Ergotherapeutischer Prozess in der Psychiatrie inkl. Therapiekonzepte (ILV)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

 Markus Kraxner , MSc

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 Bettina Tscheliesnig
LV-NummerB3.06680.50.030
LV-KürzelEPP
Studienplan2016
Studiengangssemester 5. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS3,5
ECTS Credits3,5
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden haben einen Überblick über das Aufgabengebiet und die Anforderungen an eine Ergotherapeutin/eines Ergotherapeuten im Bereich Psychiatrie; können die Rahmenbedingungen der ergotherapeutischen Arbeit in diesem Bereich beschreiben und die Wechselwirkungen zwischen Rahmenbedingungen und therapeutischen Möglichkeiten erläutern; können die speziellen Grundlagen der Ergotherapie in diesem Bereich darstellen und ergotherapeutisches Handeln auf der Basis dieses Wissens begründen; kennen den Zusammenhang zwischen Problemen/Ressourcen in der Handlungsperformanz des Menschen ergotherapeutische relevanter Krankheits- und Störungsbilder; können den ergotherapeutischen Prozess entsprechend der vorliegenden Problemstellung entsprechend modifizieren, insbesondere bereits erworbene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für Lösungsstrategien von Problemstellungen fachspezifisch einsetzen, ergotherapeutische Maßnahmen zur Untersuchung und Behandlung auswählen und die Wahl begründen, die Maßnahmen an ausgewählte Problemstellungen anpassen und diese praktisch umsetzen.

Überblick über Indikationen, Arbeitsfelder, Zielsetzung, Rolle bzw. den spezifischen Beitrag der Ergotherapeutin/des Ergotherapeuten im Team; spezifische fachbereichsrelevante Rahmenbedingungen (insbesondere institutionelle, z.B. Fornensik, Sozialformen, finanzielle sowie gesellschaftspolitische); Schwerpunkt psychosozialer Bezugsrahmen unter Berücksichtigung der anderen Komponenten sowie soziokultureller Aspekte; Zusammenhang zwischen Problemen/Ressourcen in der Handlungsperformanz und ausgewählten Krankheits- und Störungsbildern, bzw. der Medikation und Durchführung des ergotherapeutischen Prozesses unter besonderer Berücksichtigung der Kriterien für die Auswahl und die Anwendung ergotherapeutischer Maßnahmen bei: Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen; affektive Störungen; Angst und Zwangsstörungen, Anpassungsstörung und somatoforme Störungen; Suchterkrankungen; Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen; forensische Problemstellungen; Funktions- und alltagsorientierte Maßnahmen im Bereich der psychosozialen Fähigkeitskomponenten (Beziehungsgestaltung, Konfliktverhalten, Konfliktlösung, Krisenintervention);
Theoretischer Hintergrund (Ursprung und Entwicklung, leitende Idee und Prinzipien, etc.), spezifische Maßnahmen, Methoden und Mittel, Indikationen sowie Evaluationsmöglichkeiten psychosozialer Behandlungsverfahren: kompetenzzentrierte Methode, interaktionelle Methode, ausdruckszentrierte Methode, wahrnehmungszentrierte Methoden , neuropsychologische Methoden, arbeitstherapeutische und arbeitsrehabilitative Verfahren

Ergotherapie im Arbeitsfeld Psychiatrie (B.Kubny-Lüke;
Thieme),
Ergotherapie im Suchtbereich (B.Fuchs; verlag modernes lernen), Ergotherapie und Psychiatrie, Perspektiven aktueller Forschung (T.Reuster, O.Bach; Thieme),
Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie (V.Arolt, C.Reimer, H.Dilling; Springer),
allgemeine Psychopathologie (C.Scharfetter; Thieme),
Ergotherapie in der Psychiatrie (I. Scheiber, Stam Verlag),
Diagnostische und statistische Manuel psychischer Störungen (H, Saß, H. U. Wittchen, M. Zaudig, Hogräfe Verlag)

Modulprüfung