Kompetenzfelder

Kontakt

FH-Prof. Mag.Dr. Holger Penz

T: +43 (0)5 90500-4100
E:  h.penz(at)fh-kaernten.at

Hauptplatz 12
A-9560 Feldkirchen i. K.

Modernisierung des Gesundheitssystems

Es werden vornehmlich Studien durchgeführt, die sich entweder mit der Evaluation von gesundheitsbezogenen Interventionen befassen, die gesundheitsökonomische Aspekte des Versorgungssystems beleuchten, oder die für die Planung im Gesundheitswesen (Bedarf an spezifischen Leistungen, Kapazität, Finanzierung) Entscheidungsgrundlagen liefern. Neben ärztlichen Therapien sind auch pflegerische Leistungen, präventive Strategien, oder Interventionen auf Ebene des Versorgungssystems (z.B. Wettbewerb in der sozialen Krankenversicherung) im Fokus. Der jeweils geeignete Mix aus empirischen Methoden wird projektspezifisch festgelegt.

IST-Analyse und Bedarfsplanung in der Psychiatrie

Für die Gesundheitsdirektionen in den schweizerischen Kantonen Basel-Stadt und Bern wurden IST-Analysen der aktuellen stationären Versorgung unter Nutzung der vorhandenen Entlassungsstatistiken durchgeführt. Delphi-Workshops mit vor-Ort-Experten haben die gewünschten Zielkorridore für verschiedene Versorgungsmöglichkeiten durch Szenario-Technik bestimmt. Demographische Projektionen haben die Auswirkungen von unterschiedlichen Szenarien auf die Behandlungskapazitäten in der Zukunft abgeschätzt.  Die Ergebnisse waren Grundlage für die kantonalen Planungsprozesse.

Messung der Krankheitslast mittels DALYs

DALYs (Disability adjusted life years) ist ein Messkonzept, bei dem durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre und Zeiten mit Funktionsbeeinträchtigungen aufgrund von Krankheiten miteinander verrechnet werden, um über Krankheitsarten und Regionen hinweg ein vergleichbares Maß für die Krankheitslast einer Bevölkerung zu erhalten. Als Kooperationspartner des Centre for Addiction & Mental Health und der University of Toronto, Canada arbeiten Kärntner Forscher mit am Auftrag der NIH (Bethesda), verbesserte DALY-Weights spezifisch für die Vereinigten Staaten zu erarbeiten.

Frühberentung aus psychischen Gründen

Gemeinsam mit der Fachstelle Psychiatrische Rehabilitation des Kantons Baselland wurden über 1000 repräsentativ ausgewählte Rentendossiers der schweizerischen Invaliditätsversicherung kodiert und statistisch ausgewertet, um Hintergründe des zwischen 1994 und 2006 erfolgten, rasanten Anstiegs bei der Zahl vonFrührenten aus psychischen Gründen zu beleuchten. Der Schlussbericht steht bereit zum Download unter:  http://www.bsv.admin.ch/praxis/forschung/00106/01326/index.html?lang=de

GEROM – Joint Development of an Online Gerontological Master Degree Programme

Bei dem Projekt GEROM handelt es sich um ein laufendes EU-Projekt, welches im Oktober 2007 gestartet wurde und in das Lifelong Learning Programm der EU eingebettet ist. Dabei arbeiten Hochschulen aus England, Slowenien, Finnland, Bulgarien, Irland und Österreich an der Entwicklung eines gerontologischen Online Master- Studiengangs. Dieser ist für Beschäftigte in der Betreuung und Pflege älterer Menschen konzipiert. Aufgrund des vielzitierten demographischen Wandels, dem damit einhergehenden Bedarf an hochqualifiziertem Pflegepersonal und der Diskussion um Mobilität am europäischen Gesundheitsmarkt (EU Health Policy Forum, 2003) ergibt sich die Notwendigkeit für derartig international ausgerichtete Studiengänge.

Details unter: http://www.springerlink.com/content/mrm633428p3167x2/?p=60641723568e4bf497167bb434e21d01&pi=7

Zentrale Herausforderungen in der Pflege

In diesem Projekt werden in Kooperation mit Landeskrankenhäusern aus Kärnten zentrale Herausforderungen für die Pflege vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen und des wachsenden Pflegebedarfs bearbeitet. Im Sinne der Selbstpflege werden die Ressourcen und Belastungen sowie professionalisierungsrelevante Eigenschaften von Pflegekräften erforscht. Auf der anderen Seite werden Gesundheitsförderung und Prävention als eigenverantwortliche Tätigkeitsbereiche des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege beleuchtet: Beanspruchungen von stationären PatientInnen sowie von Alten- und PflegeheimbewohnerInnen stehen dabei im Zentrum.