Zum Inhalt springen

Profil des Studiengangs

Durch Technik Leben retten!

 

Der Einsatz technischer Geräte in der Medizin und die elektronische Verarbeitung von medizinischen Daten sind heute bereits unverzichtbar für die Gewährleistung eines qualitativ hochwertigen Gesundheitssystems. Der Blick in medizinische und therapeutische Einrichtungen der Gegenwart macht es deutlich, wie umfassend das Betätigungsfeld für MedizintechnikerInnen heute ist.

Klassische Anwendungsfelder der Medizintechnik sind die Diagnoseunterstützung für medizinische ExpertInnen, die Erfassung, Übertragung, Speicherung und Visualisierung von medizinisch-relevanten Daten unter Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Aspekte sowie die Adaption von Technik für ein längeres selbstbestimmtes Leben (Active Assisted Living).

 

Studieninhalte

Im Studiengang Medizintechnik steht die technologische Weiterentwicklung von Behandlungsprozessen und diagnostischen Methoden im Vordergrund. Ziel ist es einerseits den Behandlungsablauf für PatientInnen zu optimieren, andererseits soll eine langfristige positive wirtschaftliche Entwicklung für den medizinischen Dienstleister (z.B. Krankenhäuser, therapeutische Einrichtungen) gewährleistet werden.

Zu Beginn des Studiums werden die Studierenden aus unterschiedlichen höher bildenden Schulen durch gemeinsame Grundlagenvorlesungen, wie z.B.  Anatomie, Physiologie und Informatik auf die darauf aufbauenden Vorlesungen vorbereitet.

Die Forschungsgruppe "Active and Assisted Living" an der FH Kärnten ist auf die Erforschung und Entwicklung von Lösungsansätzen zur Unterstützung von älteren Menschen durch den Einsatz von IKT spezialisiert. Die technischen Lösungen werden im Sinne eines partizipativen, benutzerzentrierten Entwicklungsansatzes gemeinsam mit späteren BenutzerInnen im multidisziplinären Team (Technik, Sozialwissenschaften, Therapie) entwickelt. Schwerpunktthemen sind Aktivitätserkennung, extramurale Bewegungsanalyse und Telemoniroting.

 

Forschung:

Die FG AAL entwickelt, validiert und evaluiert neuartige, technologische Lösungs- und Serviceansätze.

Auf Basis einer internen Forschungsinfrastruktur (AAL Labor, iADL Labor, User Experience Labor) und externen Evaluierungspartnern (Living Lab Kärnten) werden diese Ansätze gemeinsam mit AAL-Stakeholdergruppen entwickelt. Nationale und internationale Forschungspartner und Kooperationen mit Partnern aus der Wirtschaft ermöglichen uns theoretische Ideen praktisch gemeinsam umzusetzen. Die Forschungsgruppe ist Teil von nationalen und internationalen Forschungsprojekten und ist an das Institute for Applied Research on Ageing (IARA) angedockt.

 

Unsere Vision:

Unsere Vision ist es, allen Menschen - unabhängig ihrer finanziellen Mittel - ein längeres, zufriedenes und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnumgebung zu ermöglichen. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit den potentiellen Endbenutzern an neuen Lösungsansätzen und technologischen Unterstützungsmöglichkeiten, um unsere Vision in die Tat umsetzen zu können. Dies dient nicht nur der Entlastung des Gesundheits- und Pflegesystems, sondern in erster Linie dem Wohle des Menschen.

In diesen Bereichen gibt es für die Studierenden auch hervorragende Möglichkeiten, sich bereits im Bachelor-Studium über Projekte in die Forschung einzubringen oder im Rahmen der abschließenden Bachelor-Arbeit erste Spezial-Kenntnisse zu erwerben. Im Anschluss daran können, sofern Interesse an einem weiteren Studium besteht, im Master Studium Health Care IT die Kenntnisse und Fähigkeiten auf hohem wissenschaftlichen Niveau weiter ausgebaut werden.

Darüber hinaus wird das Profil des Studiengangs ganz erheblich durch seine umfangreiche, moderne Laborausstattung geprägt. Es sind vor allem die Labore, in denen die am ‚Real Life‘ orientierte Verknüpfung von Theorie und Praxis in anwendungsnahen Übungen gelebt wird.

Als Grundlage für die Entwicklung von intelligenten Systemen im klinischen, therapeutischen und häuslichen Umfeld wird in der  Medizininformatik die gesamte Informationsverarbeitungskette von Bio- und Vitalsensoren bis zu Speicherung in einem zentralen System behandelt.

Damit Messdaten über Sensoren aufgenommen, sicher übertragen und in einem zentralen Informationssystem gespeichert werden können, wird besonderes Augenmerk auf die Kommunikation zwischen den Sensoren und den eingebetteten Systemen (z.B. Arduino, Raspberry Pi) sowie mobilen Geräten (Android, iOS, Windows Phone) gelegt.

Die Inhalte des Studienzweigs „Medizintechnische Systeme“ umfassen die gesamte medizintechnische Verarbeitungskette von der Bild-und Signalentstehung, über die Erfassung und Verarbeitung bis hin zur Visualisierung dieser Daten, da in der modernen Medizin bildgebende Verfahren (z.B. Ultraschall, CT, Thermografie) einen Großteil der diagnostisch relevanten Daten liefern.

Neben diesen Kernthemen werden Schwerpunkte in den Bereichen Betriebswirtschaft, Business-English und Projektmanagement behandelt, um einen nahtlosen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.

Top