Inter- und transkulturelle Diversity Studies (SE)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

Mag. (FH)

 Marika Gruber

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LV-NummerB3.07290.03.050
LV-KürzelInterKul
Studienplan2018
Studiengangssemester 3. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits3,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden
* können die Begriffe Kultur, Ethnie, Inter-, Trans- und Multikulturalität entfalten und kennen damit einhergehende Konzepte und Anwendungsfelder.
* haben sich mit den Phänomenen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Rechtspopulismus auseinandergesetzt und können mögliche Entstehungshintergründe darlegen.
* haben sich mit dem Migrationsprozess und mit den damit einhergehenden defizitären Zuschreibungen beschäftigt. Um diese zu durchdringen und auch die eigene Haltung zu reflektieren, beziehen sich die Studierenden auch auf Selbstzeugnisse Betroffener zu Flucht, Ankommen und Aufenthalt.
* kontrastieren die Sichtweisen zu Abweichung und Behinderung im interkulturellen und interreligiösen Vergleich.

Bisherige Lehrveranstaltungen laut Studienplan

In der Lehrveranstaltung setzen sich die Studierenden mit konzeptionellen Grundlagen, aktuellen wissenschaftlichen Diskursen und Methoden rund um die Themen Interkulturalität und Transkulturalität auseinander. Ausgehend von der Frage nach der Entwicklung, Bedeutung und der Ein- und Ausschlussmechanismen von Kultur(en) werden den Studierenden zunächst zentrale Begrifflichkeiten und Zusammenhänge zu Migration, Flucht, Ankommen und Aufenthalt vermittelt. Kinder auf der Flucht und ihr Status als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden im Zuge dessen in den Blick genommen. Weiter werden die die wissenschaftstheoretischen Zugänge zu den Modellen der Multikulturalität, Interkulturalität und Transkulturalität erarbeitet. Auch die damit zusammenhängenden Phänomene des Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit und des Rechtspopulismus werden beleuchtet.

Diese Grundlagenstudie wird auf konkrete Anwendungsfelder der DDS (u.a. Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen, Bildung) übertragen und mit Exkursionen und Vorträgen etc. veranschaulicht. In diesem Zusammenhang wird die Verwobenheit (Intersektionalität) von Migration, Behinderung, Gender und gesellschaftlicher Pluralität in ihrer ganzen Bandbreite verdeutlicht. Ferner wird der Umgang mit Abweichung und Behinderung im interkulturellen und interreligiösen Vergleich in der Lehrveranstaltung behandelt.
 
Einen wesentlichen Bestandteil der Lehrveranstaltung bildet selbstreflexives Lernen, indem Studierende u.a. zum Bewusstmachen von eigenen Vorannahmen ermutigt werden, um einen sensibilisierten und selbstreflexiven Blick auf Inter- und Transkulturalität in ihrem eigenen persönlichen wie beruflichen Alltag zu entwickeln.

Armirpur, D. (2016): Migrationsbedingt behindert? Familien im Hilfesystem. Eine intersektionale Perspektive. Bielefeld. 

Bauman, Z. (2016): Angst vor den Anderen. Frankfurt/M.

Biffl, G.; Rössl, L. (Hrsg.) (2014): Migration & Integration. Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis. Band 4, Wien.

British Council (Hrsg.) (2013): Culture At Work. The value of intercultural skills in the workplace. Manchester.

DGB Bildungswerk BUND (Hrsg.) (2011): Handreichung: Interkulturelle Kompetenz in Kliniken. Themen, Praxiserfahrungen und Indikatoren. Schriftenreihe Nr. 83 - Migration und Arbeitswelt. Düsseldorf: DGB Bildungswerk BUND.

Fereidooni, K. (Hrsg.) (2012) Das interkulturelle Lehrerzimmer. Perspektiven neuer deutscher Lehrkräfte auf den Bildungs- und Integrationsdiskurs. Wiesbaden.

Genkova, P.; Ringeisen, T.; Leong, F. T. L. (Hrsg.) (2013): Handbuch Stress und Kultur. Interkulturelle und kulturvergleichende Perspektiven. Wiesbaden.

Göhlich, M.; Weber, S.; Öztürk, H.; Engel, N. (Hrsg.) (2012): Organisation und kulturelle Differenz. Diversity, Interkulturelle Öffnung, Internationalisierung. Wiesbaden.

Gruber, B.; Kopeinig, R. (Hrsg.) (2014): Migration zusammen leben. Klagenfurt/Celovec.

Grünhage-Monetti, M. (Hrsg.) (2006): Interkulturelle Kompetenz in der Zuwanderungsgesellschaft. Fortbildungskonzepte für kommunale Verwaltungen und Migrantenorganisationen. Bielefeld.

Lüsebrink, H.-J. (2005): Interkulturelle Kommunikation. Stuttgart.

Müller, F. (2016): Mit Behinderung in Angola leben. Eine ethnografische Spurensuche in einer von Tretminen verletzten Gesellschaft. Bielefeld.

Neubert, St.; Roth, H.-J.; Yildiz, E. (Hrsg.) (2013): Multikulturalität in der Diskussion. Neuere Beiträge zu einem umstrittenen Konzept. Wiesbaden.

Nussbaum, M.C. (2014): Die Grenzen der Gerechtigkeit. Behinderung, Nationalität und Spezieszugehörigkeit. Frankfurt/M.

Rauh, A. (2017): Fremdheit und Interkulturalität. Aspekte kultureller Pluralität. Bielefeld.

Salzbrunn, M. (2014): Vielfalt / Diversität. Bielefeld.

Straub, J.; Weidemann, A.; Weidemann, D. (Hrsg.) (2007): Handbuch Interkulturelle Kommunikation und Kompetenz. Stuttgart.

Welsch, W. (2017): Transkulturalität: Realität - Geschichte - Aufgabe. Wien.

Wilcke, H. (2018): Illegal und unsichtbar? Papierlose Migrant*innen als politische Subjekte. Bielefeld.

Wansing, G. (2014): Behinderung und Migration. Inklusion, Diversität, Intersektionalität. Wiesbaden.

LV-immanenter Prüfungscharakter