Technik und Ethik (SE)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

Dr.

 Hardy Frehe

FH-Prof. DI Dr.

 Johannes Oberzaucher

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VertiefungDisability, Diversity und Technik
LV-NummerB3.07290.01.430
LV-KürzelTuE
Studienplan2013
Studiengangssemester 5. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits3,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Absolventin bzw. der Absolvent verfügt über Grundkenntnisse der Techniktheorien (Ethik der Technik und Fragen der Technikgenese und Technikimplementierung), die Technik als zentrales Medium der gesellschaftlichen Verkehrsformen und der menschlichen Selbst- und Weltdeutung diskutieren.

In normativer Hinsicht werden ethisch-philosophische Basiskompetenzen aus dem Bereich der Technikethik vermittelt. Dieser Zugang wird anhand sozialphilosophisch-politischer Fragen der Bioethik als 'bereichsübergreifender Technologie-Ethik' (Irrgang) konkretisiert. Insbesondere haben die Absolventinnen und Absolventen ein Verständnis für Problemstellungen und Fragen, die durch neue Handlungsoptionen in der High-Tech-Medizin erwachsen, entwickelt. Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, (bio)ethische Probleme neuer technologischer Entwicklung zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten. Ihnen sind Ansätze der Technikentwicklung und -bewertung bekannt, die die Prioritäten von Menschen mit Behinderung einbeziehen.

In Hinsicht der Technikentwicklungen haben sie sich mit Fragen der Barrierefreiheit vertraut gemacht und kennen Möglichkeiten des "Design for all".

Die Studierenden sind in "AAL"-Entwicklungen (Ambient assisted Living) an der Schnittstelle zur Medizintechnik eingeführt und kennen die Forschungsaufgaben zur Bedürfnisanalyse, Usibility und Akzeptanz als Basis ganzheitlicher "AAL"-Evaluationsstrategien.

Die angeeigneten Wissensbestände werden von den Absolventinnen und Absolventen darüber hinaus zur Reflexion der professionellen Identitätsgestaltung genutzt.

Der Schwerpunkt der LV liegt auf der bioethischen Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der modernen Biomedizin und den Biotechnologien. Thematisiert werden Techniktheorien (z.B. Technik als Medium), Möglichkeiten der Technikgestaltung und Fragen der Nachhaltigkeit. Ausgehend von den Disability und Diversity Studies spielt die partizipative Technikgestaltung (im Feld der Bioethik als 'bereichsübergreifende Technologie-Ethik') und das Prospektive Technology Assessment in der LV eine besondere Rolle.

Dederich, M. (Hrsg.) (2004): Bioethik und Behinderung. Bad Heilbrunn.

Dungs, S.; Mührel, E.; Gerber, U. (Hrsg.) (2009): Biotechnologie in Kontexten der Sozial- und Gesundheitsberufe: Professionelle Praxen - Disziplinäre Nachbarschaften - Gesellschaftliche Leitbilder. Frankfurt am
Main.

Eilers, M.; Rehmann-Sutter, Chr.; Grüber, K. (Hrsg.) (2012): Verbesserte Körper - gutes Leben?: Bioethik, Enhancement und die Disability Studies. Frankfurt am Main.

Gamm, G. (2000): Nicht nichts. Studien zu einer Semantik des Unbestimmten. Frankfurt am Main.

Heilinger, J.-Chr. (2010): Anthropologie und Ethik des Enhancements. Berlin/New York.

Hellbusch, J.-E.; Probiesch, K. (2011): Barrierefreiheit verstehen und umsetzen: Webstandards für ein zugängliches und nutzbares Internet. Heidelberg.

Herwig, O. (2008): Universal Design: Lösungen für einen barrierefreien Alltag. Basel.

Heylighen, A. (2008): Sustainable and inclusive design: a matter of knowledge? In: Local Environment, 13(6), S. 531 - 540.

Holfeld, M. (2012): Barrierefreie Lebensräume: Bauen und Wohnen ohne Hindernisse. Berlin.

Hubig, Chr. (2006/07): Die Kunst des Möglichen, Band I und II. Bielefeld.

Irrgang, B. (2005): Einführung in die Bioethik. München.

Kind, Chr.; Braga, S.; Studer, A. (Hrsg.) (2010): Auswählen oder annehmen? Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik. Zürich.

Kohlbecker, G. (2011): Barrierefreiheit im Bestand. Stuttgart.

Lenk, H.; Ropohl, G. (Hrsg.) (1993): Technik und Ethik. Stuttgart.

Meyer, S.; Mollenkopf, H. (Hrsg.)(2010): AAL in der alternden Gesellschaft -Anforderungen, Akzeptanz und Perspektiven, Analyse und Planungshilfe.

Nordmann, A. (2008): Technikphilosophie zur Einführung. Hamburg.

Panek, P., et al. (2008): The Living Lab in Schwechat for Involving Older Persons in the Innovation Process of Assisted Living Technologies. Vortrag: Real Corp 008, Vienna, 19.05.2008 - 21.05.2008. In: Proceedings of the REAL CORP 008. Vienna. S. 665-669.

Preiser, W.F.E.; Ostroff, E. (Hrsg.) (2001): Universal Design Hand-book. McGraw-Hill, New York.

Rauhala, M.; Edelmayer, G.; Topo, P.; Zagler, W.L. (2007): Ethics and Assistive Technology Development - Project Workers' Experiences with Continuous Ethical Review. Vortrag: AAATE 07 9th European Conference for the Advancement of Assistive Technology in Europe, San Sebastian, Spain; 03.10.2007 - 05.10.2007. In: Challenges for Assistive Technology, proc of the 9th Europ Conf for the Advancement of Assistive Technology in Europe (AAATE), IOS Press, Volume 20. S. 610-614.

The Center for Universal Design (1997): The Principles of Universal Design, Version 2.0. North Carolina State University, NC.

Weyer, J. (2008): Techniksoziologie. Genese, Gestaltung und Steuerung soziotechnischer Systeme. Weinheim.

Zagler, W.L. (2012): "Rehabilitationstechnik - Assistive Technologie"; In: V. Fialka-Moser (Hrsg.): Kompendium Physikalische Medizin und Rehabilitation. Wien, New York. S. 245-258.

Zagler, W.L.; Panek, P. (2009): Die ersten und letzten Worte haben die Anwender und Anwenderinnen - Beispiele für partizipatives Design bei AAL Produktentwicklung. Vortrag: 2. Deutscher AAL-Kongress in Berlin, 27.01.2009 - 28.01.2009. In: Tagungsband zum 2. Deutscher AAL-Kongress. Berlin.

Zoglauer, Th. (Hrsg.) (2002): Technikphilosophie. Freiburg.

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LV-immanenter Prüfungscharakter