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Service für Schulen

Maturaprojekt-Wettbewerb 2017

 

Mit grüner Gentechnik und einer Operationsbesteckerkennungsmethode zum Sieg

FH Kärnten zeichnete österreichweit die besten Maturaprojekte aus

Bereits zum 12. Mal wurde von der Fachhochschule Kärnten der Maturaprojekt-Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger ausgeschrieben. Die Maturanten aus Kärnten und Wien jubelten über 1.000 Euro Preisgeld.

Bis Ende Februar reichten Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich rund 90 Diplomarbeiten sowie Vorwissenschaftliche Arbeiten ein. Vergeben wurden Geldpreise im Gesamtwert von 4.000 Euro von der Kärntner Sparkasse. Alle eingereichten Projekte wurden erstmals im Rahmen einer Posterpräsentation von den Projektteams am 24. März 2017 am Campus Villach vorgestellt. Elke Millonig, Projektbetreuerin der SchülerInnen der HLW Hermagor, zeigte sich über den erlebnisreichen und abwechslungsvollen Wettbewerb begeistert: „Durch das respektvolle und lehrreiche Feedback der Jury kamen die SchülerInnen motiviert und gestärkt zurück an die Schule.“

Die Gewinner

In der Kategorie II, welche die Diplomarbeiten der HTL’s umfasste, machte das Team der HTL Mössingerstraße mit dem Projekt „Surgical Instruments Checker – SIC“ das Rennen. Vanessa Di Vora und Irina Dobrianski tüftelten an einer Operationsbesteckerkennungsmethode. In seltenen Fällen kommt es vor, dass ein Operationsbesteck für einen chirurgischen Eingriff nicht vorbereitet wird oder anschließend im Patienten verbleibt. Genau dies sollte zukünftig verhindert werden. Die Operationsbestecke werden im Bereich der Operationssäle in Echtzeit mit einer Kamera aufgenommen und mit der Software MATLAB vor und nach einer Operation erkannt und auf ihre Vollständigkeit hin überprüft. Bei Unvollständigkeit wird ein Alarm ausgelöst und das fehlende Werkzeug ausgewiesen.

Paul Kofler, glücklicher Gewinner aus Wien in der Projektkategorie I (alle Schultypen ausgenommen HTL), beschäftigte sich im Rahmen seiner vorwissenschaftlichen Arbeit mit den molekularen Anpassungsmechanismen von Pflanzen. In Experimenten, welche an der Universität für Bodenkultur durchgeführt wurden, ging Paul der Fragestellung nach, welche Bedeutung bestimmten Genen bei der Reizwahrnehmung zukommt. Um das Projekt einzugrenzen, fokussierte er sich auf Gene der Catharanthus roseus Receptor Like Kinase 1-like Familie. Die von den Genen kodierten Transmembranproteine sind wesentlich an der Interaktion mit Umweltreizen beteiligt. Ein besseres Verständnis für deren Funktion würde vielversprechende Anwendungen in der Pflanzenzucht ermöglichen. Durch Inaktivierung der untersuchten Gene konnten Pflanzen identifiziert werden, deren Phänotyp aufgrund der gentechnischen Veränderung vom Wildtyp abweicht. Die Ergebnisse liefern Anhaltspunkte zur Genfunktion und können der Entwicklung von kälteresistenten Nutzpflanzen dienen. Folglich würden auch Landwirte von der Innovation profitieren.

Mitgerissen von der Wahl zum Gewinner ist Paul Kofler von seiner Teilnahme am Wettbewerb überzeugt: „Die FH Kärnten beeindruckt durch eine individuelle Betreuung, eine atemberaubende Bergkulisse und ein ansprechendes Ambiente. Der Projektablauf war perfekt organisiert, sogar die Poster fanden wir schon ausgedruckt vor. Der Austausch mit Studierenden vor Ort war inspirierend und äußerst anregend.“

Jugend schafft Wissen

Ziel des Maturaprojekt-Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler vor ihrem Schulabschluss für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern. Die Jury war erneut begeistert von der hohen Qualität der eingereichten Projekte und freut sich mit den Projektbetreuern bereits auf den Maturaprojekt-Wettbewerb im kommenden Schuljahr. „Die eingereichten Maturaprojekte waren sehr anspruchsvoll und auf hohem technischem Niveau. Viele Projekte haben praxisnahe Problemstellungen sehr eindrucksvoll und professionell gelöst, was auf eine engagierte und ganzheitliche Auseinandersetzung mit der Themenstellung schließen lässt", bekundet Thomas Kandolf, Juryvorsitzender und Leiter des Innovationsmanagements bei Liebherr Hausgeräte.

Alle Gewinner im Überblick:
Kategorie I
(Diplomarbeiten und Vorwissenschaftliche Arbeiten aller Schultypen ausgenommen HTL)

1. Platz | BG & BRG Wien 3 (HIB) Boerhaavegasse
„Agrogentechnik: Theoretische Grundlagen und Anwendung gentechnischer Verfahren in der Pflanzenzucht“
P. Kofler

2. Platz | Praxis HAK Völkermarkt
„Werbespot für die Harley - Davidson Charity - Tour zugunsten von Muskelerkrankten“
C. Holmes, G. Kreuz, A. Groß

3. Platz | HBLA Pitzelstätten
„CSI: TRACE your FOOD - Herkunftsnachweis vom Kärntner Bachsaibling und von der Kärntner Kartoffel anhand der Strontiumisotopenmessung“
V. Laure, E. Madl

Kategorie II
(HTL-Diplomarbeiten)

1. Platz | HTL Mössingerstraße
„Surgical Instruments Checker – SIC“
V. Di Vora, I. Dobrianski

2. Platz | HTL Wolfsberg
„Einpressstation für Heizelemente“
P. Skoff, P. Schrattel, A. Zmuck

3. Platz | HTL Ottakring
“Firecheck”
A. Kuhn, F. Teufel, F. Wild

PUBLIKUMSPREIS | Europagymnasium Klagenfurt
„Republik Moldau - Zwischen Europa und Russland“
D. Ipati

Rückfragen:
FH Kärnten
Martina Keuschnig, BA
+43 (0)5 90500-7301
m.keuschnig(at)fh-kaerntenat

Schirmherrschaft
Rudolf Altersberger
Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Kärnten

Mit freundlicher Unterstützung von:

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