Studienbereich Wirtschaft
Master of Arts in Business (MA)
4 Semester
120 ECTS-Punkte
20 Studienplätze
Vollzeit
FH Standort: Villach
Studiengebühren: keine
Forschung
Forschungsprofil des Studienbereichs Wirtschaft
Status quo und zukünftige Ausrichtung der FuE-Aktivitäten
Eingebettet in die FuE-Strategie der gesamten Hochschule befindet sich der Studienbereich Wirtschaft aktuell – parallel zur inhaltlichen Umgestaltung und grundlegenden Reform seiner Studienprogramme in Orientierung an der neuen Bachelor- und Masterstruktur – auch mit Blick auf die bisherigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in einer Phase der Konsolidierung und Schärfung des bestehenden FuE-Profils. Forschungs- und Entwicklungsprojekte nehmen einen wichtigen Stellenwert am Studienbereich Wirtschaft ein, wobei die Zahl der durchgeführten Projekte in den zurückliegenden Jahren stetig gestiegen ist.
Während unter einer grundlegenden Ausrichtung auf angewandte Forschung und Entwicklung die forschungsbezogenen Kernkompetenzen des Studienbereichs Wirtschaft im Feld der Analyse von Problemen und Prozessen sowie der Generierung von Strategien und Instrumenten zugunsten eines „Zukunftsfähigen Managements von Staat und Wirtschaft“ verortet werden können, ist in methodischer Hinsicht der multidisziplinäre Zugang zum genannten Untersuchungsbereich prägend für die FuE-Aktivitäten des Studienbereichs. Ausgehend von den vorhandenen Kompetenzen im Bereich von Management- und Betriebswirtschaftslehre werden diese konsequent und in systematischer Weise mit den ebenfalls im Studienbereich Wirtschaft angesiedelten, weiteren sozialwissenschaftlichen Fachdisziplinen (Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre, Verwaltungswissenschaft, Wirtschaftsinformatik, Kulturwissenschaften) zu einem in dieser Vielfalt weitgehend einzigartigen interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprofil verknüpft.
Ausgehend von dieser forschungsbezogenen Kernkompetenz des Studienbereichs Wirtschaft gruppieren sich die in der Vergangenheit durchgeführten ebenso wie die aktuell zur Abwicklung anstehenden Projekte und sonstigen FuE-Aktivitäten um einzelne Forschungsschwerpunkte, die vor allem in den folgenden Themenfeldern anzusiedeln sind:
- Internationale Wirtschaftstätigkeit mit Schwerpunkt Süd-Ost-Europa
- Verwaltungsmodernisierung mit Schwerpunkt eGovernment
- Innovations-, Wissenstransfer- und Bildungsmanagement
- European Public Governance mit Schwerpunkt Europarecht
- Stadt- und Regionalökonomik
- Fiskalföderalismus und Finanzausgleich
Mit den genannten Themenfeldern ist die Zielsetzung verknüpft, zur Stärkung des vorhandenen FuE-Profils die bestehenden Forschungs- und Entwicklungskompetenzen des Studienbereichs Wirtschaft weiter auszubauen sowie hinsichtlich gegebener Synergiepotenziale noch intensiver als bislang wechselseitig zu vernetzen.
| EL4PA - Effective Learning for Public Adminstration |
Ziel dieses Life-Long-Learning Projektes ist es, die grenzüberschreitende Kooperation zwischen öffentlichen Akteuren und Organisationen durch die Entwicklung von Methoden zur Reduktion von administrativen Barrieren sowie zur einer verbesserten Ausbildung von Bediensteten öffentlicher Institutionen auf Basis eines vermehrten gegenseitigen Verständnisses zur verbessern. Hierzu werden verschiedene Modelle verglichen, Methoden und Werkzeug für die Durchführung von Kursen analysiert sowie deren Anwendung über verschiedenen Regionen und Kontexte hinweg untersucht und abschließend Felder möglicher Kooperationen in diesem Bereich identifiziert.
| TETRIS - TEaching TRIz at School |
Tetris beschäftigt sich mit Möglichkeiten der Steigerung von Innovationsfähigkeit, Kreativitätsförderung sowie Problemlösevermögen innerhalb von Schulen und Unternehmen mit Hilfe der Theorie des erfinderischen Problemlösens (TRIZ). Eine wesentliche Aufgabe des Life-Long-Learning-Projektes ist die Entwicklung und Testung von Schulungsunterlagen (u.a. multimedial unterstützt), welche Lehrer/Schüler bzw. Trainer/Unternehmensmitarbeiter mit der TRIZ-Methode vertraut machen sollen sowie die Durchführung von Trainingskursen. http://www.tetris-project.org/
| INNAC – Interregional Innovation Academy Carinthia |
Das Interreg IIIA Projekt Innac zielte darauf ab, Unternehmen im Innovationswettlauf zu unterstützen und ihnen Hilfestellung bei der Planung, Umsetzung und Kontrolle des Innovationsprozesses zu geben. Zu diesem Zweck wurde ein umfassender Innovationsleitfaden, welcher die Grundlage für die weitere Vorgehensweise bildete, entwickelt. Darauf aufbauend wurden vom Studienbereich Wirtschaft Workshops konzipiert und durchgeführt, in welchen die Teilnehmer mit verschiedenen Kreativitätsmethoden und Innovationstechniken vertraut gemacht wurden. Dabei stand auch der Aspekt der Vernetzung der Unternehmen und der gegenseitige Erfahrungsaustausch im Vordergrund.
