Gleisanlagen und Straßen geeignet wären.

Infos & Rückfragen
FH Kärnten
Elisabeth Wiegele
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
05 90 500 5140
https://forschung.fh-kaernten.at/conna/