Kunst und Kreativität in den DDS (UE)

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Course numberB3.07290.06.390
Course code
Curriculum2018
Semester of degree program Semester 6
Mode of delivery Presencecourse
SPPW2,0
ECTS credits2,0
Language of instruction German

Die Studierenden
* setzen sich mit Repräsentationen von Behinderung und Abweichung in der visuellen Kultur (Fernsehen, Film, Fotografie, Internet) sowie im Museum und Theater auseinander und sind sensibilisiert für marginalisierende Repräsentationen auch im historischen Verlauf.  
* haben einen Überblick über künstlerisches Arbeiten mit unterschiedlichen Zielgruppen und sozialen Problemkonstellationen der DDS gewonnen.
* kennen unterschiedliche kreative Methoden und können deren präventive, kompensatorische und assistierende Komponenten erläutern.
* erkennen den Stellenwert der Methoden in der inklusiven Bildungsarbeit, vernetzt mit multidimensionaler Entwicklungsförderung.

Bisherige Lehrveranstaltungen laut Studienplan

In der Lehrveranstaltung wird in zwei Gruppen durchgeführt. Es kann dementsprechend zwischen zwei Zugängen zur Auseinandersetzung mit Kunst und Kreativität gewählt werden.

Eine Gruppe setzt sich mit Repräsentationen von Behinderung in der visuellen Kultur (Fernsehen, Film, Fotografie, Internet) und im Museum und Theater auseinander. Persönliches Erleben, Erfahren und Ausprobieren von künstlerischen Zugängen dienen als Basis für entsprechende Angebotsentwicklung. Exkursionen, etwa ins Theater, um ein Stück anzuschauen, das mit und von Menschen mit Behinderung aufgeführt und inszeniert wird, oder ins Museum, um es hinsichtlich seiner Barrierefreiheit zu analysieren, runden diese LV ab. 

In der zweiten Gruppe werden diverse Methoden künstlerischen Gestaltens vorgestellt, angewendet und analysiert. Sie werden hinsichtlich ihres Einsatzes in der Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen mit komplexen Problemkonstellationen (körperlich wie sozial) durch z.B. Bildnerisches Gestalten, Musik, Tanz, Theater, Fotografie, Neue Medien etc. vorgestellt.

Kunst und Kreative Methoden weisen aus Expert*innensicht präventive, kompensatorische und assistierende Komponenten auf. Dieser Stellenwert der Methoden im Rahmen inklusiver Bildungsarbeit, multidimensionaler Entwicklungsförderung und Selbsterfahrung bzw. Selbstreflexion wird im Rahmen der Lehrveranstaltung vermittelt. Zugleich werden Kunst und Kultur aus Sicht der Betroffenen betrachtet, die im künstlerischen Ausdruck die Chance finden, neu zur Welt zu kommen.

Baer, U. (2007): Gefühlssterne, Angstfresser, Verwandlungsbilder. Kunst- und gestaltungstherapeutische Methoden und Modelle. Neukirchen-Vluyn.

Chacon, R.U. (2015): Theater und Taubheit. Ästhetiken des Zugangs in der Inszenierungskunst.

Föhl, P.S.; Erdrich, S. (2007): Das barrierefreie Museum. Theorie und Praxis einer besseren Zugänglichkeit. Bielefeld.

Gaiss, S. (2015): Kunstpädagogik und Kunsttherapie. Entwicklungsförderung zwischen Kindheit und Jugend anhand sinnlicher Wahrnehmung und ästhetisch-bildnerischer Erfahrung. München.

Gottwald, C. (2017): Lachen über das Andere. Eine historische Analyse komischer Repräsentationen von Behinderung. Bielefeld.

Hillinger, D. (2006): Theaterpädagogische Inszenierung. Berlin.

Marquardt, P.; Krieger, W. (2007): Potenziale Ästhetischer Praxis in der Sozialen Arbeit. Eine Untersuchung zum Bereich Kultur-Ästhetik-Medien in Lehre und Praxis. Baltmannsweiler.

Menzen, K.H. (2013): Kunsttherapie in der Sozialen Arbeit. Indikationen und Arbeitsfelder. Basel.

Ochsner, B.; Grebe, A. (2013): Andere Bilder. Zur Produktion von Behinderung in der visuellen Kultur. Bielefeld.

Schottenloher, G. (2003): Kunst- und Gestaltungstherapie. Eine praktische Einführung. München.

Tacke, A. (2016): Blind Spots - eine Filmgeschichte der Blindheit vom frühen Stummfilm bis in die Gegenwart. Bielefeld.

LV-immanenter Prüfungscharakter