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Fachhochschule Kärnten
Studienbereich Soziales

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Entwicklung eines Planspiels "Interessenkonflikt im Betrieb"



Mann an der TafelDas Planspiel stellt eine Methode des Diskurslernens dar und zielt auf Förderung sozialer Kompetenzen der Teilnehmer/innen.

Je realistischer ein Szenario angelegt ist und je ‚menschlicher‘ die Spielrollen konzipiert sind, desto stärker identifizieren sich die Spieler/innen im Spielablauf mit ihren Aufgaben, erkennen die Probleme und ringen um Lösungen.

Ein gut konzipiertes Planspiel bietet Spielraum, unterschiedliche Interessenslagen zu formulieren, Standpunkte auszutauschen, Verhandlungen zu führen um nach gemeinsamen Positionen zu suchen, Handlungsalternativen abzuwägen, letztlich auch Entscheidungen zu treffen, diese zu begründen und gegen Widerstand zu vertreten.

Fähigkeiten zur Kommunikation, zur Austragung von Konflikten, zur Klärung unterschiedlicher Interessenspositionen und zur Erzielung von Kompromissen zählen zu den Grundanforderungen in einer modernen Gesellschaft – „soft skills“ gelten als elementare Voraussetzung in der Arbeitswelt, aber ebenso für eine aktive Rolle als mündige/r Bürger/in im zivilgesellschaftlichen Kontext.

Das Planspiel kann somit als Instrument der politischen Bildung angesehen werden. Das zielgruppenbezogene Bildungsangebot ist für Schulklassen konzipiert und soll bei jungen Menschen das Bewusstsein für betriebliche Realitäten fördern – gleichsam als Vorbereitung auf den Lebensabschnitt als künftige Arbeitnehmer/innen und Sensibilisierung für betriebliche Mitbestimmung.

Die Entwicklung dieses Planspiels als experimentell und zugleich nachhaltig einzustufen ist aus mehrfacher Hinsicht gerechtfertigt:

  • Betriebliche Problem- und Konfliktsituationen fokussieren selten auf Unternehmensabläufe im sozialwirtschaftlichen Bereich;
  • die Grundkonzeption und die Erstentwürfe der Rollenskripte wurden im Rahmen einer Lehrveranstaltung entwickelt
  • die Kooperation mit der AK Kärnten gewährleistet eine hohe Praxisrelevanz
  • die beteiligten Studierenden können als ReferentInnen der AK das gemeinsame Produkt umsetzen

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