Soziologie: Gerontologie/ Pflege (SE)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

Dr. rer. soc. oec.

 Christine Pichler

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LV-NummerB3.00000.01.400
LV-KürzelGeronto
Studienplan2013
Studiengangssemester 4. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits4,0
Unterrichtssprache Deutsch

Der Kompetenzerwerb fokussiert auf Theoriebestände und Handlungskonzepte der DDS, die als Unterstützungssettings im Spektrum von Assistenz, Empowerment, Bildung, Beratung, Begleitung fungieren und die Anforderungen und Bewältigungsaufgaben thematisieren, die sich Menschen (mit und ohne Behinderung) im Alter stellen.

Die Absolventin/der Absolvent ist in der Lage, Entwicklungsaufgaben der Berufsfelder der DDS in ihren sozialstrukturellen Kontexten zu erkennen und systematisch zu bewerten.

Den Absolventinnen und Absolventen sind Handlungsfelder der DDS im Alter bekannt - flankiert um Wissensbestände aus den "klassischen" Bezugsdisziplinen Pädagogik und Soziologie.

Die Absolventin/der Absolvent kann die auf den Einzelfall bezogenen Konfliktkonstellationen in einen Bezug setzen zu sozialen Strukturkategorien (Lebenslage, Milieu, Ethnie, Geschlecht usf.)

Gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion kann auch als Bildungsfrage thematisiert werden.

Ein dekonstruierender Umgang mit diversen Altersbildern und deren Themenkonjunktur: active aging, anti-aging usf. ist angeeignet.

Die Studierenden wissen, dass sich Gesundheitsförderung in den Lebensaltern an modernen Formen von Public Health-Konzepten und der Salutogenese ausrichtet; sie fragen und prüfen, wie in der Multiprofessionalität von Teams der Beitrag der DDS zur Geltung kommt.

Relevante Aspekte über den Zusammenhang von Älterwerden und geistiger/körperlicher Behinderung sind bekannt. Die Demenzproblematik ist in diesen Zusammenhang eingeordnet.

Menschliches Leben wird in seiner Lebenslaufperspektive und deren Biografisierung gesehen (einschließlich des lebenslangen Lernens), auch das Phänomen der Hochaltrigkeit ist in diese Perspektive eingeschlossen.

Humanität und gesellschaftliche Teilhabe bilden relevante Leitbilder für die Absolventinnen und Absolventen bezogen auf die Lebensphase Alter/n.

Die Lehrveranstaltung thematisiert die gesellschaftlichen Bedingungen und ethischen Dimensionen des Umgangs mit dem wachsenden Anteil Älterer und Hochbetagter in Gemeinde und Gesellschaft, mit und ohne Behinderung. Dabei wird ein Überblick über die Gerontologie und das Altern geboten, insbesondere spielen Hochaltrigkeit und Pflege, kritische Ansätze, ambulante und intermediäre Angebote eine Rolle.

Bleeksma, M. (2009): Mit geistiger Behinderung alt werden. 3. Aufl. Weinheim.

Böhnisch, L. (2008): Sozialpädagogik der Lebensalter. 5. Aufl. Weinheim.

Brauer, K; Clemens, W. (Hrsg.) (2010): Zu alt?. "Ageism" und Altersdiskriminierung auf Arbeitsmärkten. Wiesbaden.

Buchka, M. (2012): Das Alter. Heil- und sozialpädagogische Konzepte. Stuttgart.

Buchka, Maximilian (2003): Ältere Menschen mit geistiger Behinderung. München u.a.

Cloerkes, G. (2007): Soziologie der Behinderten. Eine Einführung. Heidelberg.

Gusset-Bährer, S. (2012): Demenz bei geistiger Behinderung. München u.a.

Hardt-Stremayr, B. (2007): Geistige Behinderung und Alter. Neckenmarkt.

Höppner, G. (2011): Alt und schön. Geschlecht und Körperbilder im Kontext neoliberaler Gesellschaften. Wiesbaden.

Karl, U.; Aner, K. (2011): Handbuch Soziale Arbeit und Alter. Wiesbaden.

Kastner, U.; Löbach, R. (2010): Handbuch Demenz. München.

Herzog, M. (2008): Age Management: Von Generation zu Generation. Saarbrücken.

Mehrhoff, F.; Schian, H. M. (Hrsg.) (2009): Zurück in den Beruf. Betriebliche Eingliederung richtig managen. Berlin/New York.

Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V. (Hrsg.) (2008): Berufliche Integration (lern-)behinderter Jugendlicher. Berufliche Perspektiven für Förderschülerinnen und Förderschüler. (Arbeitshilfe 7). Berlin.

Rump, J.; Eilers, S. (2009): Ökonomische Effekte des Age Managements. Sternenfels.

Schildmann, U. (2004): Normalismusforschung über Behinderung und Geschlecht. Eine empirische Untersuchung der Werke von Barbara Rohr und Annedore Prengel. Opladen.

Schwarte, N. (2008): Selbstbestimmung allein genügt nicht - Thesen zu einem strapazierten Leitbegriff der Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung. In: Markert, A. u.a. (Hrsg.): Soziale Arbeit und Sozialwirtschaft. Berlin, 63-74.

Stoppe, G. (2008): Demenz: Diagnostik - Beratung - Therapie. München.

Stöppler, R. (2010): Altern mit geistiger Behinderung. Grundlagen und Perspektiven für Begleitung, Bildung und Rehabilitation. Stuttgart.

Van Dyk, S.; Lessenisch, St. (Hrsg.) (2009): Die jungen Alten. Analysen einer neuen Sozialfigur. Frankfurt am Main.

Wißmann, P.; Gronemeyer, R. (2008): Demenz und Zivilgesellschaft - eine Streitschrift. Frankfurt am Main.

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LV-mmanenter Prüfungscharacter