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Nostrifizierung

Nostrifizierung ist die Anerkennung eines ausländischen Studienabschlusses als gleichwertig mit dem Abschluss eines inländischen Bachelor-, Master-, Diplom- oder Doktoratsstudiums durch das für Studienangelegenheiten zuständige Organ einer Universität bzw. durch das Fachhochschulkollegium.

Das bedeutet die völlige Gleichstellung mit dem österreichischen Studienabschluss, das Recht auf Führung des entsprechenden österreichischen akademischen Grades und die Berechtigung zur Ausübung eines Berufes, die in Österreich mit einem Studienabschluss verbunden ist.

Innerhalb der Europäischen Union (EU) bzw. des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) ist eine Nostrifizierung in der Regel nicht notwendig und daher auch nicht möglich.

Ebenfalls nicht erforderlich ist die Nostrifizierung für die Zulassung zu einem weiterführenden Studium.

Besondere Verfahren

Einige Studienabschlüsse können durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in einem vereinfachten Verfahren voll anerkannt werden. Solche Verfahren gibt es für bestimmte Studienabschlüsse aus Bosnien und Herzegowina, Italien, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien sowie von päpstlichen Universitäten. Hier ist das Anerkennungsverfahren für bestimmte Studienrichtungen auf Grund bilateraler Abkommen vereinfacht. In diesem Fall sind die Universitäten und Fachhochschulen nicht zuständig.

Auszug aus: nostrifizierung.at

Nostrifizierungsansuchen können nur für Studienabschlüsse eingebracht werden, welche mit dem Studienangebot der Fachhochschule Kärnten übereinstimmen. 

Die Nostrifizierung ist ein Verwaltungsverfahren an einer Universität bzw. Fachhochschule, die an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist.

Der/Die Antragsteller/in muss nachweisen, dass die Nostrifizierung für seine/ihre angestrebte Tätigkeit in Österreich eine zwingende (siehe: „Was ist vorzulegen?“) Voraussetzung ist. In allen anderen Fällen obliegt die Bewertung des ausländischen Studiums ohnehin dem/der Arbeit- oder Dienstgeber/in. 

Die Nostrifizierung kann an jeder Universität bzw. Fachhochschule, an der ein vergleichbares österreichisches Studium eingerichtet ist, beantragt werden. In vielen Fällen kommen daher mehrere Universitäten bzw. Fachhochschulen in Betracht. An welcher davon der/die Antragsteller/in in einem solchen Fall das Verfahren beantragt, bleibt seiner/ihrer Wahl überlassen. Der gleiche Nostrifizierungsantrag kann jedoch nur an einer Hochschule eingebracht werden. 

Siehe: Notwendige Anlagen zum Antrag auf Nostrifizierung

Die Nostrifizierungstaxe beträgt derzeit EUR 150,00 und ist im Voraus zu entrichten. Dazu kommen Gebühren und Verwaltungsabgaben. Mehr Informationen unter Anlagen zur Nostrifizierung.

Kriterien der Überprüfung sind Inhalte, Umfang und Anforderungen desjenigen österreichischen Studiums, mit dessen Abschluss die Gleichwertigkeit beantragt wird. Wenn einzelne Voraussetzungen nicht zutreffen, können diese als außerordentliche/r Studierende/r absolviert werden. Sämtliche Bedingungen werden mit Bescheid vorgeschrieben. Wenn der/die Antragsteller/in alle zusätzlichen Bedingungen erfüllt hat oder wenn keine Bedingungen vorgeschrieben wurden, stellt die zuständige Stelle die Nostrifizierung fest. 

..., weil die Unterschiede zum österreichischen Studium zu groß sind, kann um Zulassung zum österreichischen Studium angesucht und nach erfolgter Zulassung die Anerkennung von Prüfungen aus dem ausländischen Studium, soweit sie den österreichischen gleichwertig sind, erfolgen. Danach kann das österreichische Studium fortgesetzt und abgeschlossen werden.

Auszug aus: Wie-Verläuft-eine-Nostrifizierung

Für die Beantragung einer Nostrifizierung wird das ausgefüllte Formular "RE-F03 Antrag auf Nostrifizierung" zusammen mit folgenden Anlagen eingereicht:

  1. Nachweis, dass die Nostrifizierung zwingend für die Berufsausübung oder für dieFortsetzung der Ausbildung der/s Antragstellers/in in Österreich erforderlich ist*
  2. Unterschriebener Lebenslauf (mit besonderer Berücksichtigung der bisherigen Vorbildung)
  3. Geburtsurkunde und allfällige Urkunden über Namenswechsel (z. B. Heiratsurkunde), wenn beigefügte Studiennachweise auf einen früheren Namen lauten
  4. Kopie des Staatsbürgerschaftsnachweises bzw. Reisepasses
  5. Reifeprüfungszeugnis/Maturazeugnis sowie allfällige weitere Dokumente, die die Zulassungsvoraussetzungen zum ausländischen Hochschulstudium belegen
  6. Studiennachweis (Studienbuch / Index / Studienplan), Zeugnisse über die abgelegten Prüfungen inklusive Bezeichnung und Stundenausmaß der besuchten Lehrveranstaltungen und abgelegten Prüfungen (Transcript of Records, ECTS-Beschreibung)
  7. Abschluss- bzw. Diplomurkunde
  8. Exemplar der Abschlussarbeit oder Inhaltsangabe in deutscher Sprache
  9. Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse (Sprachzertifizierung – mind. Sprachniveau B2)
  10. Kopie der Zahlungsbestätigung für die Nostrifizierung von EURO 150,- (Nostrifizierungstaxe), die an die FH Kärnten im Voraus unter folgender Bankverbindung einzuzahlen ist:

