Politische Interessensvertretung Selbstbetroffener (SE)

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LehrveranstaltungsleiterIn:

FH-Prof. Mag. (FH) Mag. Dr.

 Martin Josef Klemenjak

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LV-NummerB3.07290.02.020
LV-KürzelPol.Inte
Studienplan2018
Studiengangssemester 2. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits3,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden
* entwickeln eine Haltung, die wissenschaftliche Aussagen und Perspektiven Betroffener in ein Verhältnis setzt.
* sind mit dem Spektrum an modernen und spätmodernen Sozialen Bewegungen rund um die Begriffe Disability und Diversity vertraut.
* kennen insbesondere die Positionen der "Selbstbestimmt-Leben-Bewegung" und können diese entfalten.    
* wissen zentrale Begriffe der DDS (wie Disability, Diversität, Inklusion, Partizipation) über ihre Stärken hinaus auch in einen Horizont der Kritik einzurücken.

Bisherige Lehrveranstaltungen laut Studienplan

In der Lehrveranstaltung wird die politische Interessensvertretung Selbstbetroffener im Kontext von Disability und Diversity thematisiert. In einem ersten Schritt wird dabei das Aufkommen der Begriffe Disability und Diversität, Inklusion und Partizipation im Rahmen von sozialen Bewegungen nachgezeichnet. Im zweiten Schritt werden die Möglichkeiten der Sozialkritik erschlossen, die mit diesen Semantiken einhergehen.

Soziale Bewegungen haben in ihrem Kampf um gesellschaftliche Anerkennung einen großen Einfluss auf Selbstorganisationsformen ausgeübt. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung wird die Behindertenbewegung ("Selbstbestimmt-Leben-Bewegung") - als soziale Bewegung von Menschen mit Behinderungen - fokussiert. In diesem Zusammenhang wird die gesellschaftspolitische Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention angesprochen. Weiter werden die klassischen sozialen Bewegungen, wie die Arbeiter/*innen-Bewegung und die Frauenbewegung, aber auch die spätmodernen neuen sozialen Bewegungen, wie die Männer- bzw. Väterrechts-Bewegungen, die LGBT*I*Q-Bewegung sowie die Bewegungen diverser Altersgruppen (z.B. Kinderrechte, Senior/*innen), betrachtet. Menschen im Migrationsprozess sind solchen neugestaltigen sozialen Bewegungen zuzurechnen.

Baumgartinger, P. P. (2017): Trans studies: historische, begriffliche und aktivistische Aspekte. Wien.

Beck, I. (2013): Aspekte der Begründung und Umsetzung im Feld von Behinderung. In: Teilhabe - die Fachzeitschrift der Lebenshilfe, 1(2013), S. 4-11.

Franke-Meyer, D.; Kuhlmann, C. (Hrsg.) (2018): Soziale Bewegungen und Soziale Arbeit. Von der Kindergartenbewegung zur Homosexuellenbewegung. Wiesbaden.

Haller, F.; Gräser, H. (2012): Selbsthilfegruppen. Konzepte, Wirkungen und Entwicklungen. Weinheim.

Salzbrunn, M. (2014): Vielfalt / Diversität. Bielefeld.

Stoll, J. (2017): Behinderte Anerkennung? Interessensorganisationen von Menschen mit Behinderungen in Westdeutschland seit 1945. Frankfurt/M. 

Straßburger, G.; Rieger, J. (Hrsg.) (2014): Partizipation kompakt. Für Studium, Lehre und Praxis sozialer Berufe. Weinheim.

LV-immanenter Prüfungscharakter