Handlungsfelder und Instrumente alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung (SE)

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LV-NummerM3.05190.20.220
LV-KürzelDemoMgm3
StudienplanGM21
Studiengangssemester 2. Semester
LehrveranstaltungsmodusPräsenzveranstaltung und Fernlehre
Semesterwochenstunden / SWS2,0
ECTS Credits3,0
Unterrichtssprache Deutsch

Die Studierenden

  • kennen die zentralen Begriffsdefinitionen.
  • können die Dynamiken der Arbeitswelt die Relevanz alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung aus Unternehmenssicht beschreiben.
  • können die Handlungsfelder alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung zur Erhaltung der psychischen und physischen Leistungsfähigkeit der Beschäftigten benennen und Beispiele guter Praxis beschreiben.
  • verfügen über einen Überblick über zentrale Instrumente in der betrieblichen Praxis und können die wesentlichen Schritte bei der Umsetzung einer Demografiestrategie in einem Unternehmen benennen und umsetzen.
  • sind in der Lage Stärken und Schwächen einzelner Instrumente zu skizzieren.
  • haben eine Vorstellung über die eigene Rolle im Kontext alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung

ILV "Entwicklung arbeitsrelevanter Leistungsbereiche" (DemoMgm1)
ILV "Arbeitswissenschaftliche und gerontologische Modelle und Theorien" (DemoMgm2)

  • Begriffsdefinitionen: alters- vs. alternsgerecht
  • Dynamiken Arbeitswelt: Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials, Veränderung von Arbeitsformen und -anforderungen, Konsequenzen aus Unternehmenssicht
  • Handlungsfelder alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung zur Erhaltung der psychischen und physischen Leistungsfähigkeit der Beschäftigten
    • Arbeitsaufgabe
    • Arbeitsorganisation
    • Soziale Beziehungen
    • Arbeitsumgebung
    • Betrieblicher Kontext
  • Demografiestrategie entwickeln: Schnittstellen zu/Synergien mit Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betrieblichem Eingliederungsmanagement
(BEM), Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM), Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF), Personalmanagement
  • Überblick über ausgewählte Instrumente:
    • Altersstrukturanalyse
    • WAI (work ability index)
    • Workshops (z.B. Gesundheitszirkel)
    • Maßnahmenentwicklung und Evaluation
  • Vorstellung und Diskussion Beispiele guter Praxis (Gesundheitswesen, Industrie ...)
    • Projekte zur Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit
    • Führung altersgemischter Teams
    • Senior Expert Programme (Wissensmanagement)
  • Reflexion der eigenen Rolle als künftige Expert*innen im Bereich alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung und Potenzialerhaltung

Hasselhorn, H. M. & Freude, G. (2007). Der Work Ability Index - ein Leitfaden. Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Online verfügbar: https://www.arbeitsfaehig.com/uploads/content/pdf/Leitfaden_WAI.pdf
Institut für angewandte Arbeitswissensch. - ifaa (Hrsg.) (2015). Leistungsfähigkeit im Betrieb. Kompendium für den Betriebspraktiker zur Bewältigung des demografischen Wandels. ifaa-Edition. Springer, Berlin.
Mühlenbrock, I. (2017). Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung. Grundlagen und Handlungsfelder für die Praxis. Herausgeber: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Bönen: Kettler.
Schuett, S. (2014). Demografie-Management in der Praxis: Mit der Psychologie des Alterns wettbewerbsfähig bleiben. Berlin: Springer.

Vortrag, Fallbearbeitung: Ausarbeitung von Praxisbeispielen und gemeinsame moderierte Diskussion (eLearning), Simulation: Erprobung der Instrumente an (fiktiven) Beispielen

Abschließender Prüfungscharakter:
Portfolio
Kombinierte Modulprüfung (kumulative Modulprüfung kombiniert mit integrativen Modulprüfungsteilen): Die Note aus SE "Handlungsfelder und Instrumente alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung" (DemoMgm3) fließt mit einer Gewichtung von 25% in die Modulnote hinein.