    Bank Austria Creditanstalt
    Bankleitzahl: 12000
    Kontonummer: 0281 420 5700
    IBAN: AT671100002814205700
    BIC: BKAUATWW
    Verwendungszweck: Nostrifizierungstaxe

Alle Unterlagen müssen im Original vorgelegt und von einem gerichtlich beeideten Dolmetscher auf Deutsch übersetzt werden (Ausnahme: Staatsbürgerschaftsnachweis/Reisepass, Abschlussarbeiten und Originalurkunden in englischer Sprache).

Der Antrag auf Nostrifizierung kann erst bearbeitet werden, wenn die Nostrifizierungstaxe eingezahlt und sämtliche erforderliche Unterlagen beglaubigt und übersetzt übermittelt wurden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Nostrifizierungstaxe auch dann einbehalten wird, wenn der Antrag auf Nostrifizierung zurückgewiesen bzw. abgewiesen wurde.

Der Antrag auf Nostrifizierung ist eingeschrieben an folgende Adresse zu senden:

Fachhochschule Kärnten
Rektorat
Hauptplatz 12
9560 Feldkirchen
Österreich

 * gilt nicht für „MTD-Studiengänge“, vgl. § 3 Abs. 3 Z2 MTD Gesetz

Gemäß der Regelungen des § 6 Absatz (6) und (7) des FHStG idgF entscheidet das FH-Kollegium über eingebrachte Anträge zur Nostrifizierung im Ausland erworbener akademischer Grade. Um solche Beschlüsse auf entsprechend sorgfältig aufbereiteter Basis fällen zu können, wird folgender Ablauf festgelegt:

  1. AntragstellerInnen fordern eine Rechnung beim Rektorat an. Es sind € 150,00 im Voraus an die in der Rechnung angeführte Bankverbindung mit Bekanntgabe der Rechnungsnummer zu überweisen.
  2. Eingang des Ansuchens: AntragstellerInnen richten ein Ansuchen um Nostrifizierung unter Verwendung des Formulars RE-F03 „Antrag auf Nostrifizierung“ an das Rektorat. Das Formular ist unter "Antrag auf Nostrifizierung" abrufbar.
  3. Nun kann die Geschäftsstelle des Rektorats das Nostrifizierungsansuchen entgegen-nehmen. Es erfolgt eine formale Prüfung des Ansuchens - Prüfkriterien siehe Formular RE-F03.
  4. Nach positiver Absolvierung der Prüfkriterien, wird das Ansuchen von der Geschäftsstelle des Rektorats an die betreffende Studiengangsleitung zur inhaltlichen Prüfung übermittelt.
  5. Im entsprechenden Studiengang erfolgt die Prüfung durch die Studiengangsleitung.
  6. Folgende Kriterien sind zu erfüllen:

    • Vorliegen einer Übereinstimmung mit zumindest 7 % des Kompetenzerwerbs gemessen am ECTS-Umfang
    • bzw. Feststellung jener Kenntnisse, die noch zusätzlich an der FH Kärnten erworben werden müssen.

  7. Die Studiengangsleitung erstellt eine fachliche Stellungnahme und empfiehlt eventuell erforderliche Auflagen. Sie gibt die Dokumente an die Geschäftsstelle des Rektorats weiter.
  8. Die Geschäftsstelle des Rektorats übermittelt die Ergebnisse der formalen und der inhaltlichen Prüfung zur Beschlussfassung an das Kollegium.
  9. Der Rektor/die Rektorin berichtet in der FH-Kollegiumssitzung, in der der Beschlussvorschlag behandelt wird, über das Nostrifizierungsansuchen und legt einen Vorschlag zur Beschlussfassung vor. Das FH-Kollegium fällt auf dieser Grundlage einen positiven oder negativen Bescheid oder einen Bescheid mit Auflagen.

Positiver oder negativer Bescheid

Die Geschäftsstelle des Rektorats übermittelt den vom Rektor unterzeichneten positiven oder negativen Nostrifizierungsbescheid an die/den AntragstellerIn

Bescheid mit Auflagen

In einem Nostrifizierungsbescheid mit Auflagen wird die/der AntragstellerIn vom Rektor mittels Bescheid über die am entsprechenden Studiengang zu entrichtenden Lehrinhalte informiert. Nach Erfüllung dieser Auflagen erfolgt der Nostrifizierungsbescheid durch das Rektorat.

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