Wirtschaft

Schubumkehr!

Älter, weniger, ärmer? Wie Kärnten den demographischen Wandel nützen kann.

Kärntens Bevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten weniger und älter. Aber muss Kärnten deshalb auch ärmer werden? Welche Marktlücken werden entstehen und welche Herausforderungen kommen auf uns alle zu, sollten uns wirklich die Jungen ausgehen? Das Thema der Tagung ist bekannt und bereits vieldiskutiert.

 

Ziel der Veranstaltung war es aber, neue Perspektiven anzudenken. Eine Schubumkehr in Politik und Gesellschaft bedeutet statt Beklagen der Entwicklung, ein Nachdenken über Chancen, die der demographische Wandel in Kärnten bietet. Statt einem Festhalten an starren Systemen und oberflächlicher Symptombekämpfung sollten innovative Wege diskutiert und in Defiziten Potenziale erkannt werden. Und nicht zuletzt wurde die Frage gestellt, warum uns das Älterwerden so schwer fällt.

 

In Impulsreferaten zu den Themen demographische Entwicklung und Demographie-Monitoring sowie zur Veränderung des Konsumverhaltens der Bevölkerung aufgrund des demographischen Wandels, wurde das Tagungsthema zunächst aus statistischer und  ökonomischer Perspektive betrachtet. Im Rahmen der Tagung wurden aber auch Initiativen und Projekte vorgestellt, die zu einem positiven Umgang mit dem Alter(n) im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft beitragen sollen.

 

In der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen die Kärntner Parteichefs der FPK, SPÖ, ÖVP und der Grünen zu den aktuellen Fragen des demographischen Wandels, die von bildungspolitischen bis gesundheitspolitischen Fragestellungen reichten, Stellung. Mögliche Lösungsansätze wurden in der Modernisierung der Gemeinden (bspw. Ausbau von Breitbandinitiativen), der Investition in Kinderbetreuungseinrichtungen, der Stärkung des öffentlichen Verkehrs oder in der Schaffung von Bildungszentren gesehen. Die Kärntner Landespolitiker stellten fest, dass man sich vor dem demographischen Wandel nicht „zu Tode fürchten“ dürfe (LR Dr. Peter Kaiser und LH-Stv. LR DI Uwe Scheuch), jedoch sei ein „großer Wurf“ schnell nicht möglich (LR Dr. Josef Martinz). 

 

Den Abschluss der Tagung bildete die Key-note von Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann. Der Professor für Philosophie, der u. a. im Jahr 2006 als Österreichischer Wissenschaftler des Jahres ausgezeichnet wurde, referierte an der der Fachhochschule Kärnten über „Jugendwahn und Altersgeiz“ und führte das interessierte Publikum in eine „kleine Philosophie der Lebensalter“ ein.

 

Programm:

Programmfolder

 

Präsentationen der ReferentInnen:

Älter, weniger, ärmer? - Zur Notwendigkeit eines Demographie-Monitorings:

MMag.a Dr.in Gabriele Stoiser

GENIAL - Generationen im Arbeitsleben:

Mag.a Anna Moser und Dipl.-Ing. Klaus Hreniuk MBA

Projekt GeNet@:

BA, Gruber Veronika und BA Marambio Escudero Laura

Demographischer Wandel aus ökonomischer Perspektive

Mag.a (FH) Birgit Aigner-Walder 

 

Protokolle zu den Vorträgen:

Älter, weniger, ärmer? - Zur Notwendigkeit eines Demographie-Monitorings:

MMag.a Dr.in Gabriele Stoiser

Reifer, gebildeter, besser!

Mag.a Anna Moser und Dipl.-Ing. Klaus Hreniuk MBA

Landlust – eine Anleitung zur Trendwende:

B.A. Veronika Gruber und B.A. Laura Marambio Escudero

Junge Produkte für alte Konsumenten:

Mag.a (FH) Birgit Aigner-Walder 

 

Vortrag Konrad Paul Liessmann:
 
Jugendwahn und Altersgeiz - Eine kleine Philosophie der Lebensalter

Video zum Vortrag

 

Fotos:

Fotos zur Veranstaltung

 

 

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