Zum Inhalt springen

News-Details

„Über den Tellerrand schauen“ – Exkursionswoche am Studiengang Logopädie

Um weitere Erkenntnisse und Aspekte für eine gelingende interdisziplinäre Zusammenarbeit zu erlangen waren die Studierenden des fünften Semesters des Bachelorstudiengangs Logopädie Anfang November vier Tage lang auf Exkursion. In verschiedensten Institutionen und Bereichen konnten die Studierenden sich weiter von der Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit überzeugen und anhand einer Mischung aus Vorträgen, Selbsterfahrungen, Übungen sowie Reflexionseinheiten ihre Kompetenzen erweitern.

 

Am ersten Tag waren die Studierenden in der LIFEtool Beratungsstelle Kärnten bei Herrn Mag. Armin Gutzelnig um einen umfassenden Einblick in den Bereich der computerunterstützten Kommunikation für Menschen mit Behinderungen zu bekommen. Welche Möglichkeiten zur selbstständigen Kommunikation und einer optimalen Unterstützung durch unterschiedliche Geräte nach dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung stehen war somit der inhaltliche Schwerpunkt des ersten Tages.

 

Am zweiten Exkursionstag war der Besuch des Pferde- und Reiterparadieses Gratzi in St. Paul im Lavanttal am Programm. Frau Gerda Maischberger und ihr Team, die Reitinstruktorin Daniela Weiß und die Physiotherapeutin Monika Taudes, gaben den Studierenden einen abwechslungsreichen Einblick in die Arbeitsmöglichkeiten mit Pferden. Einerseits wurden der Begriff bzw. die Arbeit des heilpädagogischen Voltigierens sowie die Hippotherapie in kurzen Vorträgen erläutert, aber vor allem durch Selbsterfahrungen näher gebracht. Den Studierenden wurde auch die Möglichkeit der Hospitation bei einer Gruppeneinheit des heilpädagogischen Voltigierens mit Kindern gegeben. Im Zuge der Selbsterfahrung und Reflexion der Inhalte des Tages konnten die Studierenden wertvolle Erkenntnisse und die Bestätigung, dass die Arbeit mit Tieren auch im logopädischen Kontext eine fruchtbare sein kann, gewinnen.

 

Der vorletzte Tag hatte Kärntens größtes Kletterzentrum in Wolfsberg als Ziel. Die beiden Experten, der staatlich geprüfte Berg- und Schiführer und Sportpsychologe Mag. Christian Grübler und der staatlich geprüfte Berg- und Schiführer Michael Mautz boten den Studierenden an diesem Tag ein Programm, zusammengesetzt aus Vorträgen aus dem Bereich der Sportpsychologie sowie zahlreiche Übungen an der knapp 16 Meter hohen Kletterwand. Durch die Vorträge zu den Themen Selbstgesprächsregulation sowie Angst konnten die praktischen Inhalte aber auch Inhalte aus dem therapeutischen Kontext gut verknüpft werden. Auch durch die Eigenerfahrungen beim Klettern zeigten sich für die Studierenden rasch die Zusammenhänge zwischen therapeutischem Klettern und der Logopädie. Der positive Einfluss des Kletterns auf das Erkennen eigener Grenzen, das Erfahren von Vertrauen, sowie die Schärfung des Bewusstseins für Sicherheit und Risiko kann ebenfalls therapeutisch genutzt werden.

 

Am letzten Tag der Exkursion wurde den Studierenden die Möglichkeit geboten mit Patientinnen und Patienten in der Gruppe zu arbeiten um therapierelevante Fragestellungen zu bearbeiten. Der Tag wurde mit Patientinnen und Patienten mit den verschiedensten Störungsbildern gestaltet. Die Vor- und Nachbereitungen ohne die Betroffenen sowie die Reflexionen des Erlebten fanden ebenfalls in der Großgruppe statt und waren ein gelungener Abschluss der Exkursion unter dem Motto „über den Tellerrand schauen“.

 

Der Fokus auf das Wesentliche der eigenen Profession aber dennoch vor allem auch der ganzheitliche Blick auf den Menschen und der Stellenwert einer interdisziplinären Zusammenarbeit konnten im Rahmen dieser Exkursionswoche noch eindrücklicher untermauert werden.

Top