Hämatologischer Analyseprozess 2 Gruppe 1 (ILV)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

 Christiane Peine
 Manuel Wiester , BSc

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LV-NummerB3.06651.30.380
LV-KürzelHämaAP2
Studienplan2019
Studiengangssemester 3. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS3,0
ECTS Credits3,0
Unterrichtssprache Deutsch

Basierend auf dem Verständnis über die physiologischen und pathophysiologischen Regelmechanismen der Hämatopoese und des Immunsystems sind die Studierenden in der Lage, basierend auf der ärztlichen Anordnung den biomedizinischen Analyseprozess (bestehend aus der präanalytischen, analytischen und postanalytischen Phase) in der Hämatologie/Hämatopathologie als Teil des medizinischen Gesamtprozesses eigenverantwortlich und selbständig durchzuführen. D.h.:

  • die Studierenden können der jeweiligen bioanalytischen und medizinischen Fragestellung die relevanten Messgrößen zuordnen und die Anforderung in Bezug auf die angeforderten Analysen nachvollziehen und beurteilen, ob das zur Verfügung stehende Untersuchungsmaterial für die angeforderten biomedizinischen Analysen geeignet ist;
  • sie kennen die präanalytischen Einfluss- und methodenabhängigen Störgrößen zu den jeweiligen Messgrößen und deren Auswirkungen auf die jeweilige Laboruntersuchung;
  • sie können die hämatologischen Analysemethoden gemäß der Fragestellung auswählen, kritisch beurteilen und evaluieren;
  • sie kennen die grundlegenden Reaktionsabläufe im Analyseprozess und erkennen diese in den automatisierten Abläufen wieder;
  • sie können basierend auf ihrem Wissen über Messvorgang, Auswertung, methodenspezifische Messwerte, Messergebnisse und Berechnungsverfahren geeignete Auswerteverfahren bzw. Methoden der Messwerterfassung (z.B. Blutbildhistogramme und -scattergramme) selbständig anwenden sowie mit der Funktionsweise aktueller und neuer Gerätetechnologien in Zusammenhang bringen;
  • die Studierenden sind in der Lage, geeignete laboranalytische Schritte und Maßnahmen anzuwenden und können ausgewählte hämatologische Analysen (Partikelzählungen, Differentialblutbilder, Immunphänotypisierung u.a.) an unterschiedlichem Probenmaterial mit den entsprechenden Mess-, Nachweis- und Beurteilungsverfahren sowie mit Hilfe von Arbeitsanleitungen selbständig durchführen;
  • sind in der Lage, Arbeitsabläufe aufeinander abzustimmen und zeitlich effizient zu planen;
  • sie können die fachspezifischen Maßnahmen zur Qualitätssicherung selbständig durchführen und beurteilen;
  • sie können einfache Fehler in der Durchführung einer Methode erkennen, richtig zuordnen und diese soweit wie möglich beheben;
  • sie können die Untersuchungsergebnisse mit vorhandenen Informationstechnologien dokumentieren;
  • die Studierenden sind in der Lage, Formelemente in Blutausstrichpräparaten und Knochenmarkpräparaten mikroskopisch gemäß der aktuellen Nomenklatur zu beschreiben, Blutaustrichpräparate zu differenzieren und dem mikroskopischen Bild entsprechend einem hämatologischen Störungsbild zuzuordnen.
  • Die Studierenden sind in der Lage, die Untersuchungsergebnisse technisch und biomedizinisch zu validieren, die Bedeutung für die klinische Diagnostik zu beurteilen und die verschiedenen hämatologischen/ hämatopathologischen Untersuchungsresultate patienten/-in-bezogen zu verknüpfen, deren Plausibilität zu überprüfen und sie in ein Gesamtbild zu integrieren und sich derer Konsequenzen für die/den Patient/-in bewusst sein;
  • sind aufgrund der vorliegenden Laborergebnisse in der Lage, mögliche weiterführende laboranalytische Untersuchungen (Stufendiagnostik) folgerichtig auszuwählen;
  • wissen um die Notwendigkeit, aktuelle Entwicklungen zu verfolgen und in ihre Arbeit zu integrieren Bescheid.

Module des 1./2. Semesters

  • Auswertung und Beurteilung mechanisiert erstellter Blutbilder hinsichtlich Abweichungen/Pathologien inkl. Interpretation der Kurvendarstellungen (Histogramme, Scattergramme)
  • Spezialfärbungen - Durchführung und Interpretation
  • Störungen in der Hämatopoese, hämatopoetische Neoplasien und deren mikroskopische Beschreibung und Differenzierung (Myelogramm) inkl. Interpretation (pathologische Differentialblutbilder einschl. ausgewählte Knochenmarkpräparate)
  • Technische und biomedizinische Validation von hämatologischen Laborergebnissen
  • Weiterführende hämatologische Labordiagnostik, Spezialfragestellungen

Mahlberg R. et al. (2014), Hämatologie: Theorie und Praxis für medizinische Assistenzberufe, VCH Verlag;
Hallbach J. (2019), Klinische Chemie und Hämatologie: Biomedizinische Analytik für MTLA und Studium, Thieme;
Haferlach T. et al. (2019), Taschenatlas Hämatologie: Mikroskopische und klinische Diagnostik für die Praxis, Thieme;
Freund M. (2008), Praktikum der mikroskopischen Hämatologie: Begründet von Fritz Heckner, Elsevier;
Moore G. et al. (2016) Haematology, Oxford New York: Oxford University Press;
Fangerau H. et al. (2014), Medizinische Terminologie - ein Kompaktkurs, Lehmanns Media;
Michl M. (2016), Hämatologie - Basics, Elsevier;
Bücher, Fachzeitschriften und Internetseiten entsprechend dem aktuellen Wissensstand in den Fachgebieten

Vorlesung, Demonstration, Laborübung, Diskussion

Modulprüfung