Gesundheit - Ethik - Chancengerechtigkeit SPRING SCHOOL (SE)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

FH-Prof. Dr.

 Ralf Reiche

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 Sigrid Anna Stieger , BA MA MHC

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Mag. Dr.

 Klaus Wettl

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LV-NummerM3.05190.30.130
LV-KürzelGeEtChan
StudienplanGM16
Studiengangssemester 4. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS1,5
ECTS Credits2,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden sind in der Lage ethische Begründungszusammenhänge auf gesundheitliche Problemstellungen zu übertragen. Sie können sich differenziert mit gesellschaftlichen Wert-, Normalitäts-, Funktions-, Rollen-, Leistungs- und Effizienzvorstellungen auseinandersetzen und sind fähig, ihre eigenen ethischen, moralischen und Wertmaßstäbe zu reflektieren. Sie können auch in dilemmatische und kontrovers diskutierten Gesundheitssituationen (Kosteneinsparungen, Palliativ-medizin, Organtransplantation, prädiktive Gentechnik, Risikoschwangerschaften etc.) Entscheidungen fällen und diese konstruktiv im Diskurs mit anderen vertreten.

Die Studierenden verfügen über soziologisches Grundlagenwissen, um aktuelle Tendenzen und Herausforderungen im Gesundheitswesen mehrperspektivisch bestimmen zu können.

Ethische Probleme im Gesundheitswesen werden überwiegend als medizin-, bio- oder pflegeethische Fragestellungen bearbeitet. Im Zuge des neoliberalen Transformationsprozesses des Gesundheitswesens hin zu einem ›Gesundheitsmarkt‹ werden wirtschaftsethische Reflexionen zunehmend dringender. Die Lehrveranstaltung thematisiert daher Grundlagen der Wirtschafts-, Verantwortungs-, Gerechtigkeits-, Fürsorge- und Neuroethik. Schwerpunktmäßig werden ethische Fragestellungen behandelt, die im Schnittfeld von Ökonomie, Medizin, Versorgung und Management liegen (zum Beispiel: Kommerzialisierung von Gesundheitsleistungen, Industrialisierung der stationären Versorgung, Wandel des Berufsethos durch ökonomische Anreize, Biotechnologisierung zum besseren Menschen, Standpunkte feministische Care-Ethik; Neuro-, Bio-, Body-Enhancement statt Heilbehandlung). Ethische Dilemmata werden anhand von Case-Studies durchgespielt.

Michael Coors, Tatjana Grützmann, Tim Peters (Hg.): Interkulturalität und Ethik. Der Umgang mit Fremdheit in Medizin und Pflege, Göttingen: Edition Ruprecht 2014.
Dörries A, Lipp V (Hrsg.): Medizinische Indikation. Ärztliche, ethische und rechtliche Perspektiven. Grundlagen und Praxis.Kohlhammer, Stuttgart, 2015.
Feuerstein, G. (2007): Folgenspektrum und Bewertung biomedizinischer Techniken. Wvb-Verlag.
Hauser-Schäublin, Brigitta (Hrsg.): Der geteilte Leib : die kulturelle Dimension von. Organtransplantation und Reproduktionsmedizin in Deutschland.
Kollek, R. & Lemke, T. (2008). Der medizinische Blick in die Zukunft. Gesellschaftliche Implikationen prädiktiver Gentests, Frankfurt am Main/New York: Campus
Lemke, Th.; Folkers, A.: (2014): Biopolitik. Ein reader. Suhrkamp
Körtner, Ulrich H.J.: Grundkurs Pflegeethik (UTB 2514), Facultas, Wien 2004
Rosenbrock, R.; Hartung, S. (Hrsg.) (2012): Handbuch Partizipation und Gesundheit. Huber.
SchöneSeifert, Bettina/Ach, Johann/Opolka, Uwe (Hrsg): Neuroenhancement. Ethik vor neuen Herausforderungen. Ca. 256 S., kt., € 38., Frühjahr 2008, Mentis, Paderborn.

Seminar, Gastvorträge, moderierte Gruppenarbeit, ....

Workshop zu ethischem Dilemma und Lösungsfindung - Peer-Teaching
Schriftlich 50% Präsentation 50%"