| AVALON – Acquisition and Validation of Ontologies |
Das Forschungsprojekt Avalon beschäftigte sich mit der Entwicklung eines Wissensmanagementtools, das in der Lage ist, auf Grundlage bestehender Daten und Wissensbestände neue Informationen bzw. neues Wissen über strukturelle Zusammenhänge (Ontologien) zu generieren. Im Rahmen des Projektes, welches in der Programmlinie FIT-IT des Bundesministeriums durchgeführt wurde, wurden Technologien entwickelt, welche semi-automatisch „Hintergrundwissen“ aus elektronischen Ressourcen (z.B. Blogs oder Jobportale) extrahieren können.
| MANTRA - Management through Autonomy |
Das Socrates-Projekt MANTRA hatte zum Ziel, ein Curriculum für „Innovative Management“ zu entwickeln, welches im Sinne einer Neubestimmung des Spannungsfeldes von Autonomie und Vernetzung dazu beiträgt, dass sich Organisationen optimal an aktuelle Entwicklungen anpassen können. Aufbauend auf einer umfassenden Ist-Analyse wurde ein Curriculum entwickelt, welches vor allem auf individuelle Führungskompetenzen, Kreativität und unternehmerisches Denken abzielt und auf Absolventen fokussiert, die v.a. in mittleren Führungspositionen von EU-weit tätigen Unternehmen tätig sind. Das erarbeitete Curriculum wird demnächst an der Partnerhochschule in Bulgarien umgesetzt.
| KomKaz – Konzipierung einer Kompetenzschnittstelle Hochschule-Wirtschaft in Kasachstan |
Ziel dieses Tempus-Projektes war die Konzipierung einer Kompetenzschnittstelle „Hochschule – Wirtschaft“ an zwei Hochschulen in Almaty und Karaganda in Kasachstan. Aufbauend auf Analysen des kasachischen Hochschul- und Wirtschaftsystems wurden Strategien zur Erhöhung der Qualität und Relevanz der Ausbildung (u.a. Einbindung von Praktikern in die Lehre und Curriculumsentwicklung etc.) sowie zur verbesserten Zusammenarbeit und zum vermehrten Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft (u.a. Gründung von Career Centers) entwickelt.
| FREX – Freedom of Expression |
Das Grundrecht der Meinungsfreiheit schützt nicht nur die geäußerte Meinung, sondern auch die Freiheit der Menschen, ihre Persönlichkeit durch den Ausdruck ihrer Überzeugungen, Ideen oder Gefühle zu entwickeln. Dieses Projekt, welches vom FWF-Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung gefördert wurde, untersuchte die Struktur des Rechts auf Meinungsfreiheit in juristischer und philosophischer Hinsicht.
| Speedy Offiziales 2008 |
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Folgestudie, des vom Land Kärnten und der Wirtschaftskammer Kärnten 2007 ins Leben gerufenen Wettbewerbs „Speedy Offiziales“, welcher regelmäßig die Effizienz heimischer Behörden analysiert und bewertet. Das Ziel des ersten Teils der Studie, welche im Auftrag des Landes und der Wirtschaftskammer Kärnten vom Studienbereich Wirtschaft durchgeführt wurde, war es, die Dauer von Betriebsanlagengenehmigungsverfahren in Kärnten zu erfassen. Der zweite Teil beschäftigte sich damit, die Zufriedenheit von Unternehmern bzw. Personen mit Behördenkontakt, hinsichtlich der Qualität von Betriebsanlagengenehmigungsverfahren zu erfassen. Im Anschluss daran, wurden Möglichkeiten zur Nutzung bestehender Beschleunigungspotentiale (u.a. Best Practice-Workshops, Nutzung neuer Ansätze im E-Government) dargelegt.
| TC Studie - Trusted Computing in der österreichischen Verwaltung |
Kernziel dieses Projekts in der Kiras-Projektlinie des BVIT war die Analyse des Potentials und der Umsetzungsmöglichkeiten von Trusted Computing in der Österreichischen Verwaltung. Zu diesem Zweck wurden Interviews mit Schlüsselpersonen aus dem kommunalen, regionalen und überregionalen Umfeld geführt. Darauf aufbauend wurden Trusted Computing fähige Prozesse identifiziert, anhand derer ein exemplarisches Migrationsszenario entwickelt wurde.
| DEWIFI – Determinanten der Wirtschafts- und Finanzkraft der deutschen Bundesländer |
Diese Studie hatte die Ursachen der unterschiedlichen Wirtschafts- und Finanzkraft deutscher Bundesländer zum Gegenstand. Auf der Grundlage verschiedener ökonomischer Erklärungsansätze der wirtschaftlichen Entwicklung von Regionen erfolgte eine flächendeckende empirische Analyse der Wirtschaftssituation in den westdeutschen Flächenländern, die um qualitativ ausgerichtete Fallanalysen für ausgewählte Bundesländer ergänzt wurde.
| GREDIE – Ökon. Wirkungen bestehender Beschränkungen des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs zwischen Österreich und Slowenien |
Im Zuge der Projektstudie für den Slowenischen Wirtschaftsverband im Rahmen des Interreg IIIA-Projektes „Crossborder Services“ wurde die Zweckmäßigkeit der für den Bereich der grenzüberschreitenden Dienstleistungen von Österreich geforderten Einschränkungen einschließlich der damit verbundenen Übergangs- und Anpassungskriterien zwischen Österreich und Slowenien aus ökonomischer Sicht untersucht, wobei sich zeigte, dass weder unter Berücksichtigung von theoretischen Überlegungen noch unter Einbezug von empirischen Untersuchungsergebnissen die bestehende Einschränkung des freien Dienstleistungshandel zwischen Österreich und Slowenien über 2009 hinaus nicht gerechtfertigt werden kann.


