Sozialphilosophie der DDS (VO)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

FH-Prof.in Mag.a Dr.in habil.

 Susanne Dungs

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Prof. Dr.

 Uwe Gerber
LV-NummerB3.07290.04.140
LV-KürzelSoz. Phil.
Studienplan2018
Studiengangssemester 4. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits3,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden
* haben sich mit der inneren Verfasstheit sozialphilosophischen Denkens auseinandergesetzt und können entfalten, inwiefern es sich als Möglichkeit von Zeitdiagnostik (d.h. zum Identifizieren zeitgenössischer sozialer Problemlagen) einsetzen lässt.
* wissen das Wechselverhältnis von Individuum und Gesellschaft, das für die Sozialphilosophie eine ausgezeichnete Rolle spielt, in seiner Bedeutung für die DDS einzuordnen und können aufzeigen, wie unterschiedliche Repräsentationen von Behinderung (im geschichtlichen Verlauf) durch diese Interdependenz hervorgebracht wurden und werden.
* können die Grundgedanken der UN-BRK und andere für die DDS relevante Menschenrechtsdokumente aus einer sozialphilosophischen Perspektive betrachten und gesellschaftliche Hindernisse zu ihrer Umsetzung identifizieren.
* können ausgewählte Klassiker*innen der Sozialphilosophie aus Geschichte und Gegenwart benennen und ihre Grundgedanken entfalten.

Bisherige Lehrveranstaltungen laut Studienplan

In der Lehrveranstaltung werden die Grundbegriffe sozialphilosophischen Denkens in ein Verhältnis zu den Grundgedanken der Disability & Diversity Studies gesetzt. Sozialphilosophie gehört in den Bereich praktisch-philosophischer Forschungen. Ihr Gegenstand ist somit die Gesellschaft/Gemeinschaft als Ermöglichungsgrund gelingenden Lebens des einzelnen Individuums. Über die jeweilige Beziehung zu einem konkreten anderen Menschen hinaus werden in dieser Lehrveranstaltung somit auch gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer Qualität in den Blick genommen. Intersektionalität dient auch hier als "Gedächtnisstütze" (Villa 2010), um essentialistische Erklärungsmuster und Sichtweisen zu hinterfragen

Insbesondere wird der inhaltliche Gehalt der UN-BRK diskutiert und der Stand ihrer Umsetzung unter sozialphilosophischen Gesichtspunkten evaluiert. Die Qualität einer Gesellschaft bemisst sich daran, wie sie mit ihren "Schwächsten" (alte, arme, kranke, schwer behinderte Menschen) umgeht und wie sehr es ihr gelingt, Lebensbedingungen zu realisieren, in denen möglichst alle an den Möglichkeiten, die die Gesellschaft bietet, teilhaben und ein ihrer Würde gemäßes Leben führen können.

Brieskorn, N. (2009): Sozialphilosophie. Eine Philosophie gesellschaftlichen Lebens. Stuttgart.

Forst, R. u.a. (Hrsg.) (2009): Sozialphilosophie und Kritik. Frankfurt/M.

Gamm, G. (2009): Philosophie im Zeitalter der Extreme. Darmstadt.

Gamm, G. (2017): Verlegene Vernunft. Eine Philosophie der sozialen Welt. Paderborn.

Gamm, G.; Hetzel, A.; Lilienthal, M. (2001): Hauptwerke der Sozialphilosophie. Stuttgart.

Horster, D. (2005): Sozialphilosophie. Leipzig.

Ritsert, J. (2004): Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie. Münster.

Schlüter, W. (1995): Sozialphilosophie für helfende Berufe. München.

LV-abschließende Prüfung